Heute Abend Apple-Quartalszahlen: Mac- und iPhone-Verkäufe im Fokus

Heute am späten Abend wird Apple seine Geschäftszahlen vom vergangenen Fiskalquartal «Q4 2016» vorlegen und gleichzeitig auch das Fiskaljahr 2016 abschliessen.

Stefan Rechsteiner

Die Sommermonate Juli bis September sind für Apple traditionsgemäss eher schwächer aufgestellt. Das Gross der iPhone-Interessierten wartet in diesen Monaten auf die neuen Modelle und kaufen entsprechend nicht viele Geräte. Die neuen Modelle kommen dann jeweils in den letzten Tagen des Sommer-Quartals auf den Markt und tragen entsprechend nur noch marginal zu den Quartals-Ergebnissen bei.

Erneut wird die heutige Bekanntgabe der Apple-Geschäftszahlen der letzten drei Monate mit sehr grosser Spannung erwartet. Nach zwei Quartalen, in denen der iPhone-Absatz im Vergleich zum Vorjahr erstmals in der Geschichte rückläufig war, sind die Marktbeobachter gespannt wie sich die Verkaufszahlen im Sommer entwickelt haben.

Es bleibt auch abzuwarten, ob Apple sich detaillierter über die Verkaufszahlen der neuen iPhone-7-Modelle äussern wird. In diesem Herbst hat Apple erstmals keine Vorverkaufszahlen mehr genannt. Diese Zahlen würden die Realität nicht widerspiegeln, so Apple, da die Nachfrage immerzu grösser sei als das Kontingent.
Vergangenes Jahr verkaufte Apple im Q4 62.54 Millionen iPhones.

Ebenfalls genauestens beobachtet werden Apples Geschäftszahlen auf dem chinesischen Markt. Auf dem grossen und wichtigen, aber auch angeschlagenen Markt hatte Apple zuletzt mit Problemen zu kämpfen.

Im Fokus dürften heute für einmal auch wieder die Mac-Verkäufe liegen. Es bleibt spannend, wie sehr sich Apples Mac-Miserie sich auf die Verkaufszahlen niederdrückte. Fast alle Mac-Computer wurden bereits seit langer Zeit nicht mehr aktualisiert — das Vorzeige-Modell «Mac Pro» beispielsweise seit fast drei Jahren nicht mehr. Dieses Fehlen neuer Modelle dürfte dem Mac-Absatz im vergangenen Monat nach einigen guten Jahren ein sattes Minus verschafft haben. Analysten gehen von einem Absatzminus von bis zu 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal aus.

Auch der Ausblick auf das nun angelaufene Weihnachtsquartal «Q1» darf mit Spannung erwartet werden. Mit dem Start eines neuen Fiskaljahres könnte Apple womöglich auch das Reporting anpassen. Nicht ausgeschlossen ist, dass Apple so im Januar erstmals auch über Apple-Watch-Verkaufszahlen informieren wird. Auch beim iPod listete Apple erst ein Jahr nach der Einführung dessen Verkaufszahlen einzeln im Geschäftsbericht auf.
Die Apple-Watch-Zahlen werden bisher in den Geschäftszahlen in einer Sammelkategorie mit Apple TV, iPod, Displays und anderen Geräten und Zubehör-Produkten zusammengefasst.

Klar bleibt aber erneut: Auch wenn der iPhone-Absatz nicht mehr ein solches Wachstum verzeichnen kann, wie in den vergangenen Jahren, steht ausser Zweifel, dass Apple auch heute wieder Geschäftszahlen in Milliarden-Höhe vermelden wird. Ob es aber erneut über 11.1 Milliarden US-Dollar Gewinn werden wie im Q4 2015 bleibt abzuwarten.

Erwartete Zahlen

Vor einem Jahr verbuchte Apple zwischen Juli und September Einnahmen in der Höhe von 51.5 Milliarden US-Dollar. Damals ein Plus von 22.26 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (Q4 2014). Der Gewinn betrug 11.1 Milliarden — ein Plus von 130.59 Prozent gegenüber Q4 2014.

Analysten gehen für das vergangene Sommer-Quartal von einem Umsatz um 46 bis 47 Milliarden US-Dollar aus — die Spannweite der bekanntesten Analysten liegt mit zwischen knapp 46 und gut 48 Milliarden US-Dollar denkbar eng beeinander.

Apple selbst prognostizierte im August für das vergangene Quartal einen Umsatz im Bereich von 45.5 bis 47.5 Milliarden US-Dollar.

Vor einem Jahr setzte Apple im gleichen Zeitraum, also in den Monaten Juli bis September, 51.5 Milliarden US-Dollar um und erwirtschaftete 11.1 Milliarden US-Dollar. Apple schätzt entsprechend ein weiteres Quartal mit einem Wachstumsminus ein — in der Höhe von minus 7 bis minus 11 Prozent.

macprime.ch wird heute Abend ab 22:30 Uhr wie gewohnt ausführlich über die neuen Geschäftszahlen von Apple berichten.