Apple-Manager: USB-C kommt aufs iPhone, iMessage nicht auf Android, Touch-Screen vielleicht auf den Mac

Die beiden hochrangigen Apple-Manager Craig Federighi (Software-Entwicklungs-Chef) und Greg «Joz» Joswiak (Marketing-Chef) haben in der Nacht auf heute am «Tech Live»-Event des Wall Street Jorunal teilgenommen. In einer gut halbstündigen Diskussion mit Journalistin Joanna Stern wurde eine breite Palette an Themen besprochen.

Stefan Rechsteiner

Die mittlerweile auch von der letzten Instanz – den Mitgliedsstaaten – abgesegnete neue Regelung innerhalb der EU, dass per Ende 2024 Geräte wie Smartphones mit einem USB-C-Anschluss ausgestattet werden müssen, betrifft logischerweise auch Apple. Ebendiesen Fakt bestätigte Joswiak, der mit seiner Aussage indirekt bestätigte, dass das iPhone spätestens mit der übernächsten Generation zur USB-C-Buchse wechseln wird. Aktuellen Gerüchten zufolge könnte dies nächstes Jahr mit dem iPhone 15 der Fall sein.

Als Stern die beiden Apple-Manager fragte, ob die Mac-Plattform je Touch-Screens erhalten werde, winkte Federighi nicht wie bisher immer direkt ab, sondern sagte schlicht: «Who’s to say? (Wer kann das schon sagen?)».

Auch wurden während dem Interview weitere Themen besprochen. Thematisiert wurde das Tempo der Innovationen beim iPhone angesprochen, warum iPadOS keine Apple-eigene «Rechner»-App hat, die Kontroverse über die Rückkehr aus dem Home-Office ins Büro für Apple-Angestellte, der Chip-Wechsel hin zu Apple Silicon bei der Mac-Plattform und das Thema Datenschutz.

Auf die Frage hin, warum es Apples Mitteilungs-Dienst iMessage nicht auch für Android gibt, sagte Federighi, dass dies «der Welt keinen Dienst tun» würde. Wenn Apple in einen Markt eintrete und eine App entwickeln wollte, muss ebendiese App «einen echten Unterschied» machen – also «sehr viele Personen die App nutzen» und «ein grossartiges Benutzererlebnis» ermöglichen. Würde Apple einfach eine App veröffentlichen, die auf anderen Plattformen «keine kritische Masse erreicht», hätte «uns das bei all den Innovationen behindert», die Apple bei iMessage für die Nutzerinnen und Nutzer machte, so Federighi. «Das hätte nicht viel gebracht» und iMessage auf Android wäre ein «Wegwerfprodukt».

Eine Aufzeichnung des gut halbstündigen Interviews kann auf dem Twitter-Account des Wall Street Journal oder auf YouTube nachgeschaut werden.

«Apple on iPhones, Chips, Privacy, Working From Home and More» (Apple)
Gönner-Abo

Ab CHF 5.– im Monat

👉🏼 Wir benötigen deine Unterstützung! Unterstütze macprime mit einem freiwilligen Gönner-Abo und mache die Zukunft unseres unabhängigen Apple-Mediums aus der Schweiz mit möglich.

macprime unterstützen