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Thunderbolt 3: 40 Gbps und USB-C-Anschluss

Veröffentlicht am Mittwoch, 03. Juni 2015, um 07:06 Uhr von Stefan Rechsteiner

Intel hat gestern die neue Generation des Hochleistungs-Interface «Thunderbolt» vorgestellt. Das neue «Thunderbolt 3» setzt nicht mehr auf den «Mini DisplayPort»-Anschluss, sondern auf den neuen, kleineren und reversiblen USB-C-Stecker und erlaubt Transferraten von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde.

Anlässlich der Computex 2015 hat Intel gestern eine dritte Generation des Thunderbolt-Interfaces vorgestellt. Der Anschluss, welcher zusammen mit Apple entwickelt wurde, kommt mit einer wesentlichen Änderung daher: Statt wie bisher auf den Anschlusstyp «Mini DisplayPort» zu setzen, wurde der Stecker an den neuen USB-Standard «Type-C» angepasst.

Der neue Thunderbolt-3-Anschluss: USB-C

Gleichzeitig unterstützt Thunderbolt 3 auch USB 3.1 Gen 2 und damit USB-Verbindungen bis zu 10 Gigabit pro Sekunde. Der Thunderbolt Transport-Layer wurde derweil gegenüber der Vorgängergeneration Thunderbolt 2 erneut verdoppelt: neu sind bi-direktionale, full-duplex-Verbindungen mit bis zu 40 Gigabit pro Sekunde möglich. Basierend auf dem «USB Power Delivery»-Standard ist ausserdem eine Stromversorgung des Gerätes mit einer Leistung von bis zu 100 Watt möglich. Für externe Geräte bietet Thunderbolt bis zu 15 Watt.

Zusammen mit der Erhöhung der Bandbreite unterstützt Thunderbolt 3 mit DisplayPort 1.2 neu bis zu zwei Bildschirme mit 4K-Auflösung bei 60 Hertz oder ein 5K-Display mit 60 Hertz über einen einzigen Anschluss. In der Spezifikation wird HDMI derweil nicht erwähnt — über einen Adapter sollen aber auch HDMI-2.0-Bildschirme unterstützt werden.

Thunderbolt-3-Slide von Intel

Der Chip von Thunderbolt 3 heisst «Alpine Ridge». Die USB-3.1-Unterstützung wird durch einen USB-3.1-Host-Controller in Alpine Ridge gewährleistet. Wie Intel mitteilt, benötigt ein Thunderbolt-3-Anschluss zwei PCIe-3.0-Leitungen.

Lancierung im Herbst

Das neue Interface ist nicht wie im Vorfeld vermutet an Intels nächste CPU-Architektur «Skylake» gebunden. Laut dem Halbleiterhersteller kann Thunderbolt 3 auch mit Broadwell-Chips genutzt werden. Trotzdem dürfte der neue Anschluss frühestens im Herbst, zusammen mit den neuen Skylake-CPUs, lanciert werden. Wahrscheinlich dürften die ersten Thunderbolt-3-Anschlüsse dann im Herbst in neuen mit Skylake-CPUs ausgestatteten MacBook Pro — und wohl auch in aktualisierten Mac Pro — anzutreffen sein.

Bandbreiten-Vergleich

Zum Thunderbolt-3-Start wird Intel selbst ein passives Thunderbolt-3-Kabel (ein USB-C-Kabel) anbieten. Dieses unterstützt Thunderbolt, USB 3.1 und DisplayPort 1.2 — jedoch nur mit einer maximalen Bandbreite von 20 Gbps. Derweil arbeitet man noch an einem aktiven Kabel mit bis zu 40 Gbps, jedoch ohne DisplayPort 1.2, wie Intel angekündigt hat. Ebenfalls entwickelt das Unternehmen ein aktives optisches Kabel für Thunderbolt 3,  welches wohl frühestens nächstes Jahr auf den Markt kommen wird und worüber keine weiteren Details genannt wurden.

Ein Anschluss sie alle zu knechten

Dank der Adaption des USB-C-Steckers bei Thunderbolt 3 kommt die «schöne neue Zukunft» des einen Anschlusses, «sie alle zu knechten», etwas näher. Der neue Anschluss USB-C hat dafür ein riesiges Potential. Er verspricht, dereinst alle Geräte mit nur einem einzigen Kabel verbinden zu können. Apple setzt beim neuen ultrakompakten 12-Zoll MacBook bereits auf den neuen Stecker — in äusserst radikaler Manier, denn es ist der einzige Anschluss des Computers.

Kategorie: Entwicklung
Tags: Apple, Intel, Light Peak, MacBook, Thunderbolt, Thunderbolt 2, Thunderbolt 3, USB, USB 3.1, USB 3.1 Gen 2, USB Type-C, USB-C

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