Bericht: EU plant Pauschalabgabe statt Digitalsteuer

Im seit Jahren schwelenden Streit um eine «EU-Digitalsteuer» zeichnet sich angeblich ein Kompromiss ab: Wie die Financial Times berichtet, erwägt die EU-Kommission statt einer gezielten Steuer auf digitale Dienstleistungen eine jährliche Pauschalabgabe für sämtliche Grosskonzerne – unabhängig von der Branche. Davon betroffen wäre auch Apple mit seinem milliardenschweren Dienste-Geschäft.

Grundlage der Digitalsteuer ist der Vorschlag «Corporate Resource for Europe (CORE)», der jährlich insgesamt 60 Milliarden Euro in den EU-Haushalt bringen soll. Der bisher vorgesehene Schwellenwert von 100 Millionen Euro Jahresumsatz soll angehoben werden, damit mittelgrosse europäische Unternehmen verschont bleiben. Zudem will Brüssel gemäss dem Bericht mit dem branchenunabhängigen Ansatz einen Handelskonflikt mit der US-Regierung vermeiden, die bei einer reinen Digitalsteuer mit Strafzöllen gedroht hatte.

Wie hoch die Abgabe pro Konzern ausfallen würde, ist noch nicht bekannt – zunächst müssen sich die 27 Mitgliedsstaaten einstimmig auf das Prinzip einigen.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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