Pingdom: Schweiz das Mac-Land Nr. 1

Pingdom — ein Dienst mit welchem man die Uptime eigener Webserver überwachen kann — hat sich die Statistiken von StatCounter unter die Lupe genommen: Man wollte in Erfahrung bringen, in welchen Ländern Mac OS X am meisten ‘Marktanteil’ geniesst. StatCounter ist, ähnlich Net Applications, ein Dienst der Webseitenbesuche analysiert. Zum Index von StatCounter gehören über 3 Millionen Webseiten aus der ganzen Welt. Die Resultate der Pingdom-Analyse sind zumindest bei den obersten Plätzen nicht überraschend: Die Schweiz liegt mit 17.61 Prozent auf dem ersten Platz, gefoglt von Luxembourg mit 15.79 und den USA mit 15.36 Prozent. Ebenfalls in den Top 10 finden sich Island, Kanada, Australien, Neuseeland, Norwegen, Dänemark und Singapur — knapp nicht mehr in die Top 10 schafften es Schweden, Japan, UK, Frankreich, Belgien und Frankreich. Neben «nach Ländern» hat Pingdom die StatCounter-Daten auch noch auf «Regionen» aufgeteilt, hier führt Nord-Amerika mit 14.09 Prozent und Ozeanien/Australien mit 13.71 Prozent vor Europa mit 6.23% die Rangliste an. Asien, Africa und Südamerika kommen jeweils auf gut einen Prozent.

Wie immer sei darauf hingewiesen, dass es sich bei diesen Statistiken nicht um Verkaufszahlen-Marktanteile handelt, sondern um die Anteile der Nutzer von Internetseiten die vom jeweiligen Statistik-Unternehmen überwacht werden. Die tatsächlichen OS-Marktanteile pro Land könnten entsprechend ganz anders ins Gewicht fallen. Die Schweiz hat aber schon lange einen traditionell sehr hohen — wenn nicht den grössten — Mac-Anteil.

Die bisherigen Marktanteile von Apple in der Schweiz finden sich in folgenden Artikeln unseres Archivs:

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

6 Kommentare

Kommentar von schn0rkel

Solche “Statistiken” sind mit grösster Vorsicht zu geniessen. In der Regel liegen die komplett falsch, weil:

  • Viele Alternativbrowser sich als andere Browser identifizieren
  • die Surfgewohnheiten der einzelnen Länder das Bild verzerren können (die Schweizer surfen weltweit am meisten. Nirgends ist der Einsatz des Internets am Arbeitsplatz derart liberal gehandhabt wie hier, z.B.)

Bei dieser “Statistik” ist auch nicht klar, ob iOS ebenfalls mit einbezogen wurde.

Mac mässig liegt die Schweiz zwar weit vorne (vielleicht sogar tatsächlich an der Spitze), die 17% Marktanteil sind aber ein kompletter Witz. Gemäss interner ETH Aufstellung kommt Mac OS auf ca. 8.8% Martanteil hier. Das ist immer noch wesentlich höher als in den USA, wo Mac OS nur 4.7% Anteil hat (und somit seit Jahren stagniert, auch wenn die Wachstumszahlen von Apple was anderes erwarten liessen - es ist schlicht so, dass der Markt insgesamt gleich stark gewachen ist, wie Apple). Bei mobilen OSs sieht’s anders aus - dort ist Apple in der Schweiz mit ca. 30% Markanteil weit vorne. In den USA wurde aber iOS längst durch Android überholt.

Kommentar von Glider

An der Statistik zweifle ich auch deshalb, weil Kuba bei iOS 77 % Marktanteil haben soll (oder ist die Totalzahl der Geräte so klein?). Rein subjektiv muss ich mich aber nur in einen Zug setzen, um das Resultat gefühlt bestätigt zu bekommen. Da ist man heute mit einem Nicht-Macbook oder einem Nicht-iPhone der Exot wie früher mit einem iBook oder iPod.

Kommentar von schn0rkel

@Glider: ich sitze jede Woche 12 Stunden im Zug und kann diese Beobachtungen beim besten Willen nicht nachvollziehen. In der 2. Klasse sieht man viele der weissen Macbooks, das ist richtig. In der 1. Klasse sieht man nur alle paar Tage mal einen Mac, die weitaus meisten arbeiten mit Dells und HPs. Beim iPhone war es eine lange Zeit so, wie Du sagtest - seit ein paar Monaten zeigt sich auch hier die (auch für die Schweiz mittelfristig) unvermeidliche Verschiebung in Richtung Android. Man sieht immer häufiger HTC Desires und Samsung Galaxy Ss, wobei hier das iPhone im Moment noch sicher 50% aller Smartphones ausmacht.

Das ist natürlich nur subjektiv - aber als MBP Besitzer bin ich im Zug meist der Exot.

Kommentar von Glider

Ja schn0rkel, ich schreib ja “rein subjektiv” und “gefühlt”. Und ausserdem fahre ich zweite Klasse und das nur wochenends, da kanns schon anders sein. Ich finde es aber trotzdem eindrücklich unter dem Gesichtspunkt, dass die meisten 1.Klass-Fahrer Geschäftsgeräte nutzen dürften, wogegen die meisten 2.-Klasse-Fahrer sich entscheiden können/müssen, wofür sie ihr Geld ausgeben. Und da scheint der Mac eben immer öfter den Ausschlag zu geben. Das sieht man ja auch am Vergleich des Wachstums von Apple und den anderen Herstellern.

Kommentar von schn0rkel

@Glider: ich würde sagen, da täuschst Du Dich :-) 1. Klasse fahren heisst nicht automatisch = Geschäftskunde. Die wenigsten fahren auf Geschäftskosten 1. Klasse. Die meisten (und ich kenne da inzwischen sehr viele - bin bis zum Sommer noch Hardcore-Pendler aus der Ostschweiz nach Basel) sind einfach Leute mit langem Arbeitsweg, welche auf etwas mehr Ruhe angewiesen sind (nicht, dass man die immer kriegen würde - auf der Strecke Zürich-Frauenfeld ist die 1. Klasse weder platzmässig noch lautstärkenmässig auch nur einen Deut komfortabler als die 2.). Die Business-Fritzen machen vielleicht 5-10% der Pendler aus, die anderen sind meist IT Angestellte, die in den Randregionen keine Stelle finden.

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