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Orange Schweiz heisst neu «Salt»

6 Kommentare — Veröffentlicht am Freitag, 24. April 2015, um 14:02 Uhr von Stefan Rechsteiner

Orange Schweiz hat gestern Abend seine künftige Marke bekannt gegeben: der Mobilfunkanbieter heisst neu «Salt». Mit neuem Namen, neuem Auftritt und neuen Angeboten will Salt den Schweizer Mobilfunkmarkt aufwirbeln.

Vor drei Jahren verkaufte die französische Orange-Gruppe seinen Schweizer Ableger. Vergangenes Jahr kam es erneut zu einem Besitzerwechsel. Im vergangenen Herbst nun liefen die ersten Vorbereitungen an, «Orange Schweiz» in eine neue Marke zu transferieren. Gestern Abend nun wurde die neue Marke der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits im Vorfeld dazu gab es Vermutungen wie sich der Schweizer Mobilfunkriese künftig nennen wird — und diese Vermutungen wurden bestätigt: Orange Schweiz heisst ab sofort «Salt».

Bis im Herbst ist Orange überall Salt

Die Verwandlung von Orange zu Salt hat bereits begonnen und soll über die nächsten Tage weit voranschreiten — dazu wird die Webseite des Unternehmens über das Wochenende offline sein, die Orange-Shops werden in der ganzen Schweiz für Umbauarbeiten geschlossen und auch der Kundendienst wird auf ein minimum heruntergefahren. Am Montag dann sollen alle Verkaufsläden, die Webseite und der Kundendienst in neuem Glanz erstrahlen.
Auf die Mobilfunkdienste bestehender Orange-Kunden sollen die Umbauarbeiten an Orange keinen Einfluss haben.

Bis im Sommer wird der Markenwechsel dann auch bei externen Partnern und indirekten Verkaufskanälen durchgeführt. Per 1. September, so setzt es sich Salt zum Ziel, soll der Markenwechsel abgeschlossen sein.

Die Umfirmierung ist eine Mammut-Aufgabe. Angeblich kostet der Markenwechsel 40 Millionen Schweizer Franken. Bisher sollen bei Orange bzw. Salt und Partnern über 830’000 Arbeitsstunden in den Relaunch investiert worden sein.

Neue Angebote

Mit der neuen Marke lanciert Salt auch vier neue «innovative» Angebote. Mit dem «Pass» bietet Salt neu ein «GA für den Mobilfunk» an. Das «einfachste Abo der Schweiz» bietet für 999 Schweizer Franken pro Jahr «unlimitierte Nutzung überall in der Schweiz». Abgerechnet wird pro Jahr nur einmal, danach «habe man Ruhe». Für 1499 Schweizer Franken erhält man auch ein neues Gerät zum Abo. Ausserdem bietet Salt Rabatte für den «Pass» neben Jugendlichen auch für Senioren, eine «weitere Neuheit, die im Schweizer Telekommarkt schon lange fällig war», wie Salt mitteilt.

Mit dem ebenfalls neuen «Salt Pack» bietet der Mobilfunkanbieter ein Paket, welches «auf dem Erfolg der Duo Packs» aufbaut. Mit den Duo Packs verkaufte Orange Abos mit Smartphone und Tablet — so erzielte Orange in den Schweiz den grössten Absatz von Tablets mit SIM-Karte. Mit dem «Salt Pack» geht das Mobilfunkunternehmen nun noch weiter und bietet den Kunden ein Paket aus «Abo, Smartphone, Tablet, Gadget und App» in «einem Vertrag und auf einer Rechnung» an.

Unverändert weiterhin angeboten werden die «Me»-Abos. Gleiches gilt auch für die bisherigen Tarife des Prepaid-Angebotes.

Ausserdem zu den vier «innovativen» Neuerungen von Salt gehört das von Orange bereits angekündigte WiFi-Calling und eine neue 6 Wochen Rückgabegarantie.

Salt will Netz und Dienstleistungen ausbauen

Im Laufe von 2015 will Salt ausserdem «mehr 4G», «mehr Abdeckung», «mehr Service», «mehr Power» und «mehr Beratung» initiieren. Konkret will Salt bis Ende 2015 96 Prozent der Schweizer Bevölkerung mit 4G abdecken können. Bis Ende 2015 sollen ausserdem auch 4G+ Dienste in «allen grösseren Städten» eingeführt werden. Gleichzeitig will Salt mit über 300 neuen Basisstationen die Netz-Abdeckung erhöhen. Die Gesamtzahl der Basisstationen werde damit um rund 10 Prozent erhöht «und damit entsprechend auch die Abdeckung», so Salt. Es sei die grösste Erhöhung der Netzabdeckung innert eines Jahres seit dem Markteintritt des Unternehmens 1999. «Mehr Power» sollen Kunden durch einer exklusiven Partnerschaft mit FuelRod erhalten. An ausgewählten Orten wollen «Kiosk-Automaten» aufgestellt werden, an denen entweder ein neues FuelRod Ladegerät gekauft oder der leere FuelRod kostenlos gegen ein neues vollgeladenes Gerät ausgetauscht werden kann. 20 solcher «Kiosks» soll es bis Sommer in Salt Stores geben. Ein Pilotprojekt zur weiteren Verbreitung an Standorten eines Drittanbieters sei bereits angelaufen.

Konsumentenschützer unbeeindruckt

Die Stiftung für Konsumentenschutz und auch der Vergleichsdienst Comparis sind von den neuen Angeboten wenig begeistert. Die Konsumentenschätzer bezeichnen die neuen Angebote gar als «alter Wein in neuen Schläuchen». Demnach seien die neuen Angebote von Salt nicht günstiger als die alten von Orange Schweiz.
Telecom-Experte Ralf Beyeler von Comparis meint, dass «für die allermeisten Kunden» die bestehenden Angebote interessanter seien. Er könne «nicht erkennen, für wen die neuen Pass-Abos attraktiv sein sollen». In einem Vergleich der neuen Abofamilie zu den grossen Mitbewerben schneidet Salt wesentlich teurer ab, so sei das jeweils günstigste Abo von Salt und Sunrise «praktisch gleich teuer». Gross sei allerdings der Preisunterschied zu den Angeboten von M-Budget, Aldi und UPC Cablecom, so Beyeler.

Die Stiftung für Konsumentenschutz weiss Salt aber auch zu loben, so sei die neue sechswöchtige Rückgabegarantie «innovativ» und ein «Mehrwert für die Konsumenten». Abzuwarten sei jedoch, wie diese Regelung in der Praxis umgesetzt wird.

Kategorie: Schweiz
Tags: 4G-LTE, Abo, Comparis, Konsumentenschutz, Mobilfunk, Mobilfunkanbieter, Mobilfunknetz, Orange, Salt, Schweiz, Stiftung für Konsumentenschutz

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6 Kommentare

Kommentar von anonymous9640 (#28803)

ist wie Pest oder Cholera, habe mit beiden schlechte Erfahrungen gemacht.
Das Problem des Schweizer Mobilfunkmarktes ist, dass die drei Grossen ihre Marktanteile relativ stabil haben und eigentlich damit zu frieden sind und sehr gut daran verdienen, dadurch hat keiner das Interesse die anderen wesentlich zu unterbieten mit den Preisen. Sprich Wettbewerb ist inexistent.

Kommentar von mbl (#28806)

Auch als ich noch bei Orange war, waren die neuen Angebote nicht wirklich attraktiver als die alten. Mein alter iPhone Vertrag aus den grauen iPhone 3G Zeiten (der erste seiner Art), konnte nie von den neuen Verträgen unterboten werden. Und die Verkäufer, welche mir ständig neue Verträge anbieten wollten, waren jedes Mal konsterniert, wenn sie feststellen mussten, dass ich mit dem neuen Vertrag schlechter fahren würde.

Und der neue Name… naja… wird sicher dumme Sprüche geben wie :

“Nimm Swisscom oder Sunrise, di angere si dS ALT” ;-)

Kommentar von sierra (#28807)

Naja wenn ich deren Homepage ansehe, weiss ich warum die noch weniger als Orange machen wollen. Es gibt nicht ein einziges China Handy wie z.B Huawei. Das orginellste war noch das B100 von Caterpiller. Der Rest bedeutungs-loser Samsung Müll. Es sollte eigentlich schon möglich sein Abo Preise einigermassen schnell zu finden.

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