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Neue iWork-Apps bringen weniger Funktionen

23 Kommentare — Veröffentlicht am Freitag, 25. Oktober 2013, um 08:50 Uhr von Patrick Bieri

Apple hat in dieser Woche eine neue Version der iWork-Apps zum Download freigegeben. Von Eddy Cue wurde während der Präsentation insbesondere das neue einheitliche Dateiformat gelobt, das eine originalgetreue Darstellung der Dokumente auf dem Mac, dem iOS-Gerät und «iWork für iCloud» ermöglicht. Dieses einheitliche Dateiformat ermöglicht ein nahtloses Zusammenspiel über alle Geräte hinweg, wie Cue weiter jubilierte.

In der Nutzergemeinschaft währte die Freude über das neue Dateiformat allerdings nur bis zur ersten Nutzung der Apps. Durch die Vereinheitlichung des Dateiformates und damit auch des Funktionsumfangs der Apps auf den verschiedenen Plattformen sind nicht wenige Funktionen, die bislang auf der Mac-Version verfügbar waren, weggefallen. Zudem wurden die Formatierungen der alten iWork-Dokumente an die neuen Gegebenheiten angepasst. Dokumente, die mit einer früheren Version der iWork-Apps erstellt worden sind, werden nun in einigen Fällen fehlerhaft dargestellt.

Fehlende Funktionen in Pages, Numbers und Keynote

Mit dem Update auf Pages 5.0 haben die Nutzer einige wichtige Funktionen verloren. In Pages können die einzelnen Seiten beispielsweise nicht mehr per «Drag and Drop» umorganisiert werden. Viele zuvor bekannte Vorlagen hat Apple aus unbekannten Gründen aus der Auswahl entfernt. Zudem ist die Symbolleiste nicht mehr personalisierbar. Für viele ärgerlich dürfte auch der Umstand sein, dass Apple die Funktion zum Erstellen von Serienbriefen ersatzlos entfernt hat. Die Liste der fehlenden oder fehlerhaft funktionierenden Funktionen wird in der Support-Community laufend erweitert.

Auch bei Numbers verlieren Nutzer nach dem Upgrade einige Funktionen. So können beispielsweise Zellen nicht mehr geteilt werden, das Erstellen benutzerdefinierter Formate ist nicht mehr möglich, sortierte Kolonnen werden nicht mehr wie zuvor angezeigt und die Seitenansicht während der Bearbeitung des Dokumentes wurde entfernt. Nutzern ist es zudem nicht mehr möglich, Dokumente mit Numbers ‘08 zu öffnen.

Von den Änderungen nicht verschont worden ist auch Keynote. Mit der neusten Version fehlen beispielsweise die intelligenten Animationen, Verlinkungen mit Numbers-Dokumenten funktionieren nicht mehr oder die Aperture-Fotos werden nicht mehr in der Medien-Bibliothek angezeigt.

Ein weiterer ärgerlicher Punkt ist die Kompatibilität des neuen Dateiformates. Dokumente, die beispielsweise mit Pages 5 erstellt worden sind, können nicht mit Pages 4 geöffnet werden. Apple übt so Druck auf die Nutzer auf, möglichst schnell die neuste Version von iWork zu installieren.

Fazit: Falls wichtige Dokumente bestehen wird vom Update abgeraten

Grundsätzlich raten wir aufgrund dieser vielen Veränderungen beim Update der iWork-Apps Zurückhaltung auszuüben. Es ist im Moment noch unklar, ob Apple die Funktionen in einem späteren Update nachreichen wird oder nicht.

Für Nutzer besonders ärgerlich ist der Umstand, nicht auf diese gravierenden Einschränkungen aufmerksam gemacht worden zu sein. Am Special Event hat Apple lediglich auf die Verbesserungen der Apps hingewiesen, ohne ein Wort über die Einschränkungen zu verlieren. Auch in den Produkt-Beschreibungen im Mac App Store findet sich kein Hinweis auf die fehlende Abwärtskompatibilität des neuen Dateiformates oder andere fehlende Funktionen.
Aufgrund der Masse der Veränderungen ist es ausgeschlossen, dass es sich um ein Versehen von Apple handelt.

Kategorie: Software
Tags: Apple, Dokumente, iCloud, iOS, iWork, iWork für iCloud, Keynote, Kompatibilität, Numbers, Pages, Update

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23 Kommentare

Kommentar von sierra (#27521)

Sorry wer Numbers und Pages für das Office nutzt hat Sie nicht alle. Viel hängt mit Apple Script zusammen was entfernt wurde - ich schätze mal aus Sicherheitsgründen. Empfehlung auf LibreOffice umzugsteigen oder MS Office zu nutzen. Numbers ist z.B für die Buchhaltung zu 95 % unbrauchbar.

Kommentar von gentux (#27525)

@gustigans

War nur ein Beispiel mit der Produktaktivierung und das Problem ist nicht, dass ich da meine Daten angeben muss, ist ja nur meine E-Mail und vielleicht meine Telefonnummer, die ich jederzeit wechseln könnte, es geht mir darum, dass ich vor Kurzem in einem Unternehmen 100’e Laptops aufsetzen musste und da unser KMS eine Grätsche gemacht hat und keiner von den Verantwortlichen wusste woran das lag, musste ich 100 mal dieser blöden Hotline anrufen und 50(!) Zeichen ins Telefon tippen und 60)!) Zeichen vom Telefon abhören und ins Notebook eintippen…

Wer das mal machen musste, wird die Firma Microsoft für sein Leben hassen! Es gibt absolut nichts erniedrigenderes als zu einem solchen Roboter von einer Firma degradiert zu werden, die denkt man sei kriminell!

Aber man könnte auch mit Internet Explorer weitermachen und wie viele verzweifelte Stunden wir mit Web-Design aufbringen mussten, dass es dieser ... endlich richtig darstellt und dann ist es verschnitten, ohne Transparenzen und hässlich…

Man kann ja von Apple halten was man möchte aber im Vergleich zu Microsoft ist Apple noch fast ein Engel.

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