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iPad Air sorgt für höhere Margen

Veröffentlicht am Mittwoch, 06. November 2013, um 14:44 Uhr von Patrick Bieri

Die Analysten von IHS haben in einer neuen Studie den Versuch angetreten, die Produktions-Kosten für das iPad Air zu berechnen. Gemäss den Analysen kostet das iPad Air in der Herstellung je nach Konfiguration zwischen 274 US-Dollar und 361 US-Dollar.
Grundsätzlich handelt es sich beim iPad Air um ein iPhone 5s mit einem grösseren Display, wie sich Andrew Rassweiler von IHS ausdrückte. Allerdings hat Apple im Vergleich zum iPad 3 einige einschneidende Veränderungen vorgenommen.

Die grösste Veränderung stellt gemäss Rassweiler nicht das dünnere Gehäuse dar, sondern der verbesserte Bildschirm. Dieser ist mit 1.8mm um 0.43mm dünner als beim iPad 3 und verfügt über weniger einzelne Schichten. Die Touch-Sensoren sind neu direkt unter dem Gorilla Glass verbaut. Dank dieser Technologie — «In-Cell» — benötigt der Bildschirm des iPad Air keine zweite Glasschicht, was zu einer Reduktion der Dicke führt.
Ebenfalls verbessert wurde die Energieeffizienz des Bildschirms. Während beim iPad 3 noch 84 LEDs benötigt wurden, um den Bildschirm auszuleuchten, sind beim iPad Air nur noch 36 LEDs notwendig. Die neuen LEDs sind deutlich leistungsfähiger als diejenigen, die im iPad 3 eingesetzt worden sind. Zusätzlich wurde ein Filter auf dem Bildschirm angebracht, der für eine optimale Verteilung des Lichts sorgt. Insbesondere die höhere Energieeffizienz dürfte dazu beigetragen haben, dass ein kleinerer Akku verbaut werden konnte.
Diese Verbesserungen haben sich auch beim Preis der Komponenten bemerkbar gemacht. Alleine der Bildschirm kostet 90 US-Dollar, während für die Touch-Screen-Komponenten weitere 43 US-Dollar fällig werden. Kombiniert ergibt dies einen Gesamtpreis von 133 US-Dollar. Im Gegensatz dazu kostete das Display des iPad 3 je nach Hersteller zwischen 87 und 90 US-Dollar.

Obwohl der Bildschirm um über 40 US-Dollar teuerer geworden ist, sind die Gesamtkosten des iPad Air im Vergleich zum iPad 3 gesunken. Während das iPad Air in der Grundausstattung 274 US-Dollar kostet, wurden die Produktionskosten beim iPad 3 auf 316 US-Dollar geschätzt. Der Hauptgrund liegt darin begründet, dass neben dem Bildschirm keine grundlegende Änderungen implementiert worden sind. Auch wenn die Komponenten über die letzten 18 Monate hinweg spürbar leistungsfähiger geworden sind, sind zeitgleich auch die Produktionskosten massiv gesunken. So kostet der A7-Prozessor in der Produktion noch 18 US-Dollar, während der A5-Prozessor zu Beginn noch 23 US-Dollar gekostet hatte.
Ebenfalls für die tieferen Kosten mitverantwortlich ist der im iPad Air verbaute LTE-Chip. Dieser ist mit jedem Mobilfunknetz der USA kompatibel. Apple muss deshalb nicht mehr verschiedene Modelle pro Netz bzw. Frequenzbereich herstellen lassen, was die Produktionskosten senkt.

IHS rechnet für das iPad Air mit 16 GB Speicher und WiFi mit einer Marge von 45 Prozent. Das Top-Modell mit 128 GB Speicher und LTE erzielt gemäss den Schätzungen eine Marge von 61 Prozent.

Während das günstigste Modell mit 16 GB Speicher und WiFi in der Schweiz CHF 549.— kostet, werden für das Top-Modell mit 128 GB und LTE CHF 999.— fällig.

Die verschiedenen Komponenten des iPad Air auf einen Blick Quelle: IHS

Kategorie: Studien
Tags: Analyse, Analyst, Apple, Batterie, IHS, iPad, iPad 3, iPad 4, iPad 5, iPad Air, iPhone 5s, Retina Display, Schweiz, Studie, USA

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