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Netatmo Wetterstation

4 Kommentare — Veröffentlicht am Donnerstag, 10. Dezember 2015, um 09:42 Uhr von Stefan Rechsteiner

Mit der Wetterstation von Netatmo kann «das Wohlbefinden optimiert» und «die Umwelt entdeckt» werden. Dies zumindest verspricht der Hersteller. Die Station misst verschiedene Werte des Klimas in der Wohnung und in der Umgebung. Wir haben die Smart-Home-Wetterstation über die vergangenen Monate getestet.

Der Name deutet es bereits an: Die «Netatmo Wetterstation» informiert den Nutzer über das Wetter in der Region. Dazu besteht das Gadget aus zwei Stationen — einem Innen- und einem Aussen-Modul. Doch dieses Gadget kann noch mehr: nicht nur misst das Aussenmodul die Aussentemperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit und den CO2-Gehalt in der Aussenluft und führt darüber Protokoll. Weiter misst das Innenmodul zusätzlich auch die Innentemperatur, die Innenluftfeuchtigkeit, die CO2- und die Lärmbelastung in der Wohnung. All diese Daten werden laufend aufgezeichnet und sind jederzeit über eine iOS-App oder über die Webseite des Herstellers via einem persönlichen Profil abrufbar. Die Daten der Aussenstation können dort sogar für die «Netatmo World Map» freigegeben werden, sodass jedermann von den lokalen Wetteraufzeichnungen profitieren kann. Ein Blick auf die Karte zeigt: in der Schweiz stehen viele Netatmo-Wetterstationen — das führt zu einer flächendeckenden Wetterkarte, auf welcher man sich sehr lokal nach der derzeitigen Wetterlage informieren kann.

Bei den beiden Modulen handelt es sich um kleine Zylinder aus wetterfestem Aluminium und UV-beständigem Kunststoff. Der Durchmesser dieser Zylinder beträgt gerade einmal 4.5 Zentimeter. Das Innenmodul misst in der Höhe 15.5 Zentimeter und das Aussenmodul 10.5 Zentimeter.

Während das Indoor-Modul über ein USB-Kabel mit Strom versorgt werden muss, läuft das Aussenmodul mit handelsüblichen AAA-Batterien. Das Aussenmodul kann deshalb auch an einem Ort platziert werden, bei dem es kein Stromstecker in der Nähe hat — jedoch muss es sich noch in der Reichweite der eigenen WLAN-Station befinden, denn die Module kommunizieren miteinander und mit der persönlichen Wetterdatenbank auf netatmo.com über das lokale Wi-Fi.

Die Netatmo Wetterstation kann einfach und schnell eingerichtet werden. Dazu muss einzig auf netatmo.com ein persönliches Benutzerkonto eröffnet werden, danach die Station mit einem Computer verbunden werden und in einem Installations-Assistenten zwei, drei Einstellungen wie WLAN-Angaben und geografische Position der Station vorgenommen werden — schon läuft die Station.

Es können bis zu drei zusätzliche Module pro Station betrieben werden, so können zusätzlich zu dem bereits gegeben Innen- und Aussen-Modul noch zwei weitere Module — wahlweise draussen oder drinnen — aufgestellt werden.
Weiter kann auch ein Regenmesser und ein Windmesser zur Station hinzugefügt werden. Letzterer ist zwar angekündigt, wird derzeit aber noch nicht ausgeliefert.

Leider verfügen die Module selbst über kein Display, auf welchem die aktuellen Wetterdaten abgelesen werden könnten — dazu ist immer die Smartphone-App oder ein Browser vonnöten. Drückt oben auf das Innenmodul, wird aber sofort die CO2-Messung durchgeführt und die aktuelle Luftqualität mittels einem Licht angezeigt — grün für «sehr gute», gelb für «durchschnittliche» und rot für «kritische» Werte.

Die Genauigkeit der Daten konnten wir aufgrund fehlender Vergleichswerte leider nur begrenzt überprüfen. Berichte anderer Nutzer aber besagen, dass die Werte sehr genau sein sollen — einzig bei der Luftfeuchtigkeit haben wir Unterschiedliches gehört.

Alle Daten werden vorzu in der persönlichen Wetterdatenbank auf netatmo.com aufgezeichnet. Die Werte können jederzeit auf der Webseite im persönlichen Profil oder über die iOS-, Android- und Windows-Phone-App eingesehen werden. Dort werden die aktuellen Daten angezeigt, sowie die Vergangenen anhand von Diagrammen.
Ebenfalls angezeigt wird eine detaillierte Wettervorhersage eines Wetterdienstes für die nächsten 7 Tage.

Das «Killer-Feature» der Station ist ganz klar eben diese Möglichkeit, eine Fülle an verschiedenen Wetterdaten automatisch aufzuzeichnen und sie dem Besitzer jederzeit und von überall her — wo Internet vorhanden ist — verfügbar zu machen.

Dieses Smart-Home-Gadget ermöglicht dank seiner Internet-Anbindung und cleveren Funktionen natürlich nicht nur das Aufzeichnen der Daten, sondern auch das Weiterverwenden dieser.
Übersteigt beispielsweise die CO2-Konzentration in der Wohnung die gesunden Werte, wird eine Push-Meldung abgefeuert und man kann entsprechend Lüften, sodass sich die Luftqualität drinnen wieder verbessert. Auch im Freien misst das Gerät die Luftqualität — jederzeit kann so der beste Zeitpunkt für körperliche Aktivitäten im Freien ermittelt werden. Mittels einer intelligenten IFTT-Anbindung können die Daten sogar noch gezielter genutzt werden. Verfügt man über noch andere Smart-Home-Gadget wie beispielsweise einen remote ein- und ausschaltbaren Stromstecker, kann eine Aktion eingerichtet werden, die wenn es in der Wohnung zu kalt wird beispielsweise automatisch die Heizung anschaltet, oder wenn es zu warm wird die Lüftung und so weiter.

Fazit

Die Netatmo Wetterstation ist mit 210 Franken etwas teuer. Dank modernem Design, einer Vielfalt an Daten und dem Überall-und-Jederzeit-Zugriff auf die Aufzeichnungen mittels schöner App und ausführlichem Online-Zugriff macht es grossen Spass, das Klima in der eigenen Wohnung oder im Büro zu messen, aufzuzeichnen und die Daten weiter zu nutzen. Diese empfehlenswerte Wetterstation ist nicht nur etwas für Wetter-Verrückte.

Pros und Cons

  • Guter Funktionsumfang
  • Schönes Design
  • Einfache Nutzung
  • Schön gestaltete App
  • Push & IFTTT-Integration
  • Nicht ganz günstig
  • Keine direkte Anzeige z.B. der Temperatur

Weiterführende Links

Bildergalerie

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Tags: Android, App, App Store, Apple, IFTT, iOS, iPad, iPhone, iPod touch, Netatmo, Push-Mitteilung, Wetter, Wetterstation, Windows Phone

4 Kommentare

Kommentar von Jürg Hölzle (#29285)

Ich besitze eine Netatmo-Wetterstation seit Mitte 2013; den Regenmesser kaum ein Jahr später dazu.

Ich bin sehr zufriednen damit. Meine Hauptanwendung ist die Aufzeichnung und Auswertung von Wetterdaten, da es bei meinem Wohnort kaum verfügbare Wetter- und Klimadaten gibt.

Die Batterien im Aussenmodul mussten erst nach 2 Jahren gewechselt werden. Auch bei Ausfall der Internetverbindung, kann die Station die Daten für eine längere Zeit speichern, sodass wenig verloren geht.

Kommentar von schn0rkel (#29286)

Ich verwende meine Netatmo Station seit Jahren. Ich bin äusserst zufrieden damit - nie Ausfälle, Null Probleme. Ich habe aktuell die Station, zwei Innensensoren, den Aussensensor und das Regenmodul. Bald kommt auch noch der Windmesser dazu.

Vor einigen Monaten habe ich begonnen, das ganze mit IFTTT zu koppeln. z.B. steure ich über den Sensor im Keller und via einem Wemo Switch den Ölradiator im Keller. Und ich lasse mich per Twitter Nachricht darüber informieren, wenn die Aussentemperatur unter 3 Grad sinkt, damit ich morgens früher aufstehe, um die Autoscheibe abkratzen zu können.

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