AirTag: Besserer Stalking-Schutz und bald App für Android

Apples in die AirTag eingebauter Schutz vor Stalking ist nicht über alle Tadel erhaben. Zwar hat Apple bei den neuen Tracking-Devices einiges in den Schutz investiert, dennoch gingen Apples Anstrengungen einigen nicht weit genug. Ist ein AirTag von seinem eigentlichen Besitzer getrennt, beginnt es nach drei Tagen zu piepsen, wenn das AirTag Aufmerksamkeit erhält – beispielsweise wenn es bewegt wird. Wer ein iPhone besitzt, erhält bereits nach ein, zwei Stunden eine Nachricht, dass wohl ein fremdes AirTag mitgeführt wird. Auf einem Android-Smartphone jedoch gibt es keine Benachrichtigung – Nutzer solcher Geräte müssen aktiv das AirTag scannen um mehr Informationen darüber zu erhalten.

Gegenüber CNET hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass mit einem Firmware-Update für das AirTag die Zeit verkürzt wird, die verstreichen muss, bis sich das fremde AirTag bemerkbar macht. Konkret wird sie von 72 auf 24 Stunden verkürzt. Das Update wird seit Donnerstag ausgerollt. Es installiert sich ähnlich der Firmwares der AirPods selbstständig im Hintergrund – manuell kann die Installation nicht ausgelöst werden.

ℹ️ Auf AirTag installierte Firmware-Version anzeigen lassen

Welche Firmware-Version auf einem persönlichen AirTag installiert ist, kann in der «Wo ist?»-App angezeigt werden. Dazu in der App in die «Objekte»-Ansicht wechseln, dort den gewünschten AirTag auswählen. In der Detail-Ansicht mit einem Tap auf den Namen die Anzeige des letzten Finden-Zeitpunktes und dem Batterie-Status wechseln – nun wird die Serien-Nummer und die Firmware-Version angezeigt.

Die erste Version der Firmware war 1.0.225. Die nun veröffentlichte neue Firmware trägt die Nummer 1.0.276.

Weiter will Apple für Android eine App anbieten, die nach der Installation ähnlich der «Wo ist?»-App auf dem iPhone vor untergejubelten AirTags warnt. Wie genau Apple Android-Nutzer, die sonst nichts mit dem Mac-Hersteller zu tun haben, von der Installation der App überzeugen möchte, bleibt eine offene Frage. Immerhin ist Apple aber gewillt entsprechend beunruhigten Nutzern eine bessere Lösung zu bieten. Wann genau die App erscheinen wird ist noch nicht bekannt, Apple hat sie aber noch für dieses Jahr angekündigt.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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