Blick in die Apple-Fabrik in Irland

Apple gewährte einer Zeitung einen Rundgang durch die irischen Fertigungshallen des Unternehmens in Cork. In der irischen Stadt beschäftigt das Unternehmen über 4000 Mitarbeiter, so viele wie sonst nirgends ausserhalb der USA.

Stefan Rechsteiner

Nirgends ausserhalb der USA beschäftigt Apple an einem Ort so viele Mitarbeiter, wie in Cork, Irland. In der grössten Apple-Niederlassung ausserhalb der USA arbeiten über 4000 Personen für Apple. Hier sind technischer Support, Vertrieb und Kundenbetreuung angesiedelt. Ausserdem befindet sich hier der einzige Produktionsstandort, der noch Apple gehört. Das Unternehmen lud die irische Zeitung «Irish Examiner» zu einem Rundgang durch die Fertigungshallen ein.

In Cork werden iMacs gefertigt. Das war aber nicht immer so. Ende der 1990er-Jahre verlagerte der Mac-Hersteller die Fertigung der iMacs von Irland nach Asien. Vor drei Jahren begann der Konzern, wieder einige Produktionen zurück in die USA — und nach Irland — zu holen. Während die Produktionslinien in den USA von Auftragsfertigern übernommen wurden, setzt Apple in Cork auf die bestehenden eigenen Einrichtungen — «Assembled in Ireland».

In Irland produziert Apple nicht nur iMacs, sondern wickelt auch einen grossen Teil der internationalen Geschäfte ab. Die Tochtergesellschaft steht deshalb auch unter Beobachtung der Europäischen Kommission. Diese überprüft seit längerem, ob Apple am irischen Standort von illegalen Steuervergünstigungen profitiert. Berichten zufolge droht dem Unternehmen eine Rückzahlung in Milliardenhöhe — Apple selbst warnte jüngst vor «materiellen» Nachsteuern.

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