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Road to WWDC 2014: iCloud, Hausautomation, Bezahllösung und iBeacons

Veröffentlicht am Montag, 02. Juni 2014, um 15:42 Uhr von Stefan Rechsteiner

In unserer Artikelserie «Road to WWDC» gehen wir den Gerüchten und Fakten zu den erwarteten Neuheiten zur WWDC 2014 nach. Heute Abend wird Apple in San Francisco während der Eröffnungs-Keynote iOS 8 und OS X 10.10 zeigen. Gut möglich dass auch neue Mac-Hardware vorgestellt werden könnte — oder vielleicht sogar tatsächlich ein neues Apple TV, ein iPhone 6 oder eine iWatch? Mit dem heutigen Artikel schliessen wir die Serie ab.

iCloud

Mit der quasi bestätigten Präsentation von iOS 8 und einem neuen OS X, wird es heute Abend mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit auch Neuigkeiten bezüglich iCloud geben. Apples nahtlos in die beiden Betriebssysteme integrierter Cloud-Dienst könnte heute erweitert werden.

Bereits etwas älteren Gerüchten zufolge entwickelte Apple eine iOS-Version der OS-X-Programme «TextEdit» und «Vorschau». Beide Applikationen können auf dem Mac Dateien in die iCloud speichern, derweil gibt es aber unter iOS keine Applikation, welche auf diese Dateien zugreifen kann. Mit einer TextEdit- und einer Vorschau-App für iOS soll dieses Manko behoben werden. Während die Apps auf dem Mac auch Dateien erstellen und bearbeiten können — von einfachen bis formatierten Text-Dateien über Bilder diverser Formate bis hin zu PDFs — sollen die iOS-Pendants derweil nur in der Lage sein, diese in der iCloud abgelegten Dateien auf den iDevices anzuzeigen.

Auch drei Jahre nach der Lancierung der «iCloud», ist die Anbindung von Apps an Apples Cloud-Dienst nach wie vor nicht frei von Schwierigkeiten und Hürden. Manch Entwickler kann darüber ein Klagelied singen. Apple optimierte seither die iCloud-Schnittstellen mit jedem OS-Release — so dürften die iCloud-APIs auch mit iOS 8 und der kommenden OS-X-Version (mutmasslich «OS X 10.10») verbessert und ausgebaut werden.

Im Vergleich zu Cloud-Konkurrenzprodukten darf der Speicherplatz, den iCloud seinen Nutzern bietet, kaum erwähnt werden. Es ist zwar sehr löblich, dass Apple allen Nutzern fünf Gigabyte für Backups und Dateien plus Speicherplatz für 1000 Fotos kostenlos zur Verfügung stellt, aber diese Speichermenge ist schlicht zu schnell aufgebraucht. Dabei kann zu einem «Premiumpreis», man kann es kaum anders nennen, zusätzlicher Speicherplatz dazu gemietet werden: Jährlich 20 Franken für 10 Gigabyte, 40 Franken für 20 Gigabyte und 100 Franken für 50 Gigabyte Speicherplatz. Konkurrenz-Produkte kosten weniger und bieten mehr Speicherplatz.

Eins zu eins lässt sich iCloud freilich nicht mit anderen Cloud-Diensten vergleichen. Für Geräte-Backups werden beispielsweise nicht 100% der Speichergrösse der iDevices fällig, da Apple Medien-Inhalte, die aus dem iTunes Store stammen nicht im Backup mit-sichert, sondern diese neu über den Store kostenlos zum Download anbietet. Gleiches gilt für die Fotos, welche nicht gesichert werden, stattdessen bietet iCloud eine Foto-Funktion, bei welcher die letzten 1000 Fotos automatisch gespeichert und mit anderen eigenen Geräten ausgetauscht werden.

Apple baut unentwegt an eigenen Datenzentren — es bleibt zu hoffen, dass Apple hier auch eine Verbesserung der Speicherkapazitäten der iCloud-Dienste mit einkalkuliert hat. Es gibt Gerüchte, wonach Apple den verfügbaren Speicherplatz pro iCloud-Benutzer signifikant erhöhen könnte. Es bleibt die Hoffnung, dass es sich dabei nicht um ein Wunschdenken eines Gerüchtekochs handelt.

Hausautomation

Die Verknüpfung des Haushaltes mit Technologie ist seit einigen Jahren ein Trend. Bisher eher ein Nischenmarkt, drängt die «Hausautomation» mit der anhaltenden Popularität von elektronischen Geräten wie Smartphones und Tablets immer mehr in den Fokus.

«Smart Homes» sind aktuell ein heisses Feuer im Silicon Valley, und Apple plant angeblich hier auch mitmischen zu können. Das iUnternehmen soll eine Plattform planen, mit welcher Haushaltgeräte gesteuert werden können. Das System soll angeblich heute zur WWDC vorgestellt werden.

Dem noch relativ jungen Gerücht nach, sollen Apples Anstrengungen entweder in die Richtung einer Plattform gehen, bei der das iOS-Gerät eine zentrale Station für alle Automationen wird, oder aber Apple arbeitet an einem Lizenzierung, ähnlich dem «Made for iPhone»-Programm, bei welchem Hausautomationssysteme für die Nutzung mit iOS-Geräten zertifiziert werden können. Apple würde dazu entsprechende Richtlinien für ein optimales Benutzererlebnis festlegen.

Wie genau diese Plattform oder dieses Zertifizierungs-Programm aufgebaut ist, ist noch nicht bekannt. Der Grossteil der Gerüchteküche ist sich derweil aber einig, dass Apple — sollte das Unternehmen tatsächlich etwas in diese Richtung unternehmen — keine eigenen Hausautomationsgeräte lancieren wird.

Mobile Bezahlmöglichkeit

Seit Jahren wird gerätselt, ob Apple bald auch zu einem Finanzdienstleister wird. Gerüchten zufolge arbeitet Apple seit längerem an einer Bezahllösung, bei welcher die «Apple ID» bzw. das iTunes-Konto eine zentrale Rolle spielen könnte. Auch ein entsprechend ausgerüstetes iPhone oder iPad wären Bestandteil dieser spekulierten Lösung. Kontaktlose Zahlungen soll dabei über die Smart-Devices abgewickelt werden. Die im vergangenen Jahr eingeführte Technologie «Touch ID» um den Fingerabdrucksensor im iPhone 5s soll eines der Sicherheitsmerkmale der mobilen Bezahlmöglichkeit von Apple sein.

Gut möglich aber, dass diese schon länger spekulierte Apple-Lösung erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt werden könnte. Zum Beispiel im Herbst, wenn mit dem erwarteten iPhone 6 auch eine dafür optimierte Hardware gezeigt werden könnte.

iBeacons

Vor einem Jahr ohne grosses Trara von Apple eingeführt, erlebte die Bluetooth-LE-Technologie «iBeacons» in den letzten Monaten immer mehr Beachtung.
Wie das Wall Street Journal gestern berichtete, soll Apple für die heute Keynote einige Neuigkeiten betreffend iBeacons im Köcher haben. Apple könnte die Entwickler während den WWDC-Workshops in dieser Woche nicht nur über iBeacons informieren und diese für die Entwicklung für diese Technologie begeistern versuchen, sondern heute während der Keynote auch neue Technologie-Details und -Funktionen sowie neue Partnerschaften mit anderen Firmen und weiteres bekanntgeben.

Spannende WWDC

Auch wenn die spekulierte iWatch, das iPhone 6 und ein neues Apple TV ziemlich sicher noch etwas auf sich warten lassen, mit den neuen iOS 8 und OS X 10.10, möglichen Neuigkeiten für iCloud und potentiellen neuen Macs wird die heutige WWDC-Keynote bestimmt einmal mehr ein sehr wichtiger Anlass für Apples Zukunft.

Wie gewohnt ist macprime.ch heute Abend wieder mit einem LiveTicker am Start. Wir sind live mit dabei und berichten wie gewohnt zeitnah und ausführlich über die Neuheiten aus dem Moscone Center in San Francisco.
Auch über unsere aktualisierte iPhone App lässt sich der LiveTicker verfolgen.

Apple selbst wird die Keynote ab 19 Uhr MESZ mit einem Live-Stream über den «Apple Events»-Sender auf Apple TV und über die Webseite für Macs und iOS-Geräte übertragen.

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Kategorie: Specials
Tags: API, Hausautomation, iBeacons, iCloud, iOS, iOS 8, mobiles Bezahlen, OS X, OS X 10.10, Preview, Road to WWDC 2014, Smart Home, Speicherplatz, TextEdit, Vorschau, WWDC, WWDC 2014

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