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iPhone-6s-Kamera: Fotograf testet neues Apple-Smartphone im Berner Oberland

Veröffentlicht am Dienstag, 13. Oktober 2015, um 12:34 Uhr von Stefan Rechsteiner

Eine Woche lang hat Fotograf Austin Mann die Kameras des neuen iPhone 6s und iPhone 6s Plus im Berner Oberland auf Herz und Nieren getestet.

Erstmals seit vier Jahren hat Apple bei der neuen iPhone-Generation an der Kamera-Auflösung geschraubt. Bisher hielt sich Apple aus dem Pixel-Wetteifern der Konkurrenz heraus. Stattdessen fokussierte sich Apple auf die Grösse der Pixel und damit auf die Qualität der Bilder. Trotz «nur» 8 Megapixel Auflösung hatten die iPhones in den letzten Jahren immerzu Kameras, die zu den besten der Branche gehörten. In diesem Jahr nun erhöhte Apple beim iPhone 6s die Auflösung auf 12 Megapixel — Videos können neu mit bis zu 4K aufgezeichnet werden. Um herauszufinden, wie sich die neue Kamera schlägt, hat der Fotograf Austin Mann wie bereits vergangenen Herbst auch in diesem Jahr Apples neueste iPhone-Modelle einem gründlichen Kamera-Test unterzogen.

Reiste Mann letztes Jahr noch mit dem iPhone 6 durch Island, testete der Fotograf das neue iPhone 6s und das iPhone 6s Plus nun im Berner Oberland. Eine Woche war Mann in der Schweiz unterwegs und nahm total über 2100 Fotos, 55 Panoramas, 237 Time-Lapses und über 1300 Videos auf.

Herausfinden wollte Mann insbesondere, was mit dem neuen iPhone 6s für Aufnahmen möglich sind, ohne eine riesige Ausrüstung mitnehmen zu müssen. Beim Fotografieren mit einem Mobiltelefon sei der grosse Vorteil schliesslich die Mobilität — und diese wollte man beibehalten.
Mann hat seine Sujets jeweils nicht nur mit dem neuen iPhone 6s, sondern auch mit dem iPhone 6 aufgenommen. So konnte der Fotograf direkte Vergleiche zur bisherigen iPhone-Kamera aufstellen.

«Chasing Light: Switzerland» — gefilmt von Austin Mann mit dem iPhone 6s und iPhone 6s Plus

Mehr Pixel = Weniger Restlicht?

In seinen Tests hat der Fotograf besonders auf die neue Auflösung der Kamera geachtet. Bedenken, dass durch die Erhöhung der Pixelanzahl die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen («Restlicht») Schaden nehmen könnte, galt es zu untersuchen. Mann fand durch ausführliche Vergleichs-Tests heraus, dass beim neuen iPhone 6s durch die höhere Auflösung vereinzelt minim weniger Kanten-Details in den Highlights sichtbar sind als noch beim iPhone 6. Gleichzeitig sollen die Details in den Mids und in den Schatten aber spürbar verbessert worden sein.

Mann vermutet, dass die kleinen Verluste bei den Highlight-Details durch neue Noise-Algorithmen zu verschulden sind, welches bei der grösseren Anzahl Pixel auf dem Sensor Restlicht-Rauschen reduzieren sollen.

Da das neue iPhone 6s gleichzeitig aber 50% mehr Auflösung bietet, sei dieser Kompromiss ein «Win» für die neue iPhone-Kamera.

Extreme Lichtverhältnisse

In einem Test unter extremen Lichtverhältnissen — von sehr dunkel bis ganz hell — zeigt der direkte Vergleich mit dem iPhone 6, dass das neue iPhone 6s einen klein wenig höheren Kontrast und eine bessere Schärfe bietet. In den Schatten und Highlights sind mehr Details zu erkennen. Durch den höheren Dynamikbereich können Bilder nachträglich stärker bearbeitet werden, ohne die Bilder zu posterisieren oder Highlights auszuschneiden. Diese bessere Tonwerttrennung erlaubt beispielsweise auch eine bessere Qualität beim Grossformat-Druck.

Optische Bildstabilisierung bei Videos

Für Mann das Highlight der neuen iPhone-Kamera ist die optische Bildstabilisierung (OIS) bei Videos und Zeitrafferaufnahmen. Diese nur beim iPhone 6s Plus verfügbare Technologie wurde beim iPhone 6 Plus vergangenes Jahr für Fotos eingeführt. Dass die Bildstabilisierung nun auch für Videos verfügbar ist, verbessert die Video-Fähigkeiten des neuen iPhones immens, zeigt sich Mann begeistert. In einem kurzen Video zeigt Mann eindrücklich auf, wie der OIS bei Zeitraffer-Aufnahmen Wunder wirkt.

Live Fotos

Auch die neuen Live Fotos haben es dem Fotografen angetan. Die Möglichkeit einem Foto Leben einzuhauchen und sich nochmals an den Zeitpunkt der Aufnahme zurückzuversetzen, gefällt Mann, insbesondere dass dies ohne Zutun des Nutzers automatisch im Hintergrund geschieht.

Mann publizierte im Review nicht nur seine Erkenntnisse aus den ausführlichen Tests, sondern gibt auch einige Tipps, wie man mit den neuen iPhones die besten Resultate erreicht. Beispielsweise nennt Mann Empfehlungen, wie man die besten Live Fotos hinbekommt.

Wasser-Beständigkeit

Die erweiterte Wasser-Beständigkeit der neuen iPhone-Modelle ist besonders für Outdoor-Fotografen von Vorteil, so Mann. Das iPhone müsse man nun nicht mehr vor Regen, Wassertropfen von Wasserfällen oder stehendem Wasser schützen. Die Möglichkeit der Geräte gegen die Elemente beständig zu sein, sei ein grosser Pluspunkt für Fotografen und Filmemacher.

FaceTime-Kamera und Retina Flash

Als «am dramatischsten» beschreibt Mann die Verbesserungen bei der FaceTime-Kamera auf der Vorderseite des iPhones. Die Auflösung wurde fast verfünffacht (von 1.2 auf 5 Megapixel) und neu hinzugekommen ist der «Retina Blitz». Dass die höhere Auflösung bei der FaceTime-Kamera für mehr Qualität sorgt ist selbsterklärend. Überrascht zeigt sich Mann aber vor allem von Apples Display-Blitz. Bei Selfies leuchte dieser das Gesicht tatsächlich gut und in farbechtem Licht aus, so der Fotograf in seinem Test.

Seit Freitag im Handel

Seit vergangenem Freitag ist das iPhone 6s und das iPhone 6s Plus auch in der Schweiz, Österreich und Italien sowie 33 weiteren Ländern im Handel verfügbar. Bereits vor zwei Wochen startete der Verkauf der neuen iPhones in den USA, UK, Deutschland, China und einigen anderen grossen Märkten. Bis Ende Jahr soll die neue iPhone-Generation in über 130 Ländern erhältlich sein.

Kategorie: Kreativ
Tags: 4K, Apple, Bern, Berner Oberland, Bildstabilisierung, FaceTime, Fotografie, Fotos, iPhone, iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6s, iPhone 6s Plus, iPhoneography, iSight, OIS, Optische Bildstabilisierung, Schweiz, Videos

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