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Bob Dylan itunes

 

sierra

Das bestreitet ja niemand. Aber mit 15 Alben hat man bestenfalls einen Drittel der iTunes-Collection. Man muss sich halt entscheiden, ob man maximale Qualität oder einen günstigen Preis haben will. Ausserdem ist die Qualität der Audiodatei nicht alleine ausschlaggebend. Den Unterschied zwischen einer AAC-datei und einer unkomprimierten Datei hört man nur dann wirklich, wenn man ein hochwertiges Audiosystem am Computer hat, das haben vielleicht 5 oder 10 % der User.

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Ich sehe einfach nicht ein 330.– abzudrücken für 800 Songs von Bob Dylan. Dass ihr hier noch für eine qualitativ zweifelhaften Qualiät von Musik Werbung macht finde ich “subjekt” als Verarschung.

Es ist vollkommen klar, dass der Boxenmüll für ipod nicht mal einer mittelprächtigen Sony Anlage die Stange halten kann. Immerhin wird doch recht Geld dafür verlangt. (Apple Box) Ueber die fehlenden Verstärke und schlechten Kabel wollen wir noch nicht mal diskutieren.

Ich glaube ernsthaft, dass viele Apple Kunden betreffend kauf im itunes shop ernsthaft über die Bücher gehen sollten.

Damit wir uns richtig verstehen ich rede hier nicht den 12’000 Dollar Anlagen mit vergoldeten Bananenstecker und faustdicken Boxenkabeln das Wort.

 

Martin Schilliger

Schaut es doch so an: Jeder hat sein Fachgebiet.

Für Sierra scheint dies die Musik zu sein, und das bewundere ich! Denn ich glaube kaum, dass ich einen unterschiede hören würde, ehrlich! Für mich muss es einfach ein bisschen klimpern, das reicht. iTMS also völlig ausreichend.

Anders sieht es bei Autos aus (es gibt ja momentan in World Talk einen Thread dazu). Für viele muss ein Auto von A nach B führen, das reicht. Mehr wollen sie nicht. Wenn es da noch aus dem Kofferraum «tschettert», oder es immer ein bisschen holpert und pfeift, das merken die meisten Leute garnicht. Da ich allerdings auf solche Dinge geschult werde, regen mich solche Sachen auf. Ich bin jedesmal froh, wenn wir mit dem uralten VW Passat meines Bruders ab der Autobahn fahren. Das pfeift und hottert da nur, kein Vergleich zu unserem Volvo V70 T5. Aber ihn stört das nicht.

Wisst ihr, was ich meine? Jeder hat sein Spezialgebiet, in dem er heikel ist, einfach weil er Ahnung hat. Und für alle die, die halt keine Ahnung haben, machen solche Dinge nichts aus.

Und bezüglich Werbung machen für dieses: Die AutoMotorSport prallt auch bei jedem neuen VW, wie edel und bla bla der ausgerüstet ist. Für mich sind das aber trotzdem «billige» Plastikautos. Was aber nicht heissen soll, dass für einen grossen Teil der Leute diese Plastik einfach ausreicht, bzw. sie nicht mehr wollen. OK? :-)

Grüessli, Martin

 

sierra

Schaut es doch so an: Jeder hat sein Fachgebiet. Für Sierra scheint dies die Musik zu sein, und das bewundere ich! Denn ich glaube kaum, dass ich einen unterschiede hören würde, ehrlich! Für mich muss es einfach ein bisschen klimpern, das reicht. iTMS also völlig ausreichend.

Ich glaube, dass es sich unser MacPrime Redaktor sich ein wenig einfach macht und ich will das auch ein wenig ausführlicher begründen.

Zuerst mal ist Musik ein Kulturgut unserer Gesellschaft. Im Gegensatz zu vielen Ur-völkern die eine Duplikation eines Musikstücks nicht erlauben, hat es sich in unserer Gesellschaft in den letzten Hundert Jahren eingebürgert zwischen Komponisten - Musiker und dem Vertrieb zu unterscheiden.

Bis Mitte der 90iger Jahre war es üblich seine Platten oder CD’s im Schallplatten Laden zu kaufen und auch beraten zu werden. Der Uebergang zum anonymisierten Shop (Ex Libris und ähnliche) führte zum totalen Niedergang einer minimalen Musikkultur. Ein Ex Libris Verkäufer ist nicht in der Lage jemanden musikalisch zu beraten. Er taugt bestenfalls als Kassier. In den USA ist dies noch extrem ausgeprägter.

Qualitativ erhielt man eine einwandfreie Kopie sprich CD oder Schallplatte die man sich erstand.

Mit dem itunes shop ergeben sich jetzt aber eindeutig qualitative Probleme. Im Gegensatz zur normalen Laden CD erhält man um den mehrfachen Faktor weniger Daten und Auflösung. Damit geht das verloren, dass sich jeder wünscht nähmlich die gleiche Musikqualität wie im Konzertsaal.

Wenn wir die Kostenfolgen betrachten über 15 Jahre.

Ergibt dies 3 x ipod a 600.–, 2 x Kopfhörer in brauchbaren Qualtität (PX 200) kein High End, mind 1 paar Boxen ergibt Total ca 3000.– sfr.

1 Standardstereoanlage unterer Durchschnitt 1500 + Boxen 1000.– + Kopfhörer 300.– (Technisch halten Stereoanlagen klaglos 10 - 15 Jahre, man kann das in vielen Haushalten nachprüfen)

Es wird obwohl das heute niemand glaubt ähnlich viel investiert werden.

Warum soll jemand mit käufen aus dem itunes shop auf die maximale Qualität verzichten ? Es gibt ein paar Hinweise darauf, der ipod mag keine grossen Files verarbeiten (wird von Apple bestätigt und gilt auch für Video) da er nur über geringe Rechenkapazität besitzt. Zusätzlich kommt hinzu, je intensiver er arbeitet, desto mehr Strom wird aus der Batterie konsumiert.

Dazu fehlen z.B die Songtexte oder ganze Booklets die einen nicht unerheblichen Teil an Attraktivität einzelner CD oder vor allem der Alben ausmachen.

Es ist richtig, dass die geringere itunes Qualität mit einem reduzierten Preis erkauft wird - lohnt es sich dennoch ? Wenn man berücksichtigt wie lange Platten/CD beim Eigentürmer verbleiben - Wohnungswechsel mitmachen kann man festhalten, dass dies auf lange Sicht ein extrem schlechtes Geschäft ist. Man wird nicht umhin kommen wieder CD’s zu erstehen.

Es gibt momentan leider noch keine Aussagen wie oft Festplatten Crash’s das ungesicherte itunes Archiv in die Jagdgründe schickten aber ich bin mir sehr sicher, dass dies überproportional zunehmen wird.

Werden also jetzt 800 Bob Dylan Songs für 330.– sfr angeboten ergibt sich je Song ein Preis von 41 Rp. es versteht sich von selbst, dass für diesen Preis weder der Komponist, Musiker, itunes store angemessen entschädigt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Apple Bob Dylan eine grosse Einmalzahlung zukommen liess, liegt auf der Hand. Ein aktueller CD Händler müsste mindestens den Wert von 350.– an Einstandswert der Plattenfirma bezahlen.


Beispiel einer Produktion der Los Lobos 1977

Studio (gerundet auf 100 USD) 1600.–

LP pressing - Umschlag, test und Versiegelung 1600.–

Auflage 1000 LP ca 3.2 USD Produktion ohne Komponistenrechte, Marketing und Vertrieb etc.

(Die Abrechnung ist der Los Lobos CD “Just another band of East L.A) abgedruckt)

Profilfoto von dae

dae

Bis Mitte der 90iger Jahre war es üblich seine Platten oder CD’s im Schallplatten Laden zu kaufen und auch beraten zu werden. Der Uebergang zum anonymisierten Shop (Ex Libris und ähnliche) führte zum totalen Niedergang einer minimalen Musikkultur. Ein Ex Libris Verkäufer ist nicht in der Lage jemanden musikalisch zu beraten. Er taugt bestenfalls als Kassier. In den USA ist dies noch extrem ausgeprägter.

Gut möglich, dass der Grossteil der Kundschaft des iTMS eben nur den Musik-Verkauf über Ex Libris und Konsorten kennt, aus dieser Perspektive ist der iTMS (punkto Beratung, Service, etc.) kein Rückschritt.

Mit dem itunes shop ergeben sich jetzt aber eindeutig qualitative Probleme. Im Gegensatz zur normalen Laden CD erhält man um den mehrfachen Faktor weniger Daten und Auflösung. Damit geht das verloren, dass sich jeder wünscht nähmlich die gleiche Musikqualität wie im Konzertsaal.

Meiner Ansicht nach ist diese Argumentation schon im Kern völlig falsch. Die Qualität ist ein Anspruch, den man an die Musik stellt, aber nur einer von vielen. Angenommen, wir machen eine Skala, mit der wir die Audioqualität beurteilen. Sie beginnt beim Wert 0, das Maximum liegt bei der Konzertsaalqualität und liegt z.B. beim Wert 10. Dann liegen die verbreiteten Tonträger allesamt irgendwo dazwischen. Die CD könnte z.B den Wert 6 erhalten. Die iTMS-Musik ist schlechter als die CD, sie erhält z.B. den Wert 4 oder 5. Aber der Unterschied zwischen der iTMS-Musik und der CD ist sehr viel kleiner als zwischen der CD und dem Konzertsaal. Die Behauptung, dass also der iTMS die qualitätswünsche der Kundschaft nicht erfüllt, die CD hingegen genauso vollumfänglich wie Konzertmusik, ist in dieser Pauschalität schlicht falsch.

Wenn wir die Kostenfolgen betrachten über 15 Jahre. Ergibt dies 3 x ipod a 600.–, 2 x Kopfhörer in brauchbaren Qualtität (PX 200) kein High End, mind 1 paar Boxen ergibt Total ca 3000.– sfr. 1 Standardstereoanlage unterer Durchschnitt   1500 + Boxen 1000.–   + Kopfhörer 300.– (Technisch halten Stereoanlagen klaglos 10 - 15 Jahre, man kann das in vielen Haushalten nachprüfen)

Fast alle iPod-Besitzer die ich sehe, verwenden keine extra Kopfhörer, dies nur als Bemerkung am Rande.

Interessant ist vor allem der Schluss deiner Aussage. Man kann es in Haushalten nachprüfen. Haushalte sind nicht relevant. Hast du schon mal versucht, deine Stereoanlage mit zur Arbeit zu nehmen? Oder auf den Zug? Oder ins Auto? Der Konsument will heutzutage Musik haben, die er beim Arbeiten, beim Zug fahren, beim Joggen usw. gleichermassen verwenden kann. Und dazu kommt eine Stereoanlage von vornherein her gar nicht erst in Frage.

Warum soll jemand mit käufen aus dem itunes shop auf die maximale Qualität verzichten ? Es gibt ein paar Hinweise darauf, der ipod mag keine grossen Files verarbeiten (wird von Apple bestätigt und gilt auch für Video) da er nur über geringe Rechenkapazität besitzt. Zusätzlich kommt hinzu, je intensiver er arbeitet, desto mehr Strom wird aus der Batterie konsumiert.

1.) Der iPod spielt diverse Formate ab, sowohl komprimierte als auch unkomprimierte und auch verlustfrei komprimierte Musik. 2.) Das Abspielen von komprimierter Musik ist viel rechenintensiver als das Abspielen unkomprimierter Musik, da die Musik dabei in Echtzeit dekomprimiert werden muss.

Es gibt momentan leider noch keine Aussagen wie oft Festplatten Crash’s das ungesicherte itunes Archiv in die Jagdgründe schickten aber ich bin mir sehr sicher, dass dies überproportional zunehmen wird.

Jeder iPod-Besitzer hat seine iTunes-Bibliothek automatisch gesichert. Wer vorsichtig ist (Stichwort Datensicherung), wird seine Musikbibliothek garantiert nicht verlieren. Wer unvorsichtig ist, kann sich genausogut eine CD zerkratzen wie die digital gesicherten Daten auf der Festplatte verlieren.

Werden also jetzt 800 Bob Dylan Songs für 330.– sfr angeboten ergibt sich je Song ein Preis von 41 Rp. es versteht sich von selbst, dass für diesen Preis weder der Komponist, Musiker, itunes store angemessen entschädigt wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass Apple Bob Dylan eine grosse Einmalzahlung zukommen liess, liegt auf der Hand. Ein aktueller CD Händler müsste mindestens den Wert von 350.– an Einstandswert der Plattenfirma bezahlen.

Diese Collections bilden sicherlich eine Ausnahme, aber generell ist das Online-Geschäft für die Künstler durchaus attraktiv, da es extrem kostengünstig ist.

Mit all dem möchte ich nicht sagen, dass ich gänzlich anderer Meinung bin. Ich denke, dass deine Argumentation schon ihre Richtigkeit hat, aber in vielen Fällen nicht relevant ist. Am besten sehe ich das bei mir selber. In meinem Zimmer steht eine einige Jahre alte, billige Stereoanlage. So eine mit vielen blinkenden Knöpfen, wie man sie überall antrifft und bei Interdiscount und Mediamarkt regalweise vorfindet. Ohne zu übertreiben kann ich behaupten, dass ich seit vielen Jahren nie mehr eine CD damit abgespielt habe (Unterdessen ist der CD-Player sogar defekt, wahrscheinlich ist er mangels Gebrauch verschmutzt). Ich höre die Musik immer über den Computer, den ich an die Stereoanlage angeschlossen habe. Und ich höre normalerweise absolut keinen Unterschied zwischen den MP3- und AAC-Dateien meines Musikarchives und einer CD. Klar ist der Unterschied da, aber er ist so gering, dass ich ihn nicht erkenne, so lange ich nicht danach suche.

Mir geht es dabei nicht darum, Apple zu verteidigen oder zu loben (Ich selbst habe noch nie im iTMS CH eingekauft). Aber wie Millionen anderer möchte ich meine Musik in digitaler Form, um sie überall hören zu können, und nicht auf einem Tonträger. Eine Alternative zu digitaler Musik gibt es in meinen Augen nicht, mit der Qualitätsfrage hat das für mich wenig zu tun. Genausowenig, wie die CD das Konzert ersetzen kann, kann sie den iPod ersetzen. Und deshalb ist die Audio-CD ein totes Medium.

gruss, aeschli

Profilfoto von Thomas Zaugg

Thomas Zaugg

Bis Mitte der 90iger Jahre war es üblich seine Platten oder CD’s im Schallplatten Laden zu kaufen und auch beraten zu werden. Der Uebergang zum anonymisierten Shop (Ex Libris und ähnliche) führte zum totalen Niedergang einer minimalen Musikkultur. Ein Ex Libris Verkäufer ist nicht in der Lage jemanden musikalisch zu beraten. Er taugt bestenfalls als Kassier. In den USA ist dies noch extrem ausgeprägter.

Wolltest du Anfang/Mitte 80er Jahre schreiben? Dann würde ich dir noch Recht geben. Aber Mitte der 90er war es bereits weit verbreitet, Musik bei Exlibris und Co. zu kaufen (Mediamarkt z. B. hatte damals auch schon erste Filialen in der CH!). Das gilt nicht nur für mich, sondern auch viele andere Leute, die ich kenne. Die Zeiten, in denen man Musik ausschliesslich im Schalplatten-Laden gekauft hat und dort Stunden verbracht hat, kenne ich nur noch vom Hörensagen (ich bin immerhin auch schon 31…).  :)

Davon abgesehen, stimmt die Grundaussage schon. Deshalb spielt es ja auch keine Rolle, ob ich CDs bei Exlibris, Mediamarkt etc. oder im iTMS kaufe.

(Bearbeitet am 28. August 2006 um 09:26 Uhr von )

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