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Microsoft veröffentlicht Office Mobile für iPhone

3 Kommentare — Veröffentlicht am Montag, 17. Juni 2013, um 10:12 Uhr von Patrick Bieri

Nach Jahren der Gerüchte hat Microsoft am Freitag offiziell «Office Mobile for iPhone» im iOS App Store zum Download freigegeben. Die App ist, wie es der Name bereits sagt, lediglich für das iPhone optimiert worden.
Bislang können das Programm lediglich Nutzer mit einem Account im US-iTunes-Store herunterladen. Die App könnte aber bereits in den nächsten Tagen auch in Europa verfügbar werden.

Mit «Office Mobile for iPhone» können Anwender ihre Word, Excel und PowerPoint Dateien, welche in SkyDrive gespeichert sind, mit ihrem iPhone bearbeiten. Für das Bearbeiten der Dateien ist aber keine ständige Internetverbindung notwendig.
Die Dokumente sollen in der Office-App genau gleich aussehen wie auf dem Computer. Beim Öffnen der Dateien sollen keine keine Formatierungen abgeändert werden. Damit ist sichergestellt, dass man nahtlos an einem auf dem PC begonnenen Projekt weiterarbeiten kann.
Nutzer von Office 2013 sehen beim Öffnen eines Dokumentes immer die Seite, welche als letztes auf dem PC bearbeitet worden ist.

Um mit der App arbeiten zu können, ist allerdings zwingend ein «Office 365»-Abo notwendig. Das Abo kann direkt über die App erworben werden, womit den Nutzern der Umweg über die Microsoft-Webseite erspart bleibt.
Unklar ist, welche Konditionen Microsoft für diese In-App-Käufe aushandeln konnte. Im Frühling gab es Gerüchte, nach welchen Microsoft nicht bereit sei, Apple die Standard-Gebühr für In-App-Käufe in der Höhe von 30 Prozent zu bezahlen.

Für den Nutzer sicherlich am schwersten nachzuvollziehen ist die Entscheidung von Microsoft, lediglich eine iPhone-App auf den Markt zu bringen. Der Nutzer von «Office Mobile» wäre deutlich grösser gewesen, wenn gleichzeitig auch eine iPad-App veröffentlicht worden wäre. Microsoft empfiehlt den iPad-Nutzern, anstelle von «Office Mobile for iPhone» die Web-Apps zu nutzen.
Wenn Microsoft allerdings eine Office-App für das iPad auf den Markt gebracht hätte, wäre einer der grössten Vorteile der Windows-Tablets, nämlich die alleinige Office-Kompatibilität, nicht mehr vorhanden gewesen.

Für die Nutzung von «Office Mobile for iPhone» benötigt man mindestens ein iPhone 4 oder einen iPod touch der fünften Generation. Auf dem iOS-Gerät muss mindestens iOS 6.1 installiert sein.

Kurze Einführung zu «Office Mobile for iPhone»

Kategorie: Software
Tags: App Store, Excel, iOS, iOS 6.1, iOS App Store, iPhone, iPhone 4, iPhone 4S, iPhone 5, iPod touch 5G, Microsoft, Office 2013, Office 365, Office for Mac 2011, Office mobile, PowerPoint, Word

3 Kommentare

Kommentar von clockman_ch (#26822)

Eigentlich wie Adobe: Ich frage mich ernsthaft, was ich von Applikationen halten soll, die ich nur mieten kann. Zum einem bin ich von einer Verbindung ins Internet abhängig und zum anderen kann ich u. U. meine Dokumente nach Ablauf des Abos nicht mehr einsehen. Kommt hinzu, dass es Microsoft nicht einmal schafft, kompatible Office-Versionen zu programmieren. So gibt es Kompabilitätsprobleme zwischen Office für Windows und Office für Mac. Und selbst innerhalb der Office-Versionen gibt es Probleme.
Warum, so frage ich mich, muss ich dann zwangsläufig mich auf Office 365 einlassen? Geschweige dann auch ein Windows-Tablet kaufen?
Schade, ein Windows-Tablet hatte anfänglich doch recht interessant ausgesehen…

Kommentar von nightrider (#26824)

@clockman_ch
1. anders als bei Adobe, kann man bei MS Office momentan noch ein Volllizenz kaufen ohen Abomodell.
2. muss man definitiv nicht immer online sein mit einem Abo
3. kann man die Dokumente auch nach Ablauf des Abos noch betrachten, aber natürlich nicht mehr bearbeiten.
4. Office für Mac, kann man sowohl von der Performance als auch von der Kompatibilität her in die Tonne stecken :)

Kommentar von clockman_ch (#26835)

@saduino:
zu 1. Ja, noch…
zu 2. Auch das ist korrekt, doch wie und wann gleicht Microsoft ab, ob ich noch ein gültiges Abo habe? Wenn ich beispielsweise mal eine zeitlang geographisch weit entfernt von der Zivilisation bin?
zu 3. Meinetwegen, dann halt nur betrachten. Ist zwar nicht ganz so dramatisch, aber dennoch bleibt eine wesentliche Einschränkung. Da bleibt mir nur noch die Hoffnung, dass Pendants wie Libre Office u.ä. mir den Import nicht zu stark versalzen.
zu 4. Volle Zustimmung.

Es geht mir ja auch generell darum (und so geht es nicht nur mir), dass dieses Abo-Modell für den Kunden in mehrfacher Hinsicht ein Rückschritt ist. Ich kenne jetzt bei Microsoft nicht die Preisstrukturen, aber bei Adobe gibt es zahlreiche Konstellationen, wo es schnell wesentlich teurer wird als eine “Offline”-Version…

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