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Entwickler beschweren sich über iCloud

1 Kommentar — Veröffentlicht am Donnerstag, 28. März 2013, um 12:32 Uhr von Patrick Bieri

Ein Entwickler beschwerte sich mit einem ausführlichen Artikel bei «The Verge», dass iCloud nicht wie von Steve Jobs an der Keynote versprochen funktionieren würde. An der Keynote vom 6. Juni 2011 kündigte Steve Jobs «iCloud» als ein Produkt an, bei welchem alles automatisch geschieht und wozu man als Benutzer nichts neues erlernen müsse. Für die Entwickler sehe das etwas anders aus. Bei iCloud würde es sich um den «schlimmsten Albtraum eines Entwicklers» handeln, wie ein Entwickler zitiert wird.

Den Entwicklern bereit vor allem die Synchronisation der «Core Data» Mühe. Bei Core-Data handelt es sich um die Datenbanken, in welche die Daten der iCloud kompatiblen Applikationen gespeichert werden. Apple scheint es innerhalb von zwei Jahren nicht geschafft zu haben, eine reibungslose Synchronisation zwischen den iCloud-Geräten und der Datenbank sicherzustellen. Wenn diese Synchronisation nicht reibungslos funktioniert, dann besteht die Gefahr, dass Daten verloren gehen können. Entwickler Michael Göbel berichtet hierzu, dass er seinen iCloud-Code mehrere Male in der Hoffnung umgeschrieben habe, dass die Synchronisationsprobleme sich so lösen könnten. Diese Versuche von Göbel misslangen allerdings alle.

Bei «The Verge» wird Daniel Pasco von «Black Pixel» zitiert, welcher bestätigt, dass das Unternehmen es nicht geschafft hat, gewisse Probleme im Zusammenhang mit iCloud zu lösen. Andere Entwickler berichten von mehreren hundert Stunden, welche für den iCloud-Support aufgewendet worden sind. Allerdings sind die Synchronisationsprobleme nicht nur ein Problem für die Entwickler, sondern auch für die Kunden. Einige Entwickler beschweren sich, dass Nutzer aufgrund der hohen Erwartungen an iCloud schlechte Bewertungen zur App abgegeben haben, weil die Synchronisation mangelhaft funktioniert hat.

Apple selbst verwendet beispielsweise bei Keynote keine Core Data zur Synchronisation. Bei den iWork-Apps wird eine dokumentenbasierte Synchronisations-Methode gewählt, welche deutlich weniger störungsanfällig ist. Wenn Apple allerdings für die eigenen Apps auf die Synchronisation der Core Data vertraut, dann kann es durchaus vorkommen, dass auch bei diesen Apps die Informationen nicht sauber synchronisiert werden. Dies soll unter anderem bei der «iTunes Movie Trailers»-App der Fall sein.
Apple selbst hält sich gemäss den Entwicklern mit Verbesserungen zurück. Beim Übergang von iOS 5 zu iOS 6 habe sich die Funktionalität der iCloud zwar deutlich verbessert. Allerdings funktioniert iCloud noch lange nicht so gut, wie es von den Entwicklern gewünscht wird. Apple soll zudem immer wieder darauf hinweisen, dass die Entwickler «die nächste iOS-Generation» abwarten sollten, welche möglicherweise ihre Probleme lösen könnte.

Gemäss den Entwicklern sind einige Probleme mit iCloud kaum lösbar. Die Entwickler stehen vor dem Dilemma, bei welchem iCloud zwar schlecht funktioniert, die Alternativen hingegen nicht annähernd den Funktionsumfang bieten, welchen iCloud bietet. Es scheint so, als ob die Entwickler trotz der grossen Nachteile von iCloud weiterhin die Technologie unterstützen werden. Wie beim Schritt von iOS 5 zu iOS 6 ist bei der nächsten Version von iOS davon auszugehen, dass Apple die Funktionalität von iCloud weiter verbessern wird. Ob dann alle Probleme gelöst sein werden, muss sich allerdings noch zeigen.

Kategorie: Software
Tags: App Store, Apple, Apps, Cocoa, Core Data, Entwickler, Entwicklung, iCloud, iOS, Steve Jobs

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