Während Big-Sur-Veröffentlichung: Server-Fehler legt Macs lahm
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Ausgerechnet gestern Abend, währenddem weltweit zahlreiche Nutzer ihre Mac-Computer mit dem frisch veröffentlichten neuen Betriebssystem «Big Sur» aktualisieren wollten, hatte Apple mit weitreichenden Server-Problemen zu kämpfen. Gestern Abend und teils bis in die frühen Morgenstunden gab es bei Diensten wie Apples Karten-App, iCloud-Mail, iMessage-Nachrichten und FaceTime Ausfälle. Auch die Software-Aktualisierung von macOS war zwischenzeitlich nur sehr langsam oder nicht verfügbar.
Viele Nutzer waren gestern Abend aber kritischerweise auch von einem anderen Problem betroffen: Programme starteten und reagierten nur noch sehr langsam. Weil ein Server bei Apple hängte, der für die Signatur-Überprüfung zuständig ist, bekam der macOS-Daemon trustd von diesem keine Antwort. Statt die Überprüfung abzubrechen, wartete der Prozess weiter auf eine Antwort – die jedoch nicht kam. Betroffen von der fehlenden Antwort von Apples OCSP-Server («Online Certificate Status Protocol») waren nicht nur Apps aus dem Mac App Store, sondern auch alle anderen, die mit Apples Sicherheitssystem GateKeeper geschützt sind. Apple verlangt seit dem Frühjahr generell, dass Programme für den Mac, die ausserhalb des Mac App Store vertrieben werden, generell von Apples Notar-Dienst beglaubigt werden müssen, um direkt in macOS ausgeführt werden zu können. Die dadurch erhaltenen Signaturen überprüft trustd fortlaufend. Zwischenzeitlich Abhilfe erhielt man, indem man den Mac vom Internet trennte oder Apples OCSP-Server sperrte.
Apples System-Status-Webseite zufolge funktionieren mittlerweile alle Apple-Dienste wieder wie gehabt.
Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am
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