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Galaxy S5: Mehr Leistung, mehr Pixel und der Fokus auf Gesundheit

3 Kommentare — Veröffentlicht am Dienstag, 25. Februar 2014, um 07:31 Uhr von Patrick Bieri

Samsung hat im Rahmen des «Mobile World Congress» in Barcelona das Galaxy S5 vorgestellt. Neben schnelleren Komponenten hat Samsung dem neuen Smartphone-Flaggschiff einen Fingerabdruck-Sensor, eine bessere Kamera spendiert und ein goldenes Modell verpasst.

Das Galaxy S5 unterscheidet sich von aussen kaum vom Vorgängermodell. Anders als vor der Lancierung vermutet hat es Samsung unterlassen, dem Galaxy S5 ein Gehäuse aus Metall zu spendieren. Stattdessen wurde lediglich auf der Rückseite das Material ausgewechselt. Neu verwendet das Unternehmen einen griffigen Gummi, damit das Gerät besser in der Hand liegen soll.

Samsung verspricht, dass das Galaxy S5 gegen Staub und Wasser geschützt ist. Gemäss dem IP67-Standard soll das Smartphone 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter überstehen.

Integrierter Pulsmesser

Samsung hat das Galaxy S5 mit einem Pulsmesser ausgerüstet, der sich unterhalb der Kamera befindet. Der Nutzer muss seinen Finger dabei 5 bis 10 Sekunden an den Sensor halten, damit die Herzfrequenz richtig ermittelt werden kann. Ersten Testern zufolge funktioniert der Pulsmesser noch nicht zuverlässig. Teilweise werden deutlich zu hohe Werte gemessen.

Mit dem Pulsmesser springt Samsung auf den Gesundheits-Trend auf, der im Moment die gesamte IT-Branche erfasst hat. Bereits gestern hat Samsung die «Gear 2»-Smartwatch vorgestellt, die ebenfalls über einen integrierten Pulsmesser verfügt. Weil die Gear 2 jedoch ständig am Handgelenk getragen wird, erlaubt diese eine lückenlose Aufzeichnung der Herzfrequenz.

Mittels einer neuen App lassen sich die Gesundheitsdaten zentral erfassen. Neben den gemessenen Daten können auch Daten zu den aufgenommenen Nahrungsmitteln erfasst werden.

Fingerabdruck-Sensor: Einkaufen mit dem Fingerabdruck

Wie das iPhone 5s verfügt das neue Galaxy S5 über einen Fingerabdruck-Sensor. Im Gegensatz zum iPhone 5s, wo der Finger kurz auf den Home Button gehalten werden muss, damit der Fingerabdruck gelesen wird, wischt man beim Samsung Galaxy S5 über den Home Button. Ersten Testern zufolge funktioniert das Lesen des Fingerabdruckes aber alles andere als zuverlässig.

Mit dem Fingerabdruck lässt sich allerdings bedeutend mehr machen, als nur das Smartphone zu entsperren. Künftig sollen auch PayPal-Zahlungen mit dem Fingerabdruck autorisiert werden können. Damit kann beim Galaxy S5 auf die Eingabe des Kennwortes verzichtet werden, wenn ein Einkauf über das PayPal-Konto abgewickelt werden soll. Zudem können Ordner so verschlüsselt werden, dass sie nur noch mit dem Fingerabdruck geöffnet werden können.

Keine Angaben über Sicherheit der biometrischen Daten

Samsung hat bislang noch nicht detailliert erläutert, wie die biometrischen Daten der Nutzer gesichert werden. Das Unwissen um die Sicherheitsmechanismen nährt Zweifel am Datenschutz.
Nach der Lancierung der Touch ID von Apple gab es grosse Kontroversen um die Sicherheit der biometrischen Daten, die auf dem iPhone 5s gespeichert sind. Apple legte danach detailliert dar, wie die biometrischen Daten sicher auf dem A7-Prozessor des iPhones gespeichert werden. Dabei sind die Daten so verschlüsselt, dass sich daraus kein Fingerabdruck nachbilden lässt.

Technik auf dem neusten Stand

Bei der verbauten Technik gibt sich Samsung keine Blösse. Samsung verwendet für das Galaxy S5 einen «Snapdragon 805»-Prozessor mit einer Taktung von 2.5 GHz. Dieser wird von 2 GB Arbeitsspeicher unterstützt.
Wie Apples MacBook Air oder das MacBook Pro mit Retina Display verfügt das Galaxy S5 über einen WiFi-Chip, der den WiFi-Standard 802.11ac unterstützt. Mit Hilfe eines Download-Booster lassen sich LTE und WiFi kombinieren, um die Download-Kapazität zu steigern.

Neuer Kamera-Sensor beschleunigt Fokussierung

Die Kamera des Samsung Galaxy S5 verfügt über eine Auflösung von 16 Megapixel. Die Kamera ermöglicht erstmals die Aufnahme von HDR-Bildern in Echtzeit.
Neu können Filme mit einer Auflösung von 4K aufgenommen werden. Damit geht Samsung deutlich über den FullHD-Standard hinaus. Allerdings gibt es bislang noch wenige Fernseher, die 4K in voller Auflösung unterstützen. Auch ist noch unklar wie die Qualität der Fotos und 4K-Videos sind.

Ebenfalls optimiert wurde der Autofokus der Kamera. Bei klassischen Smartphone-Kameras wird das gesamte Schärfe-Spektrum nach der optimalen Fokussierung durchsucht. Dieser Vorgang dauert immer einige Sekunden, womit die Kamera nicht sofort zum Fotografieren bereit ist.
Samsungs neuer Autofokus soll direkt die Entfernung zwischen dem Smartphone und dem Objekt messen, das fotografiert werden soll. Dieser Vorgang sei deutlich effizienter als der klassische Autofokus.

Wird das Samsung Galaxy S5 zur Konkurrenz für das iPhone?

Samsung hat mit dem Galaxy S5 ein weiteres Mal ein Smartphone auf den Markt gebracht, welches technisch einige Konkurrenz-Produkte in den Schatten stellt. Es handelt sich dabei zweifelsohne um eine konsequente Weiterentwicklung desjenigen Produktes, das Samsung den bislang grössten Erfolg beschert hat. Auch das Galaxy S5 dürfte aufgrund seiner technischen Daten zu den bestverkauften Smartphones auf dem Markt gehören. Spannend bleibt, wie gut sich das S5 verkaufen wird, denn das Vorgängermodell S4 blieb unter den Erwartungen zurück.

Es wird sich zeigen müssen, wie sich der Verkaufsstart des Galaxy S5 auf die Verkäufe des iPhones auswirkt. Bereits bislang waren Samsungs Android-Smartphones dem iPhone technisch überlegen. Dank der optimalen Abstimmung von Soft- und Hardware hat es Apple trotzdem jeweils geschafft, ein ebenbürtiges Smartphone auf den Markt zu bringen.

Bildergalerie

Bild: Das neue Samsung Galaxy S5Bild: Das neue Samsung Galaxy S5Bild: Die Rückseite des Galaxy S5 — Gut erkennbar ist der Pulsmesser unterhalb der Kamera

Kategorie: Hardware
Tags: Galaxy S5, Gear 2, Gesundheit, iPhone 5s, Kamera, Samsung, Technologie

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3 Kommentare

Kommentar von Vermithrax (#27844)

Samsungs Hauptproblem ist die Software. Die Unmengen an Extras die vorinstalliert werden. Eigener App–, Musik–, Video– und Bücher–Laden.

Ja, auch hier versucht Samsung Apples (oder Googles) Erfolg zu kopieren.

Dadurch verzettelt sich Samsung bei der Softwareentwicklung und die Qualität der Produkte leidet.

Und helfen tut es auch nicht. Als ich meine Note 3 bekommen habe war erst mal rooten (also jailbreak) und deinstallations Party angesagt.

Samsung sollte sich auf eigenen Ideen, wie z.B. die Note Serie mit den integrierten Watcom Grafiktabletts, konzentrieren statt jeden Mist zu kopieren mit dem jemand anderes Erfolg hatte.

Kommentar von clockman_ch (#27845)

Ja, Samsung zeigt, wohin die Entwicklung wohl gehen wird. Spannende Funktionen. Manche dieser Funktionen sind interessant, andere beim zweiten Blick eher fragwürdig. Beispiel? Was passiert mit den Daten, die der Pulsmesser sammelt? Was passiert mit den biometrischen Daten? Schlussendlich muss jeder für sich entscheiden, ob so ein Gerät für ihn/sie in Frage kommt. Das einzige, was mich an so einem Gerät interessieren würde, wäre die Displaygrösse. Aber das war es schon. Mit Samsunggeräten habe ich schon meine Erfahrungen gemacht. Gerade bei den Smartphones sind diese eher durchwachsen. Und so bleibt einem nur die Erkenntnis, dass auch die Koreaner nur mit Wasser kochen.

Und @Vermithrax: Bei den Asiaten war es schon seit langem so, dass erfolgreiche Konzepte und Produkte kopiert wurden. Im Gegensatz zu uns Europäern wird das im asiatischem Raum auch eher als “Kompliment” gesehen.

Kommentar von Vermithrax (#27847)

Bei den Asiaten war es schon seit langem so, dass erfolgreiche Konzepte und Produkte kopiert wurden. Im Gegensatz zu uns Europäern wird das im asiatischem Raum auch eher als “Kompliment” gesehen.

Da hast natürlich recht. Was ich ehr moniere ist das Samsung nun wirklich alles kopiert. Auch schlechte und nötige Dinge. Stichwort wäre hier z.B: «App-Store».

Und hier werden Software Entwickler gebunden werden die sonst interessantere Produkte perfektionieren könnten.

Und ich bin ja kein Samsung hasser: Mac Pro zu Hause und Galaxy Note 3 in der Tasche.

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