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Kritik an iPhone-Beschaffung der Berner Kantonspolizei

9 Kommentare — Veröffentlicht am Mittwoch, 04. März 2015, um 11:50 Uhr von Patrick Bieri

Die Berner Kantonspolizei ersetzt 1200 alte iPhones mit dem iPhone 6. Ein Grossrat kritisiert die Beschaffung in einem Vorstoss: Die Polizei mache sich abhängig von einem Generalimporteur.

Die Kantonspolizei Bern beschafft für den Einsatz 1220 neue iPhone 6, wie die Zeitung Der Bund schreibt. Mit dieser Beschaffung werden ältere iPhones ersetzt, die sich bereits seit längerer Zeit im Dienst der Polizei befinden. Die Kosten der Beschaffung belaufen sich gemäss der Zeitung auf rund CHF 900’000.

Grossrat kritisiert Abhängigkeit von Apple

Der Berner Grossrat Michel Rudin kritisiert die Beschaffung nun in einem Parlaments-Vorstoss. Für ihn ist die Abhängigkeit der Berner Kantonspolizei von einem Smartphone-Hersteller kritisch. Insbesondere stört sich der Grossrat am Umstand, dass aufgrund der Gebundenheit an Apple-Produkte keine Möglichkeit besteht, auf ein Konkurrenz-Produkt auszuweichen.

Weil Apple alleine bestimmt, wie hoch der Preis eines iPhones ist, haben auch die Händler kaum eine Möglichkeit, den Preis anzupassen. Damit könne der Wettbewerb nicht funktionieren, wie Rudin kritisiert.

Polizei hat kaum eine andere Wahl

Die Berner Kantonspolizei hat allerdings kaum eine andere Wahl, als Apples iPhones einzusetzen. Wie die Berufsfeuerwehr Bern setzt die Kantonspolizei auf den Swisscom-Dienst «eAlarm», um Polizisten zu alarmieren oder den Standort der Einsatzkräfte zu bestimmen.

Die passende App zur Dienstleistung ist lediglich für iOS erhältlich: Eine Android-Version des Programms scheint bislang nicht geplant. Deshalb kämen wohl hohe Umstellungskosten auf die Polizei zu, wenn sie sich für den Kauf von Smartphones anderer Hersteller entscheiden würde.

Kategorie: Schweiz
Tags: Android, Apple, Apps, Bern, eAlarm, Händler, iOS, iPhone, iPhone 6, Michel Rudin, Parlament, Politik, Swisscom

9 Kommentare

Kommentar von lillemick (#28660)

lieber michel rudin
höre ich da ein ganz klein bisschen neid raus? was ist genau das problem? bekanntlich sind die berner amtsmühlen bei evaluationsprozessen äusserst gründlich und auch hyper korrekt - also haben die wohl doch das richtige produkt für unsere pozilei herausgefiltert.
wenn ich 1000 tickets für einen SCB match einkaufe, bin ich doch auch auf den einen anbieter angewiesen, oder? das wird bei apple auch so sein, zumal ein professioneller support seitens apple bei solch einer menge geräte doch wohl zu erwarten sein dürfte?
aber eben: wir sind in einem wahljahr und da müssen sogar die iphones der polizei als plattform für einen medialen auftritt hinhalten - und das beherrscht die GLP und der exponent rudin bestens! lass es sein, michel! entweder finden deine wähler deine politische arbeit auch diesen herbst unterstützenswürdig oder du wirst in zukunft wieder mehr zeit haben, weil dein grossratsmandat beenedet ist.

Kommentar von Michi (#28664)

“eAlarm emergency” von Swisscom funktioniert eigentlich mit allen Endgeräte. Die App ist nicht zwingend notwendig und bietet keine entscheidende Vorteile. Der Dienst wird durchaus auch von Unternehmen und Organisationen eingesetzt welche keine iPhone verwenden.

Dass die KaPo Bern Polizisten (ca. 2500 Mitarbeiter) all zwei Jahre ein neues Gerät erhalten dürfte wirklich etwas fraglich sein.

Kommentar von sierra (#28665)

Der Vorteil von iphone 6 ist der A8 Chip und Leistungsfähigkeit. Wenn jemand vom Service nur SMS braucht kann er das schon mit einem alten Nokia auch schaffen. Wenn er aber alle Module installiert hat mit Verschlüsselung etc. dann helfen nur sehr leistungsfähige Chips sprich iphone 6. Es ist ganz sicher billiger einmal die “alten” iphones auszumustern und sie Verwaltungsintern zu verwenden. Feuerwehr und Polizei sollten auf jeden Fall iphone 6 in die Hand kriegen. Im Notfall ist eine einheitliche Gerätebasis sicher zuverlässiger.

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