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Jony Ive im Interview: Finanzieller Erfolg ist das Ergebnis von gutem Design

Veröffentlicht am Montag, 17. November 2014, um 13:42 Uhr von Patrick Bieri

Jonathan Ive stand im Londoner Design Museum während einer Veranstaltung dem Museumsdirektor Red und Antwort: Ive sprach im Rahmen des Gesprächs über den Designprozess bei Apple, sein Design-Team und über die Fehler, welche er bereits begangen hat.

Anlässlich eines Gesprächs im Londoner Design Museum stand Apples Chefdesigner Jonathan Ive dem Museumsdirektor Deyan Sudjic Red und Antwort.

Im Rahmen des Gesprächs äusserte sich Jonathan Ive unter anderem über die Detailverliebtheit im Rahmen des Design-Prozesses bei Apple. Beispielsweise werde auch der Innenraum eines iPhones von den Designern bis ins Detail gestaltet, obwohl die meisten Kunden dies nie sehen werden.

Finanzieller Erfolg ist das Ergebnis der Arbeit, nicht das Ziel

Es sei das Ziel des Design-Teams, die besten Produkte herzustellen. Diese Produkte sollen dabei nicht nur das Leben der Konsumenten angenehmer gestalten. Apple vertraue darauf, dass die Nutzer diese Produkte auch kaufen werden. Ein finanzieller Erfolg sei derweil nicht das Ziel, aber das direkte Ergebnis davon, die besten Produkte herzustellen.

Grosse Ideen starten in einem Gespräch

Gemäss den Aussagen von Jonathan Ive entstehen die besten Design-Ideen, wenn mehrere Designer am Produkt mitarbeiten. Zu Beginn hat ein Designer eine Idee, welche nur er hat. Sobald das erste Modell des neuen Produktes fertiggestellt ist, haben die Mitarbeiter seines Teams die Möglichkeit, das Produkt zu begutachten und an Verbesserungen mitzuwirken. Der Einbezug mehrerer Designer schafft so die Grundlage für bessere Produkte.

Die Design-Ideen sollen nicht nur am Computer existieren

Jonathan Ive stört sich über den Trend, nach welchem ein immer grösserer Teil des Design-Prozesses nur am Computer stattfindet. «Es ist traurig mit anzusehen, wie viele Designer nicht mehr wissen, wie man Produkte tatsächlich herstellt», wie Jonathan Ive gegenüber Museumsleiter Sudjic sagte. Problematisch findet Ive zudem, dass man «mit dem CAD-Programm auch schlechtes Design attraktiv aussehen lassen» kann.

Keine Fluktuation im Design-Team

Gemäss den Aussagen von Jonathan Ive ist Apples Design-Team eine geschlossene Gesellschaft: In den letzten 15 Jahren hat keiner der 18 Designer Apple verlassen. Jonathan Ive selbst mag es, in kleinen Teams zu arbeiten. Es freut ihn besonders, dass in den letzten Jahren kein Team-Mitglied das Unternehmen verlassen hat.

Es könnte allerdings auch eine Gefahr für Apple sein, wenn keine neuen Designer von aussen zum Design-Team stossen, so Ive. Notwendige Änderungen könnten unter Umständen zu lange übersehen werden.

Aufhören, wenn etwas nicht gut genug ist

80 Prozent der Entwürfe, welche die Apple-Designer ausarbeiten, sind gemäss Ive Fehlschläge. Wenn etwas nicht gut genug ist, müsse man die Konsequenzen ziehen: Die Produkte werden dann ausrangiert.

Kategorie: Apple
Tags: Apple, Design, Designer, Interview, Jonathan Ive

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