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Details aus der Q4/2013-Quartalszahlen-Konferenz

Veröffentlicht am Dienstag, 29. Oktober 2013, um 09:46 Uhr von Patrick Bieri

Apple hat am gestrigen Abend die Zahlen für das vierte Fiskalquartal 2013 bekanntgegeben. Zwischen Juni und September erzielte Apple einen Umsatz von 37.472 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 7.5 Milliarden US-Dollar. Die Märkte reagierten zurückhaltend auf die Zahlen. Die Aktie von Apple stieg im Vorfeld der Bekanntgabe im Verlaufe des gestrigen Handelstages um 0.74 Prozent. Kaum wurden die Zahlen präsentiert, brach der Kurs zuerst um 4 Prozent ein, bevor er kurz ins Plus stieg um danach erneut in den negativen Bereich zu rutschen. Aktuell notiert der das Wertpapier bei einem Minus von rund 1.2 Prozent. An der, der Bekanntgabe anschliessenden Telefon-Konferenz gewährte Apple einen vertieften Einblick in den Geschäftsverlauf des Unternehmens.

Jahresvergleich 2012 vs. 2013

Im Ende September zu Ende gegangenen Fiskaljahr 2013 setzte Apple gesamthaft 170.9 Milliarden US-Dollar um und erwirtschaftete einen Gewinn von 35 Milliarden US-Dollar. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr (156.5 Mrd.) um knapp 9 Prozent bzw. 15 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn nahm gegenüber 2012 (41.7 Mrd.) um 16 Prozent bzw. 6.7 Milliarden US-Dollar ab.

15 strategische Akquisitionen im vergangenen Fiskaljahr

Apple hat im vergangenen Fiskaljahr 15 strategische Übernahmen getätigt. Dies entspricht einem Unternehmens-Kauf alle drei bis vier Wochen.
In diesem Jahr bekannt geworden sind beispielsweise die Übernahmen von AlgoTrim, Passif Semiconductor und Embark.
Apple werde, wie andere IT-Unternehmen auch, auch in Zukunft kleinere und grössere Übernahmen durchführen. Diese Akquisitionen sind auch notwendig, um die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten. Viele innovative Ideen entstehen nicht in den Forschungs-Zentren der grossen Unternehmen, sondern in kleinen Startups.

Apples Geldreserven steigen weiter

Apple vergrösserte im vergangenen Fiskalquartal die Bargeldreserven erneut um 9.9 Milliarden US-Dollar. Damit hortet Apple aktuell Bargeld im Umfang von 146.8 Milliarden US-Dollar. Von diesen Bargeld-Reserven lagern über 111 Milliarden US-Dollar ausserhalb der USA. Würde Apple die Gelder in die USA transferieren, würde eine Steuer von bis zu 35 Prozent fällig (bis zu 51.38 Milliarden US-Dollar).

Das iPhone 5c sollte nie ein «Einsteigermodell» werden

Tim Cook äusserte sich an der Telefon-Konferenz detailliert zu den verschiedenen iPhone-Modellen.
Das iPhone 5s wird ganz klar als das «beste iPhone» positioniert, während das iPhone 5c nicht auf den High-End-Markt ausgerichtet ist. Gemäss Tim Cook war es nie die Absicht von Apple, das iPhone 5c als «günstiges iPhone» zu positionieren.
Das iPhone 4S wiederum soll den Konsumenten einen kostengünstigen Einstieg in die iPhone-Welt ermöglichen. Mit dem iPhone 4S könne man mit einem guten Produkt Teil des gesamten Apple-Systems werden. Bereits in den Vorjahren sah man bei Apple eine enorme Nachfrage nach dem jeweils günstigeren Vorjahresmodell. Man geht in Cupertino davon aus, dass sich dieser Trend auch mit dem iPhone 4S fortsetzen wird.

Expansion in China wird fortgesetzt

Obwohl das letzte Quartal in China mit einem Wachstum von 6 Prozent ansprechend gelaufen sei, wünscht man sich bei Apple bessere Zahlen.
Im Vergleich zum Vorjahr verkaufte das Unternehmen im Reich der Mitte 25 Prozent mehr iPhones. Ein wichtiger Grund für diesen Trend war die Lancierung des iPhone 5s und des iPhone 5c, die in China zum ersten Mal zeitgleich mit den USA stattfand.

Apple wird auch weiterhin enorme Summen in den chinesischen Markt investieren. Unter anderem will Apple die Präsenz der Apple Stores verstärken. Während in den letzten Jahren die grossen Städte im Zentrum des Interesses standen, werden künftig auch Apple Stores in kleineren Städten eröffnet. Zudem soll die Anzahl der einzelnen iPhone-Verkaufsstellen ausgebaut werden. Ein beachtlicher Verkaufs-Schub könnte Apple durch den spekulierten Deal mit dem grössten Mobilfunk-Provider «China Mobile» erzielen.

Im gesamten Fiskaljahr 2013 erzielte Apple in Grosschina, wozu die Volksrepublik China, die Republik China und Singapur gehört, einen Umsatz von 27 Milliarden US-Dollar. In der gesamten Region stieg der Umsatz um 14 Prozent. Weil im letzten Jahr die iPad-Lancierung in China auf das vierte Fiskalquartal fiel, sanken im vergangenen Fiskalquartal (ohne iPad-Launch) die iPad-Verkäufe im Vergleich um 6 Prozent.

Retail Stores mit leichtem Wachstum

Apple erzielte im vierten Fiskalquartal mit den Apple Retail Stores einen Rekord-Umsatz von 20.2 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn der Sparte beträgt 4 Milliarden US-Dollar. Für CFO Peter Oppenheimer war insbesondere die Lancierung des iPhone 5s und des iPhone 5c von grosser Wichtigkeit für die Apple Stores. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Verkäufe nach der iPhone-Lancierung um 36 Prozent.

Während der Konferenz kündete Apples CFO Peter Oppenheimer die Eröffnung von ungefähr 30 weiteren Retail Stores bis zum Ende des nächsten Fiskaljahres an. Von diesen 30 neuen Apple Stores werden ca. 20 ausserhalb der Vereinigten Staaten befinden. Über die genauen Standorte äusserte sich Apple — wie gewohnt — nicht.

Mit diesem Ausbau der Verkaufspräsenz setzt Apple den bisherigen Expansions-Kurs fort. Während im Fiskaljahr 2008 noch 47 neue Apple Stores eröffnet wurden, sank nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise die Expansions-Geschwindigkeit. Im Fiskaljahr 2010 eröffnete Apple noch 40 neue Apple Stores, während im letzten Fiskalquartal lediglich 27 neue Shops eröffnet wurden. Gleichzeitig wurden allerdings drei bestehende Retail Stores geschlossen und an einem anderen, grösseren Standort wieder eröffnet. Apple wird in Zukunft wohl vermehrt kleinere Apple Stores durch grössere ersetzen. Die Fläche eines Geschäfts ist ein wichtiger Faktor für den erzielten Umsatz.

Apple im Bildungsmarkt immer erfolgreicher

Gemäss Tim Cook hat Apple im vierten Fiskalquartal zum ersten Mal in der Geschichte mehr als eine Milliarde US-Dollar mit dem Verkauf von Produkten für den Bildungs-Sektor umgesetzt. Im vergangenen Quartal stiegen die Verkäufe im gesamten Bildungs-Bereich im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent. Der Verkauf des iPads stieg in derselben Periode um 22 Prozent, während die Mac-Verkäufe um 8 Prozent stiegen. Diese Entwicklung ist für Tim Cook deshalb beachtenswert, weil im gleichen Zeitraum der Verkauf von PCs um rund 10 Prozent gesunken ist. Allerdings zeigen aktuellere Zahlen aus den USA einen deutlichen Rückgang des Mac-Marktanteils für das vierte Jahresquartal.

Die Statistiken von Apple zeigen den verstärkten Einfluss von Apple auf dem Bildungsmarkt. So erreicht das iPad bei den an Schulen verwendeten Tablets einen Marktanteil von 94 Prozent. Er habe noch nie zuvor einen solch hohen Marktanteil gesehen, wie Tim Cook stolz bekannt gab. Diese Zahlen zeigen seiner Meinung nach, dass Apple auf dem Bildungsmarkt einiges richtig macht. 
Weltweit experimentieren Schulen mit dem Einsatz des iPads oder haben bereits mit dem grossflächigen Einsatz der Geräte begonnen. Zunehmend kritisiert wird dabei die Dominanz, die Apple auf dem Markt erhält.

Apple fokussiert sich im Bildungsmarkt nicht nur auf die Hardware, sondern insbesondere auch auf die Software. Mit «iTunes U» bietet Apple den Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, ihre Inhalte direkt über den iTunes Store einem breiten Publikum anzubieten.

Im Sommer hat Apple zudem die Nutzungsbestimmungen für den iOS App Store geändert. Neu können auch Nutzer unter 13 Jahre einen iTunes-Account erstellen, um Inhalte herunterladen zu können. Dafür müssen die Bildungsinstitutionen ihren Mitgliedern allerdings einen Account erstellen.

Auf die Konkurrenz der kostengünstigen Chromebooks angesprochen meinte Tim Cook, dass man diese Geräte sehr selten an Schulen sehe. Die Mehrheit der Institutionen bevorzuge den PC oder Mac oder entschliesst sich zum Kauf eines iPads.
Bei der Computer-Nutzung dominieren auch an Schulen noch immer die Windows-PCs.

Wieso Apple kostenlose Updates anbietet

Gemäss Tim Cook war es Apples Absicht, iWork zu einem integralen Teil des Macs zu machen. Während andere Anbieter 199 US-Dollar oder mehr für das Betriebssystem und die Office-Programme verlangen, sei iWork ein Teil des Mac-Erlebnisses. Wie die iLife-Apps, die bereits seit Jahren kostenlos zu jedem neuen Mac angeboten werden, sollen die iWork-Apps zum Mac gehören.

Die iWork-Apps auf den iOS-Geräten wiederum haben sich in den letzten Jahren zu den meistverkauften Produktivitäts-Apps entwickelt. Obwohl bereits viele Menschen diese Apps gekauft haben, wollte man das Erlebnis allen Nutzern zur Verfügung stellen.

Rosige Aussichten für das Weihnachts-Geschäft

Apple erwartet für das erste Fiskalquartal 2014 (Oktober bis Dezember 2013) die Erzielung weiterer Rekorde. Der Umsatz soll auf 55 bis 58 Milliarden US-Dollar klettern, während die Gewinn-Marge bei 36.5 bis 37.5 Prozent verbleiben soll.

Im vergangenen Jahr erzielte Apple im ersten Fiskalquartal einen Umsatz von 54.5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 13.1 Milliarden US-Dollar.

Kategorie: Apple
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