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Passwort vergessen?

Mehr Datenschutz im App Store

1 Kommentar — Veröffentlicht am Donnerstag, 23. Februar 2012, um 13:15 Uhr von Patrick Bieri

Am Mittwoch kündigte die kalifornische Generalstaatsanwältin Kamala Harris an, mit sechs Technologiekonzernen, darunter Apple, Google, RIM, Amazon, HP und Microsoft, ein Agreement abgeschlossen zu haben, mit welchem die Privatsphäre der Nutzer besser geschützt werden soll. Es handelt sich hierbei nicht um ein Gesetz, sondern um eine gegenseitige Abmachung. Die Vereinbarung beinhaltet, dass nun jede App gewissen Datenschutzstandards genügen soll. Ab nun sollen bei jedem App Download dem Nutzer aufgezeigt werden, welche Daten die App sammelt und was mit ihnen geschieht. Vor einiger Zeit ist der Fall des Netzwerkes Path bekannt geworden, mit dessen App das Unternehmen Adressdaten der Nutzer auf die eigenen Server übertrug. Erst nach Bekanntwerden des Lecks sahen sich Path und auch Apple veranlasst, die Lücke per Update zu beseitigen. Die Anbieter müssen mit dieser neuen Regelung nicht nur ihre App Stores umbauen, sondern haben sich auch verpflichtet, die Entwickler besser zu kontrollieren. Macht der Entwickler hierbei falsche Angaben, kann er nach kalifornischem Recht belangt werden.

Gleichzeitig kündige US-Präsident Barack Obama seine Pläne für eine «Consumer Privacy Bill of Rights». Der Name ist angelehnt an die «Bill of Rights» der US-Verfassung, welche den Bürgern unveräusserliche Grundrechte zusichert. Darin definiert der US-Präsident 7 Punkte, welche die Nutzer schützen sollen.

  1. Jeder Konsument soll die Kontrolle über seine Daten haben.
  2. Der Umgang mit seinen Daten soll transparent sein.
  3. Die Daten dürfen nur in dem Kontext verwendet werden, in welchem sie erhoben wurden.
  4. Die Daten sollen sicher verwahrt sein.
  5. Konsumenten müssen Zugang zu den Daten haben und diese korrigieren können.
  6. Es sollen nicht unlimitiert viele Daten gesammelt werden, respektive nur so viele, wie nötig sind.
  7. Die Unternehmen sind Verantwortlich für den sicheren Umgang mit den Daten.

Kategorie: Internet
Tags: Adressbuch, Amazon, Android Market, App Store, BlackBerry, Datenschutz, HP, iOS App Store, Kalifornien, Microsoft Store, Recht, RIM, USA

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1 Kommentar

Kommentar von Vigi (#24927)

Begrüssenswerter Schritte in die richtige Richtung!

Es ist mal getestet worden, welche Apps welche Daten übermitteln. Etliche Apps schicken das Adressbuch nach Hause, darunter Angry Birds.

Die Consumer Bill of Rights hält ein paar zentrale Punkte fest, die auch hierzulande nicht immer beachtet werden, wie die Zweckbindung der Daten und die Datensparsamkeit.

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