MacBook Pro mit Intels «Ivy Bridge» für April erwartet

Apple wird voraussichtlich im April eine neue MacBook-Pro-Generation einführen. Dies berichtet macnews.de und beruft sich auf eine Meldung von DigiTimes. Für die zweite Aprilwoche wird die Verfügbarkeit der nächsten Prozessorgeneration von Intel erwartet, welche den Codenamen «Ivy Bridge» trägt. In der Vergangenheit zählte Apple schon mehrmals zu den Erstabnehmern neuer Intel-Chips, so dass die Chancen auf einen Einsatz der neuen Chips im MacBook Pro bereits im April durchaus gut stehen. Ausserdem hat Apple das MacBook Pro, abgesehen von einem kleinen Speedbump im vergangenen Oktober, seit Februar 2011 nicht mehr überarbeitet.

Intel wird die Prozessoren der Ivy-Bridge-Generation wie schon ihre Vorgänger unter den Bezeichnungen Core i5 und Core i7 anbieten. Es ist anzunehmen, dass Apple beim MacBook Pro künftig ausschliesslich auf Core-i7-Chips setzen wird, welche Intel nur noch als Quad-Core-Prozessoren anbieten wird. Aktuell verbaut Apple im 13-Zoll-MacBook-Pro noch Dual-Core-Prozessoren. Intels Ivy-Bridge-Mobilprozessoren des Typs Core i7 unterstützen Hyper-Threading (Jeder Prozessorkern bildet zwei virtuelle Kerne) und Turbo Boost (Einzelne Prozessorkerne laufen kurzzeitig mit höherer Taktrate, wenn andere Kerne deaktiviert sind) und laufen mit Taktraten zwischen 2.1 und 2.9 Gigahertz.
Beim Ivy-Bridge-Prozessor kommen erstmals Intels neuer 22-Nanometer-Fertigungsprozess sowie ein so genannter Tri-Gate-Transistor zum Einsatz. Dadurch konnte Intel die Zahl der Transistoren auf rund 1.4 Milliarden erhöhen und gleichzeitig den Strombedarf signifikant senken. Gegenüber den aktuell im MacBook Pro verbauten Sandy-Bridge-Chips sollen die neuen Prozessoren rund 37 Prozent mehr Rechenleistung bringen. Zu den weiteren Neuerungen zählen die Unterstützung von USB 3 durch den integrierten Chipsatz sowie eine verbesserte Intel-HD-Grafikeinheit.

Neben neuen Prozessoren dürfte die nächste MacBook-Pro-Generation jedoch noch weitere Verbesserungen bringen. Schon seit längerem wird über ein neues Gehäusedesign spekuliert, welches sich stärker am MacBook Air orientiert. Gut möglich, dass Apple auf das optische Laufwerk im MacBook Pro verzichtet und möglicherweise auch vermehrt auf Solid State Drives anstelle von Festplatten setzen wird. Denkbar wäre auch, dass Apple das MacBook Pro mit einem hochauflösenden «Retina-Display» ausstatten wird.

Von Daniel Aeschlimann
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