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Vor 33 Jahren: Apple geht an die Börse

Veröffentlicht am Montag, 16. Dezember 2013, um 14:18 Uhr von Stefan Rechsteiner

Am 12. Dezember 1980, weniger als vier Jahre nach der Vergesellschaftung des Unternehmens, wagte Apple den Sprung an die amerikanische Börse. Apple verkaufte 4.6 Millionen Aktien zu einem Preis von 22 Dollar je Schein. Schon am ersten Tag stieg der Aktienkurs auf 29 Dollar, womit Apple einen Marktwert von knapp 1.8 Milliarden Dollar aufwies. Damals wurden auf einen Schlag mehr als vierzig Apple-Mitarbeiter zu Millionären und Multimillionären. Viele der Angestellten waren damals noch sehr jung und hatten in den Jahren vor dem Börsengang grosse Aktienpakete zu äusserst tiefen Preisen erwerben können. Apples Aktieneinführung besass grossen symbolischen Charakter. Zum ersten Mal schaffte ein Garagenunternehmen aus dem Silicon Valley den Sprung an die Wall Street. Ausserdem war es der grösste Börsengang seit dem Jahr 1956, als Ford in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Somit wurde Apple für viele zu einem Sinnbild für die Verwirklichung des American Dream. Steve Jobs, der grösste Anteilhaber Apples, kam durch den Börsengang zu immensem Reichtum.

Als ich 23 war, hatte ich ein Nettoeinkommen von über einer Million Dollar. Mit 24 waren es mehr als 10 Millionen, und mit 25 hatte ich über 100 Millionen.
Steve Jobs

Obwohl Apples Börsengang ein voller Erfolg war und sich der Apple II damals hervorragend verkaufen liess (ca. 150’000 Exemplare bis dahin), blickte die Firma schwierigen Zeiten entgegen. Weitere kommerzielle Erfolge gelangen Apple erst in der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre wieder mit dem Macintosh und dem Mac-Office. Auch die ersten 1990er-Jahre waren erfolgreich und der Macintosh genoss so hohe Computer-Marktanteile wie danach nie mehr. Erst mit dem Erfolg von Microsofts Windows 3.1 und vor allem Windows 95 ging es mit Apple «bergab». Gegen 1996 war die Firma fast pleite — bevor Steve Jobs mit seiner Firma NeXT zu Apple zurückkehrte und der nächste Höhenflug mit dem iMac und Co. begann. Im Jahr 2000 wurde Apple wie alle Technologieunternehmen stark vom Platzen der «Dot-Com-Blase» getroffen — der Aktienkurs brach innert kürzester Zeit beträchtlich ein. Der Kurs dümpelte dann während vier Jahren immerzu bei ca. 10 bis 20 Punkten umher, bevor der Siegeszug der Abkürung «AAPL» an der NASDAQ-Börse einsetzte. Dank iPod+iTunes, Mac OS X, den neuen Intel-Macs und später dem iPhone und iPad erreichte die Apple-Aktien neue Sphären. Eindrücklich war insbesondere das Jahr 2012, als der Kurs von gut 420 US-Dollar innerhalb von nur 9 Monaten auf über 700 US-Dollar anstieg. Der Beispiellose Höhenflug wurde Mitte September nach der Vorstellung des iPhone 5 und iOS 6 abrupt gestoppt und bis Ende 2012 verlor der Kurs über 200 Dollar an Wert. Der Abwärtstrend ging auch in er ersten Hälfte 2013 weiter — das Papier sank auf bis 390 US-Dollar, bevor es in den letzten sechs Monaten wieder stetig bergauf ging. Vergangenen Donnerstag, am 12. Dezember 2013, schloss das Papier bei gut 560 US-Dollar — knapp 15’500 Prozent höher als noch vor 33 Jahren beim IPO. Auch der Marktwert lässt sich sehen: die Marktkapitalisierung stieg von 1.8 Milliarden US-Dollar beim IPO im Dezember 1980 auf 504 Milliarden US-Dollar am letzten Donnerstag.

Dieser Artikel enthält Ausschnitte aus der macprime.ch Apple History, Kapitel 4 «David gegen Goliath - Apple im Kampf mit IBM»

Kategorie: Apple
Tags: 1980, 2013, AAPL, Apple, Börse, DotCom Blase, Geschichte, IPO, NASDAQ, Technologiebörse

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