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iOS 7: schwarz, weiss und flach?

2 Kommentare — Veröffentlicht am Montag, 27. Mai 2013, um 10:24 Uhr von Patrick Bieri

Apple hat bereits angekündigt, dass man anlässlich der WWDC 2013 den Entwicklern einen ersten Blick auf iOS 7 gewähren wird. Je näher dieser Termin rückt, desto konkreter werden die Gerüchte rund um die nächste iOS-Generation. 9to5Mac will nun neue detaillierte Informationen erhalten haben, wie die nächste iOS-Version aussehen könnte.

Jony Ives Herausforderung

Für Jonathan Ive bestehe die Herausforderung darin, das mobile Betriebssystem seiner eigenen Designsprache anzupassen, ohne den langjährigen Nutzer durch krasse Neuerungen zu verwirren. iOS soll weiterhin ein intuitiv bedienbares Betriebssystem bleiben.
Die Insider berichten von weitreichenden Veränderungen, welche unter Jonathan Ives Leitung vorgenommen worden sind. Dabei soll das komplette Betriebssystem seiner Designsprache angepasst worden sein, ohne die Grundidee von iOS zu verraten. Dies ist eine erste wichtige Voraussetzung dafür, dass die Kunden das neue Betriebssystem auch auf ihren Geräten installieren werden und somit für eine schnelle Verbreitung sorgen.

Schluss mit «Spielereien»

Insider, welche das neue mobile Betriebssystem von Apple bereits gesehen haben wollen, beschreiben iOS 7 in kurzen Worten als «schwarz, weiss und flach». Damit meinen die Nutzer vor allem den Wegfall der farbigen Texturen, welche seit letztem Jahr oft kritisiert worden sind. Anstelle dieser grafischen Spielereien sollen einige neue schwarze und weisse Design-Elemente in die Gestaltung von iOS 7 und deren Apps einfliessen.

Jonathan Ive soll während einer Sitzung mit dem iOS-Design-Team seine Abneigung gegenüber den verschnörkelten Strukturen kundgetan haben. Für ihn seien Gestaltungselemente, welche den Eindruck eines echten Objektes vermitteln, nicht mehr zeitgemäss. Zudem hat diese Gestaltung, welche angeblich vor allem von Steve Jobs und Scott Forstall gefördert wurde, den Nutzern zuletzt nicht mehr so gefallen, wie es sich Apple das wohl gewünscht hätte.

Beispiele für die überarbeitete Gestaltung der Apps gibt es einige:

  • Jonathan Ive ist gemäss Insidern die unterschiedliche Gestaltung der verschiedenen Apps von Apple ein Dorn im Auge. Er sieht die Gefahr einer Verwirrung der Nutzer, wenn sich das Aussehen der verschiedenen Apps weiterhin so stark unterscheidet. Demzufolge wird in iOS 7 die Gestaltung des Kalenders, der Notizen, von Mail und Karten vereinheitlicht. Kennzeichnend für diese vier Apps sollen weisse Texturen sein, welche je nach Programm mit unterschiedlichen Stilelementen ergänzt werden sollen. Damit würde sich Apple definitiv vom Notizblock-Design verabschieden.
  • In Passbook soll der Schredder-Effekt beim Löschen eines Gutscheins komplett eliminiert worden sein.
  • Bei der Wetter-App sollen Animationen das aktuelle Wetter besser visualisieren.
  • In der iBook-App und beim Zeitungskiosk sollen die hölzernen Regale und Gestaltungselemente entfernt worden sein und mit Elementen, welche dem Dock von OS X ähneln, ersetzt werden.
  • Leichte Veränderungen könnte es auch beim iOS App Store und beim iTunes Store gegeben haben. Auch diese Apps werden gemäss den Gerüchten «flacher» daherkommen als in den vorhergehenden Versionen.

Auch beim Home Screen soll es zu diversen Änderungen kommen:

  • Der Hintergrund beim Notification Center soll nicht mehr mit Leinen strukturiert, sondern in dunklem Grau daherkommen. Apple soll zudem neue Funktionen testen, welche zum Beispiel als Widgets ins Notification Center eingebaut werden könnten. Dazu zählen Nachrichten, aber auch grundlegende Funktionen wie das ein- und ausschalten des Flugmodus oder von Bluetooth oder WiFi.
  • Der Home Screen soll nach wie vor so daherkommen wie man es sich seit dem ersten iPhone gewohnt ist. Die Icons sollen ganz im Sinne der neuen Designsprache etwas weniger glänzen und wurden entsprechend den Vorgaben des «flachen Designs» umgestaltet.
  • Es könnte in Zukunft auch möglich sein, Panorama-Fotos auf den Home Screen zu laden. Wenn man bei einem Panorama-Foto die Home Screens durchblättert, könnte in Zukunft ein weiterer Teil des Bildes angezeigt werden (ähnlich wie es von Android her bekannt ist).
  • Auch bei der Tastatur soll es leichte Anpassungen an das spekulierte «flachere Design» von Jony Ive gegeben haben.

Erste grössere Veränderung am Lock-Screen

Auch der Lock-Screen von iOS soll einer Veränderung unterzogen worden sein. Seit der Einführung von iOS hielt Apple am ursprünglichen Design fest und nahm nur punktuelle Änderungen vor.

Bei der Veränderung des Lock-Screens soll angeblich die aktuell transparente, mit einem Glanz versehene Zeitleiste am oberen Rand des Bildschirms durch eine intransparente, schwarze Zeitleiste ersetzt werden. Ebenfalls verändert werden sollen die Felder für die Eingabe des Pin-Codes, welche beim nächsten mobilen Betriebssystem von Apple rund statt rechteckig gestaltet werden könnten.

Mit iOS 7 soll es dem Nutzer zudem leichter fallen, Meldungen auf dem Lock-Screen zu bearbeiten und direkt mit diesen zu interagieren. Wie genau dies geschehen soll, wurde aber nicht bekannt.

Gibt es noch grosse Veränderungen?

Die «Insider» merkten gegenüber 9to5Mac an, dass Apple in den letzten Wochen und Monaten das Design der internen Vorabversionenen mehrmals stark verändert haben soll. Obwohl die WWDC 2013 nur noch zwei Wochen entfernt ist, könnten noch weitere grosse Änderungen vorgenommen werden.
Neben neuen Gestaltungselementen soll es auch andere Veränderungen am Betriebssystem geben. Unter anderem gibt es Gerüchte um die tiefere Integration von Flickr und Vimeo. Ebenfalls verbessert worden sein soll die Integration von Siri und den Karten von Apple.
Die Insider berichten des Weiteren von grossen Veränderungen, welche auf die Entwickler zukommen werden. Was sich genau verändern wird, ist allerdings noch unklar.

Kategorie: Gerüchte
Tags: Apple, Design, Flat Design, Flickr, Game Center, Gerüchte, iOS, iOS 7, iPhone, Jonathan Ive, Lock-Screen, Mail, Notification Center, OS X, Steve Jobs, Vimeo, WWDC 2013

2 Kommentare

Kommentar von bst (#26694)

Rein anhand der Berichte ist sind diese Neuerungen schwierig vorstellbar. Ich denke aber auch, dass Ives Sinn für Ästhetik es kaum zulassen würde, im Design einen Rückschritt zu machen.

Auf jeden Fall positiv wären die Anpassungen auf dem iPad, wo meiner Meinung nach unglaublich viel Platz für skeuomorphe Elemente vergeudet wird.

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