Apple wird Aperture und iPhoto einstellen — neue «Fotos»-Lösung kommt 2015

Die an der WWDC gezeigte «neue Foto-Lösung für OS X» mit dem schlichten Namen «Fotos» wird, so hat Apple nun bestätigt, Aperture und iPhoto ersetzen.

Stefan Rechsteiner

Schon seit längerem wird über die Zukunft von Apples professionellem Foto-Verwaltungssoftware «Aperture» spekuliert. Vor über vier Jahren wurde die letzte grosse Aktualisierung veröffentlicht — Aperture 3. Seither gab es nur kleinere Updates für die beliebte Foto-Software.

An der WWDC-Keynote Anfang Juni sah man es bereits kommen: Apple arbeitet an einer ganz neuen Foto-Lösung für den Mac. «Fotos» soll die App heissen und 2015 auf den Markt kommen. Was seither spekuliert wird, hat Apple nun gegenüber TechCrunch bestätigt: Aperture wird eingestellt, «Fotos» soll die Profi-Software ersetzen. Auch die OS-X-Version von «iPhoto» soll durch das neue Produkt ersetzt werden.

Laut den Angaben von Apple, werden alle Foto-Bibliotheken, die von Aperture und iPhoto verwaltet wurden, von «Fotos» übernommen werden können. Auch arbeite das Unternehmen mit Adobe zusammen, damit auch für Lightroom-Nutzer eine Upgrade-Möglichkeit bestehe. Wie TechCrunch weiter berichtet, werde Apple im Herbst für Aperture noch ein Kompatibilitätsupdate für das kommende OS X Yosemite veröffentlichen, ansonsten sei die Entwicklung an der Software eingestellt worden.

Vorschau auf «Fotos» für OS X (Foto: TechCrunch/Apple)

Das neue «Fotos»-Programm soll eine Vielzahl der Funktionen aus Aperture und iPhoto enthalten. Gleichzeitig sei «Fotos» dahingehend Entwickelt worden, optimal von der neuen «iCloud Photo Library» Gebrauch zu machen. Diese erweiterte iCloud-Funktion wird mit iOS 8 und OS X Yosemite im Herbst eingeführt. Nach wie vor steht «Fotos» in einem frühen Entwicklungsstadium, Apple hat das Programm erst für das nächste Jahr angekündigt. TechCrunch erhielt von Apple aber ein Bild, wie «Fotos» auf dem Mac aussieht. An der WWDC-Keynote gewährte Apple bereits eine kleine Vorschau auf das kommende Programm.

Wie es mit der iOS-Version von «iPhoto» weiter geht, wenn dessen Original auf dem Mac eingestellt wird, ist noch unklar.

6 Kommentare

Profilfoto von benz

Kommentar von benz

Hoffen darf man ja… Für eine Firma, die ihre Hardware eng mit eigener Software verzahnt, frage ich mich schon, ob Apple eine verlässliche und planbare Zukunft für professionelle Anwender bietet…

Abgesehen von FinalCut gibt es keine Software, die wesentlich überarbeitet wurde. Und auch der Start dieser Software lief alles andere als “professionell”. LogicPro X bekam zwar eine renovierte Oberfläche, neue Features richten sich eher an Garageband-Switcher, als an ernsthafte Musiker. Von der Server-Umgebung möchte ich gar nicht beginnen zu schreiben. Mittlerweile laufen bei mir alternative Hard- und Softwareprodukte, die sich besser skalieren lassen, als die bestehende Server-Version des Mac OS X Betriebssystems… Och, und dann wäre da ja noch Pages und Konsorten… schauder

Freuen wir uns doch auf das kommende iPhone/iOS und hoffen, dass auch hier Apple nicht vollends der Illusion erlegen ist, im Mobilbereich DIE Innovationskraft zu sein… Auch diese Medaille kann sich die Kompanie aus Cupertino längst nicht mehr umhängen.

Ach und diese endlose Geschwafel über eine iWatch…

Apple ist in vier Jahren pleite, wetten? ;-)

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Kommentar von bertme

Und ich wünsche mir nur, dass die Bildbibliothek einfach auch auf einer NAS oder TC ausgelagert werden kann. Meine SSD neigt sich bald dem Ende zu wegen iPhoto und 90GB auf die iCloud verschieben möchte ich einfach nicht. Zumal ich immer noch der Meinung bin, dass es erstmal vernünftige Infrastrukturen (im Netz, wie aber auch zu Hause; Stichwort WLAN) braucht, um alles über “die Cloud” abzuwickeln.

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