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HP kauft Palm für 1.2 Milliarden US-Dollar

1 Kommentar — Veröffentlicht am Donnerstag, 29. April 2010, um 08:34 Uhr von Stefan Rechsteiner

Der seit längerem angeschlagene PDA-Pionier Palm wird nun von Hewlett-Packard übernommen. HP bezahlt für bei der Übernahme 5.70 US-Dollar pro Aktie, total also 1.2 Milliarden US-Dollar.
HP, die ihrerseits alles andere als erfolgreich im Smartphone-Business Fuss zu fassen versuchen (mit Windows-Mobile-Geräten), haben nun mit der Übernahme von Palm und dessen webOS und den Palm-Smartphones Pre und Pixi Möglichkeiten, in diesem Segment verstärkt aufzutreten. Palm erntete zwar viel Lob für deren webOS, konnte daraus aber keinen kommerziellen Erfolg erzielen. Die Verkäufe der webOS-Geräte sind äusserst schleppend.
Der jetzige HP-Personal-System-Group-Chef Todd Bradley bestätigt, dass man bei HP vor allem an Palms webOS interessiert ist: mit dem webOS soll HP im Smartphones-Segment eine bessere Strategie verfolgen können. Bradley war, bevor er zu HP kam, CEO von Palm. Auch der jetzige CEO von Palm, Jon Rubinstein, dürfte für jeden Apple-Kenner eine bekannte Person sein: Rubinstein kam bereits Anfang 90er-Jahre zu Steve Jobs damaliger Firma NeXT und wechselte bei der Einverleibung von NeXT durch Apple nach Cupertino, übernahm dort die Hardware-Abteilung. Später war Rubinstein Chef der iPod-Abteilung. Rubinstein verliess Apple 2006, blieb dem Unternehmen aber noch ein weiters Jahr lang als Berater treu, bevor er aber noch im selben Jahr (2007) zu Palm wechselte und dort zuerst die Entwicklung des Palm Pre übernahm und danach (2009) CEO von Palm wurde. Rubinstein soll nun bei HP angestellt werden, in welcher Position ist noch nicht bekannt.

Kategorie: Internet
Tags: Apple, Entwicklung, Geschichte, Hardware, HP, iPod, Jon Rubinstein, NeXT, Palm, Pixi, Pre, Steve Jobs, webOS, Windows, Windows Mobile

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1 Kommentar

Kommentar von schn0rkel (#17044)

Das sind doch mal gute Nachrichten - ich hatte vor ein paar Monaten einen Palm Pre und kann nur sagen, dass WebOS wirklich sehr angenehm zu bedienen ist. Leider ist der Pre selber aber nicht so das wahre - schlechter Akku, kleines (Plastik-) Display, unglaublich schlechte Verarbeitung. Damit kann man darauf hoffen, dass es nebst Android und iPhone OS noch einen dritten, wenn vermutlich auch auf Dauer nur bei 10-15% Marktanteil anzusiedelnden, Mitstreiter geben wird. Und Konkurrenz belebt schliesslich das Business. Windows Phone 7 habe ich hier absichtlich vorweg gelassen, da ich dem OS kaum eine Überlebenschance einräume (geht an der Zielgruppe vorbei - Microsoft hat bisher nur Business-User angesprochen, WinMo7 ist aber ein reines Consumer-OS - und der Consumer-Markt ist längst durch iPhone OS, Android und WebOS gesättigt).

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