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WatchKit SDK und iOS-8.2-Beta: Neue Details zu Apples intelligenter Uhr

Veröffentlicht am Mittwoch, 19. November 2014, um 08:12 Uhr von Patrick Bieri

Apple hat in der Nacht auf heute eine erste Vorabversion von iOS 8.2 an registrierte Entwickler verteilt. Zeitgleich wurde auch das WatchKit SDK zum Download freigegeben: Entwickler können nun mit der Entwicklung von Programmen beginnen, die auf der Apple Watch zum Einsatz kommen sollen. Das SDK enthält zudem Informationen über die technischen Spezifikationen der Apple Watch.

Apple hat in der Nacht auf heute eine erste Vorabversion von iOS 8.2 für Entwickler zum Testen freigegeben. Das Build mit der Kennung «12D436» bietet weitere Verbesserungen für das mobile Betriebssystem von Apple.

WatchKit SDK: Entwicklungsumgebung für die Apple Watch

Zeitgleich mit der Veröffentlichung der iOS-8.2-Betaversion hat Apple Entwicklern auch das «WatchKit SDK» zum Download freigegeben. Mit Hilfe dieses SDK ist es den Entwicklern vorerst möglich, einfache Programme für die Verwendung auf der Apple Watch zu entwickeln. Solche Apps bestehen aus zwei Komponenten — zum einen eine «WatchKit Extension», welche auf dem verbundenen iPhone im Hintergrund läuft und zum anderen «ein Paket aus Benutzeroberflächen-Ressourcen», die auf der Apple Watch ausgeführt werden. Der eigentliche Code wird dabei auf dem leistungsfähigeren iPhone ausgeführt und auf der Apple Watch nur dargestellt. Die Uhr schickt dann entsprechende Informationen wiederum zurück zum iPhone für deren Weiterverwendung.

Mit diesem Prinzip könnte Apple eine Antwort auf die seit der Apple-Watch-Vorstellung offene Frage liefern, wie Apple sich den Lebenszyklus einer Apple Watch vorstellt. Insbesondere für die goldene Variante dürften die Käufer tief in die Tasche greifen müssen — solche Investitionen werden nicht alljährlich oder im zwei- oder drei-Jahres-Rhythmus getätigt. Smartphones hingegen werden alle zwei bis drei Jahre ausgetauscht — wenn nun die Watch salopp gesagt nur als Display für das verbundene iPhone dient, erhält die Uhr mit einem iPhone-Upgrade wieder neue Leistung.

Auch aus anderen Punkten aus dem SDK geht hervor, dass das «S1» genannte Hardware-System in der Apple Watch nicht umbedingt durch eine grandiose Leistung punkten wird. Animationen beispielsweise sollen wenn möglich durch eine Abfolge von statischen Bildern erzeugt werden.

Später in 2015 sollen Entwickler dann auch komplett native Apps für die Apple Watch entwicklen können.

Apple selbst sieht diverse Anwendungsbereiche, in welchen die Apple Watch zum Einsatz kommen könnte: Dazu zählen Benachrichtigungen, um das Licht im Haus auszuschalten oder Benachrichtigungen, um Fluginformationen auf der Apple Watch zu betrachten.

Unterschiedliche Bildschirm-Auflösung

Gemäss den Informationen aus dem SDK verfügen die beiden Modelle der Apple Watch über unterschiedliche Bildschirm-Auflösungen. Während die kleinere Apple Watch über einen Bildschirm mit einer Auflösung von 272 mal 340 Pixel verfügt, hat der Bildschirm der grösseren Apple Watch eine Auflösung von 312 mal 390 Pixel.

Die Entwickler sollen dementsprechend zwei verschiedene Versionen ihrer Programme entwickeln. Solange die dargestellten Inhalte auf beiden Bildschirmen gut aussehen, kann auch auf dieselben Ressourcen zugegriffen werden.

Für einzelne Icons hat Apple in den Richtlinien detaillierte Vorgaben erlassen, wie gross die Icons sein dürfen.

Neu ist auch bekannt, wie die vom Unternehmen eigens für die Apple Watch entworfene Schriftart heisst. Mit dem Namen «San Francisco» ist sie nicht nur eine Hommage an die Stadt im Silicon Valley, sondern auch auf eine der Original-Schriften auf dem Ur-Macintosh von 1984. Gestaltet von Susan Kare hörte die Ransom-Note-Schrift ebenfalls auf den Namen «San Francisco».

Apple Watch Screenshot mit den typographischen Stilen der neuen Apple-Schrift «San Francisco»

Grenzen zwischen Hardware und Software sollen vermischt werden

Mit der Apple Watch sollen die Grenzen zwischen Hardware und Software vermischt werden, wie Apple in den Richtlinien zur Apple Watch schreibt. Funktionen wie die digitale Krone oder Force Touch sollen für die Auflösung dieser Grenzen sorgen. Während die digitale Krone das zentrale Eingabeelement ist, erkennt die Apple Watch mit der Funktion Force Touch, ob das Gerät nur angetippt oder fest gedrückt wird.

Möglichst einfache Navigation

Alle Programme, die auf der Apple Watch angeboten werden sollen, müssen gemäss Apple auf den kleinen Bildschirm angepasst werden. Die Nutzer sollen schnell auf die Inhalte zugreifen können. Die Entwickler sollen darauf achten, eine möglichst einfache Navigation zu implementieren.

Kategorie: Software
Tags: Apple, Apple Watch, Entwickler, Entwicklung, Hardware, Intelligente Uhr, iOS, SDK, Software, Softwareentwicklung, WatchKit, WatchKit SDK

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