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Investor Carl Icahn: Apple ist drastisch unterbewertet

3 Kommentare — Veröffentlicht am Freitag, 10. Oktober 2014, um 09:42 Uhr von Patrick Bieri

Apples Grossaktionär Carl Icahn hat Tim Cook erneut in einem offenen Brief aufgefordert, das Aktienrückkaufprogramm von Apple aufzustocken. Icahns Meinung nach, ist Apple nach wie vor drastisch unterbewertet: Das Unternehmen habe in Wirklichkeit einen doppelt so grossen Wert.
In einer Stellungnahme von Apple auf Icahns Forderung wird die Erweiterung des Aktienrückkaufprogramms nicht ausgeschlossen.

Der als besonders aggressiv geltende US-Investor Carl Icahn hat sich nach längerem Unterbruch wieder in die Geschäfte von Apple gemischt und sich in einem offenen Brief an Apples CEO Tim Cook gewandt. Darin forderte Icahn Cook auf, im Apple-Verwaltungsrat auf ein noch umfangreicheres Aktienrückkaufprogramm hinzuwirken.

Apples Verwaltungsrat habe sich in der Vergangenheit dafür ausgesprochen, Aktien zurückzukaufen, wenn es für das Unternehmen nützlich sei, wie Carl Icahn ausführte. Seiner Meinung nach ist nun der Zeitpunkt gekommen, in welchem der Aktienrückkauf erneut nützlich sei.

Icahn: «Apple ist in Wirklichkeit doppelt so viel Wert»

Mit dem Aktienrückkaufprogramm soll der Aktienkurs von Apple gestützt werden. Icahn schätzt den wirklichen Wert der Apple-Aktie auf 203 US-Dollar. Aktuell ist eine Apple-Aktie an der Börse «lediglich» 101 US-Dollar wert.

Für seine Schätzungen stützt sich Icahn unter anderem auf die Wachstums-Vorhersagen für die Jahre 2016 und 2017.

Bargeldreserven sollen angezapft werden

Der Aktienrückkauf soll gemäss Icahn unter anderem aus den gigantischen Bargeldreserven von Apple bezahlt werden. Im Sommer verfügte Apple über flüssige Mittel im Umfang von 133 Milliarden US-Dollar.

Der grösste Teil der Bargeldreserven befindet sich allerdings ausserhalb der USA. Würden diese finanziellen Mittel eingesetzt, um Aktien zurückzukaufen, dann müsste Apple diese Gewinne in den USA umfangreich versteuern. Aus diesem Grund hat Apple bislang darauf verzichtet, Geld aus dem Ausland in die USA zu verschieben. Das Unternehmen hat für die Rückkäufe bisher auf dem Kapitalmarkt Geld aufgenommen.

CNBC über Carl Icahns offenen Brief an Tim Cook

Apple evaluiert das Aktienrückkaufprogramm regelmässig

Nach der Veröffentlichung des offenen Briefes hat sich Apple an die Öffentlichkeit gewandt. Das Unternehmen machte dabei darauf aufmerksam, seit dem Jahr 2013 das grösste Aktienrückkaufprogramm der Unternehmens-Geschichte durchzuführen.

Apple machte in seinem Statement zudem darauf aufmerksam, dass das Rückkaufprogramm jedes Jahr neu evaluiert wird. Wenn es Apple nützlich erscheint, könnte das Programm schon bald wieder erweitert werden.

Icahn schätzte Apples Potential richtig ein

Carl Icahn ist seit Sommer 2013 Aktionär von Apple. Seitdem hat er das Unternehmen immer wieder öffentlich dazu aufgefordert, Aktien zurückzukaufen.

Icahn nannte Apples Unterbewertung als Grund für das Investment. Diese Einschätzung hat sich bestätigt: Seit seinem ersten Investment ist der Aktienkurs von Apple um mehr als 40 Prozent gestiegen.

Q4-Zahlen am 20. Oktober

Nicht ausgeschlossen ist, dass sich Apple bereits in zehn Tagen über weitere Pläne bezüglich dem Aktienrückkaufprogramm äussern wird. Am 20. Oktober wird Apple die Quartalszahlen seines vierten Fiskalquartals 2014, welches von Juli bis September andauerte, bekannt geben.

Kategorie: Apple
Tags: AAPL, Aktien, Aktienrückkauf, Aktiensplit, Apple, Carl Icahn, Investor, Tim Cook, USA

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