HomeView, Apple TV 4K und HomePod mini 2: Alle neuen Details
Was seit der Vorstellung von HomeView & Co. bekannt wurde
Seit der Vorstellung von Apples neuem Smart-Home-Hub «HomeView» sowie dem neuen Apple TV 4K und dem HomePod mini 2 sind zahlreiche weitere Details bekannt geworden – von den Wandhalterungen und Reparaturpreisen über die eingeschränkte App-Unterstützung bis zur Frage, welche Geräte die neue «Siri AI» erhalten. Eine Übersicht.
Inhaltsverzeichnis
Apple hatte am 13. Oktober 2026 den neuen Smart-Home-Hub «HomeView» sowie das neue «Apple TV 4K» und den «HomePod mini 2» vorgestellt. Seither sind über Apples Spezifikations- und Support-Seiten, Fussnoten, Stellungnahmen und ersten Hands-on viele weitere Informationen ans Licht gekommen.
HomeView
Wandmodell: Gleicher Preis, weniger Lautsprecher
Beide Varianten kosten 299 US-Dollar resp. 299 Pfund, obwohl der Wand-Variante der Sockel mit dem nach unten gerichteten Tieftöner und den beiden «kraftkompensierenden» Passivradiatoren fehlt. Sie muss mit den zwei Breitbandtreibern im Display auskommen, deren Computational Audio gemäss Apple aber auf die Wandmontage abgestimmt sei. Zudem liegt beim Tischmodell ein farblich passendes USB-C-Kabel und ein 30-Watt-Netzteil bei – beim Wandmodell gibt es nur das Gerät selbst.
Drei Halterungen von Schneider Home – eine erst später
Für die Wandmontage bietet Apple drei Halterungen von «Schneider Home» an: den «Power Mount USB-C Wall Connector» für 59.95 US-Dollar zur Selbstmontage (mit fix angebrachtem USB-C-Kabel, ein Netzteil mit mindestens 20 Watt muss aber vorhanden sein), den «Power Mount AC Wired» für 79.95 US-Dollar mit Anschluss ans Hausnetz (Montage durch Elektriker empfohlen, in den USA bietet «ADT» die Installation an) sowie später kommend den «Power Mount PoE Wired» für 129.95 US-Dollar, der HomeView per Ethernet-Kabel mit Strom und Netzwerk versorgen soll. Eine VESA-Halterung gibt es nicht: Der USB-C-Anschluss sitzt mittig auf der Rückseite, daneben ein eigener Montagepunkt. Weitere Halterungen von Drittherstellenden dürften indes bald folgen.
Gesichtserkennung ohne Face ID – das iPhone als zweiter Faktor
HomeView hat kein Face ID, sondern erkennt Personen anhand der Stimme oder über die «Center Stage»-Kamera – und diese hat keinen Tiefensensor wie die TrueDepth-Kameras von iPhone und iPad. Damit persönliche Inhalte erscheinen, muss gemäss Apple zusätzlich ein registriertes iPhone oder iPad mit Apple Intelligence und aktivierter Siri AI im Heim-WLAN sein – und kürzlich entsperrt worden sein. Eine Apple Watch reicht dazu nicht. Apple begründet den Verzicht auf echte Biometrie auch beim HomeView damit, dass das eigene Zuhause grundsätzlich als sicherer Ort gelte.
Ausnahme bei WLAN-Verlust, Secure Exclaves und *Private Cloud Compute
Verliert das gekoppelte iPhone die WLAN-Verbindung, können persönliche Daten weiterhin sichtbar bleiben, sofern das iPhone kürzlich im selben Netz war, über eine Mobilfunk-Verbindung verfügt, am selben Ort ist und kürzlich entsperrt wurde. Kamera- und Mikrofondaten verarbeitet der «A18»-Chip in sogenannten «Secure Exclaves»; also den von anderen Apple-Geräten bekannten abgeschotteten Bereichen auf dem Chip, auf die laut Apple weder das OS, noch Apps oder Nutzende sowie auch Apple selbst nicht zugreifen können. Siri-Anfragen werden auf dem Gerät oder über «Private Cloud Compute» verarbeitet.
Was Gäste und Personen ohne iPhone können
Auch ohne Apple-Intelligence-fähiges iPhone lässt sich auf HomeView die neue Siri AI für allgemeine Wissensfragen nutzen – nur Anfragen mit persönlichem Kontext setzen ein AI-fähiges persönliches iPhone voraus. Gäste können Smart-Home-Zubehör steuern, das Wetter abfragen, Timer stellen und Musik abspielen sowie per AirPlay über eine direkte Peer-to-Peer-Verbindung Audio auf HomeView streamen.
15 vorinstallierte Apps – kein App Store
Gemäss Apples Spezifikationsseite sind 15 Apple-Apps fest integriert: «Alarms (Wecker)», «Calendar (Kalender)», FaceTime, «Find My (Wo ist?)», «Home», «Intercom», «Messages (Nachrichten)», «Music (Musik)», «Podcasts», «Reminders (Erinnerungen)», Safari, «Settings (Einstellungen)», «Timers», «Weather (Wetter)» und «World Clock (Weltuhr)». Einen dedizierten App Store für HomeView gibt es nicht.
Drittanbieter-Apps über das CarPlay-Framework
Weitere Apps erscheinen ähnlich wie bei CarPlay vom gekoppelten iPhone – darunter Apples eigene Apps «Apple Music Classical», «Apple News» (nur in englischsprachigen Ländern verfügbar), «Apple TV» und «Audiobooks (Hörbücher)» sowie Audio-Apps wie Spotify oder Audible. Laut Apples Developer-Seite sollen bestehende CarPlay-Audio- und -Video-Apps ohne Anpassungen laufen, sie benötigen aber das übliche CarPlay-Entitlement, welches Apple manuell prüft und vergibt. Auch CarPlay-taugliche iOS-Widgets lassen sich darstellen. Entsprechende CarPlay-Apps sollen nach der Einrichtung automatisch auf HomeView erscheinen.
Videos nur mit iPhone in der Nähe
Apple TV, Hörbücher, Apple Music Classical und Apple News+ laufen nicht nativ auf HomeView, sondern nur mit einem iPhone in der Nähe. Die entsprechende Fussnote in Apples Pressemitteilung lautet: «Select apps require a paired and compatible iPhone nearby. (Ausgewählte Apps erfordern ein gekoppeltes und kompatibles iPhone in der Nähe.)» Abgesehen von Apple TV gibt es bislang keine CarPlay-Video-Apps – YouTube, Netflix oder Disney+ fehlen deshalb vorerst; solche Videos lassen sich bis auf Weiteres aber über Safari schauen.
Zifferblätter: Von Snoopy bis Kamera-Feeds
Benannt hat Apple bisher die Zifferblätter «Photos (Fotos)», «Flow», «Snoopy», «Calendar (Kalender)», «Weather (Wetter)», «Home Modular» und «Home Camera». Letzteres soll bis zu neun Kamerastreams gleichzeitig zeigen. «Flow» reagiert auf Bewegungen im Raum, «Snoopy» auf Tageszeit, Wetter, Sportereignisse und Feiertage, und einige Zifferblätter wechseln ihr Aussehen vom Morgen zum Abend.
UI reagiert auf Distanz
Die Oberfläche von HomeView passt der Distanz an: Aus der Ferne zeigt sie weniger, dafür grössere Informationen, beim Näherkommen mehr Details.
Rezepte, Spiegel und Handoff
Rezepte aus Safari lassen sich per Handoff (iPhone nahe an das Gerät halten und Inhalt übermitteln) auf HomeView übertragen und über «Start Cooking» Schritt für Schritt abarbeiten – auch per Sprache und mit mehreren Timern gleichzeitig. Per Handoff wandern zudem Songs, Podcasts, Anrufe und Videos vom iPhone auf das Gerät. Laut ersten Hands-on gibt es ausserdem eine Spiegel-Funktion mit Nah- und Ganzkörperansicht samt Ringlicht am Displayrand. «Live Activities (Live-Aktivitäten)» etwa für Timer oder Intercom-Nachrichten bleiben auch in anderen Apps sichtbar.
Siri: Mehrere Wege zur Aktivierung
Neben «Siri» oder «Hey Siri» lässt sich der Assistent per Wischen vom oberen Bildschirmrand oder per «Type to Siri» aufrufen. Unterhaltungen mit Siri AI werden zudem mit der «Siri»-App auf dem iPhone synchronisiert.
Eingebauter Temperatur- und Feuchtigkeitssensor
Beide Modelle haben einen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor, dazu einen Umgebungslichtsensor und einen Beschleunigungssensor. Die Messwerte sind auf Wohnräume zwischen etwa 15 und 30 Grad Celsius und 30 bis 70 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit ausgelegt. Nach dem Start braucht der Sensor Zeit zur Kalibrierung, und bei längerer lauter Musikwiedergabe soll die Genauigkeit sinken. Die Werte lassen sich in Szenen und Automationen der «Home»-App nutzen. HomeView dient zudem als Steuerzentrale für HomeKit- und Matter-Geräte, wenn niemand zu Hause ist.
Kein «homeOS»: Die Software heisst schlicht «HomeView Software»
Das erwartete «homeOS» gibt es nicht. Apple nennt das Betriebssystem – analog zur «HomePod Software» – schlicht «HomeView Software», ausgeliefert wird das Gerät mit deren Version 27.2.
Schon 2024 bei der FCC getestet
Laut einem von MacRumors-Mitarbeiter Aaron Perris entdeckten Dokument der US-Behörde «FCC» wurde HomeView bereits im Oktober 2024 getestet – damals mit einer Software, die heute als Version 18 gelten würde. Das gilt als bisher deutlichster Hinweis darauf, dass das Gerät wegen der verschobenen neuen Siri zurückgehalten wurde.
Reparatur: 279 US-Dollar ohne AppleCare
Für Schäden an HomeView verlangt Apple in den USA 279 US-Dollar, mit «AppleCare+» sind es 39 US-Dollar – unabhängig vom Modell und von der Art des Schadens. Das deutet auf einen Austausch des ganzen Geräts hin. «AppleCare+» kostet in den USA 2.49 US-Dollar pro Monat oder 24.99 US-Dollar pro Jahr.
Apple TV 4K (4. Generation)
Weitere Hardware-Details
Das neue Apple TV 4K gibt es nur noch in einer Variante mit 128 GB Speicher und Gigabit-Ethernet. Neu sind WLAN 7 (bisher WLAN 6), Bluetooth 6 (bisher 5.0) und Thread. Zusätzlich zum neuen «AV1»-Decoder wird auch «VP9» unterstützt – was für eine bessere Bildqualität bei geringerer Bandbreite sorgt bei Diensten die diese Codecs verwenden, namentlich beispielsweise Netflix oder YouTube. Die Statusleuchte sitzt neu mittig an der Vorderkante, und das Gerät ist geringfügig schwerer. Entsprechend dem verbauten Chip sind 8 GB Arbeitsspeicher (bisher 4 GB) sehr wahrscheinlich, Apple hat das aber nicht bestätigt – ebenso wenig den spekulierten «N1»-Funkchip.
Die Preisspirale
Die dritte Generation startete 2022 in den USA bei 129 resp. 149 US-Dollar und wurde im Juni 2026 wegen der anhaltenden Speicherkrise auf 199 resp. 249 US-Dollar verteuert. Das neue Modell kostet nun einheitlich 299 US-Dollar – mindestens doppelt so viel wie die US-Preise anderer grosser Streaming-Boxen.
Was Heimkino-Fans weiterhin vermissen
Auch das neue Modell scheint 4K-Inhalte mit maximal 60 Bildern pro Sekunde zu unterstützen. Auf zwei von Heimkino-Fans erhoffte Funktionen – 4K mit 120 Hz und eine Audio-Durchleitung – finden sich in den bisherigen Angaben keine Hinweise.
Neue Siri Remote auch einzeln – mit Einschränkungen
Die neue «Siri Remote» der vierten Generation ist auch separat für 59 Schweizer Franken resp. 69 Euro oder 59 US-Dollar erhältlich und mit allen Apple TV HD und Apple TV 4K seit 2015 kompatibel. Design, Tasten und USB-C bleiben gleich. Neu sind Bluetooth 6 und ein Lautsprecher – und sie ist etwas schwerer. «Precision Finding (Genaue Suche)» funktioniert nur mit einem iPhone 17 oder neuer (aber ohne iPhone 17e), iPhone Air oder iPhone Duo.
Surround: Paare dürfen gemischt werden
Beim neuen Surround-Setup mit vier Lautsprechern müssen nur die Paare vorne und hinten jeweils identisch sein. Möglich ist also etwa ein HomePod-Paar (indes nur 2. Generation) vorne und ein Paar des neuen HomePod mini 2 hinten – oder vier identische Modelle. Die Lautsprecher sollen ihre Position im Raum selbst erkennen und Timing sowie Pegel automatisch kalibrieren – dabei gibt es auch einen «Distributed Sound Mode», bei welchem bei allen vier Lautsprechern der komplette Sound ausgegeben wird. Ältere Apple-TV-Modelle bleiben derweil auf das Stereo-Paar mit zwei HomePod beschränkt.
Siri AI auch für ältere Apple TV – nur nicht hierzulande
Siri AI kommt mit tvOS 27.2 in den kommenden Wochen – vorerst als «Beta» – auch auf das Apple TV 4K der zweiten (2021) und dritten Generation (2022). Voraussetzung ist, dass die Person, der das Zuhause in der «Home»-App gehört, ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad mit aktueller Software und aktivierter Siri AI in einer unterstützten Sprache besitzt. Unterstützt wird vorerst nur Englisch – gemäss Apple-Angaben in den USA, im Vereinigten Königreich, in Kanada, Australien, Indien, Neuseeland, Singapur und Südafrika. In der EU gibt es zunächst weder auf dem neuen noch auf den älteren Modellen Siri AI – und die Schweiz gehört ebenfalls nicht zu den gemäss dieser Liste unterstützten Ländern.
Was Siri AI auf dem Apple TV können soll
Siri AI soll Filme und Serien im Gespräch finden, Folgefragen verstehen und während einer Sendung etwa Drehorte nennen. Über den persönlichen Kontext soll Siri zum Beispiel eine Serie abspielen können, die jemand Bekanntes per Nachricht empfohlen hat. Zudem zeigt das Apple TV KI-gestützte Zusammenfassungen aus dem eigenen Zuhause, inklusive Bildbeschreibungen aus «HomeKit Secure Video», und das Smart Home soll sich über Siri in «natürlicher Sprache» steuern lassen.
HomePod mini 2
Weitere Unterschiede zum Vorgänger
Der HomePod mini 2 unterstützt WLAN 6E (bisher WLAN 4) und Bluetooth 6 (bisher 5), hat aber nur noch drei statt vier Mikrofone für Siri. Neu sind die Farben «Green (Grün)» und «Pink (Rosa)», und das Gerät ist ein wenig leichter.
Kein Siri AI für den ersten HomePod mini
Gegenüber 9to5Mac bestätigte Apple, dass Siri AI nur auf dem HomePod mini 2 sowie auf dem Apple TV 4K ab der zweiten Generation verfügbar sein wird – Berichten, wonach Siri AI auch auf dem ersten HomePod mini verfügbar gemacht werde, widersprach Apple. Auf dem HomePod mini 2 folgt Siri AI mit einem späteren Software-Update – der Mac-Hersteller nannte dazu noch keinen konkreten Zeitrahmen.
Ergänzung: Auch der grosse HomePod wird zum Mac-Lautsprecher
Als Standardlautsprecher für Mac-Computer mit WLAN 6E oder neuer funktioniert laut Apples Fussnote neu nicht nur der HomePod mini 2, sondern auch der HomePod (2. Generation) – einzeln oder als Stereopaar. Die bisherigen Modelle liessen sich nur per AirPlay mit Verzögerung nutzen und nicht als Standardausgabe festlegen.
Gerücht: Siri AI auch für den grossen HomePod?
Der Leaker «pdfu» hat auf Apples Produktseite des HomePod (2. Generation) Bilder im Siri-AI-Design sowie einen Alternativtext mit dem Hinweis auf ein «mehrfarbiges Siri-AI-Leuchten» entdeckt. Apple hat die Bilder inzwischen ersetzt. Ob es sich um einen Fehler oder um eine verfrühte Ankündigung handelt, ist offen. Mark Gurman von «Bloomberg» hatte zuvor berichtet, Apple wolle auch den grossen HomePod «irgendwann» aktualisieren.
Apple Home Collection
Matter-Unterstützung – ausser bei den LG-Kameras
Bis auf die Kameras von LG unterstützen alle Geräte der Kollektion den Smart-Home-Standard «Matter» und sollen sich damit auch mit anderen Plattformen nutzen lassen. Eine Fussnote von LG nennt allerdings eine Apple-Steuerzentrale als Voraussetzung – ob diese auch für die Nutzung in anderen Ökosystemen nötig ist, ist noch unklar.
Sensoren und Thermostat-Preise
Die Thermostate von LG und Schneider können Temperatur- und Feuchtigkeitswerte aus mehreren Räumen von HomeView, HomePod und HomePod mini sowie von eigenen Sensoren beziehen. Sie unterstützen in der «Home»-App die Funktion «Adaptive Temperature». In den USA kosten der «LG Temperature Sensor» und der «Schneider Home Room Sensor» ab 39.95 US-Dollar und die Thermostate ab 199.95 US-Dollar.
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