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iTunes ist eines der grössten Medienunternehmen weltweit

Veröffentlicht am Donnerstag, 06. Dezember 2012, um 16:13 Uhr von Patrick Bieri

Apple ist in diesem Jahr zum wertvollsten US-Unternehmen der Geschichte geworden. Vor allem der Verkauf des iPhones generiert eine enorme Gewinnmarge, was den Aktienkurs im September kurzzeitig auf über 700 US-Dollar trieb. Nun hat Bloomberg in einem Artikel die Stellung von iTunes in der Medienbranche analysiert.

Mit einem Umsatz von über 8.5 Milliarden US-Dollar ist Apples iTunes eines der grössten Medienunternehmen der Welt. Allein iTunes macht 300 Millionen US-Dollar mehr Umsatz als die «New York Times», der Verlag «Simon & Schuster», das Filmstudio «Warner Bros» und der Magazin-Verlag «Time Inc.» zusammen. Da Apple die Zahlen für den iOS App Store nicht gesondert ausweist, sind dessen Verkäufe ebenfalls enthalten. Beeindruckend ist auch das jährliche Wachstum von iTunes von rund 35%.

Die grosse Stärke von iTunes ist die Breite des Sortiments. Das Sortiment reicht vom kostenlosen Podcasts, geht über kostenpflichtige Songs und endet bei einem Jahresabo einer Tageszeitung. Für Apple das Beste an der Sache ist, dass man keine eigenen Inhalte herstellen muss. Das unternehmerische Risiko wird somit vollständig auf die Anbieter abgewälzt.
Man darf bei diesen Rekordzahlen jedoch nicht ausblenden, dass einige Medienunternehmen grösser sind als iTunes. So ist Rupert Murdochs News Corporation mit einem Umsatz von 33.9 Milliarden US-Dollar rund vier Mal grösser als iTunes. Auch der deutsche Bertelsmann-Konzern ist mit einem Umsatz von 20 Milliarden US-Dollar deutlich grösser als iTunes.

Die grossen Umsatzzahlen bedeuten allerdings nicht, dass es sich um ein hochprofitables Geschäftsfeld handelt. Die Philosphie hinter dem iTunes Store war immer, dass die damit verbundenen Geräte — Mac, iPod, iPhone, iPad — mit einem attraktiven Medienangebot ergänzt werden. Während Amazon vor allem mit den Medien Geld verdienen will, will Apple vor allem mit den Geräten Geld verdienen. Dies gelingt auch sehr gut, wenn man bedenkt, dass die Marge eines iPhones bei rund 70% liegt.
Apple behält zum Beispiel bei den Apps rund 30% des Verkaufspreises als Kommission für sich. Der grösste Kostenblock, welcher Apple bezahlen muss, sind die Kosten für die Kreditkarten. Diese betragen 25% pro Transaktion. Ebenfalls bezahlt werden müssen die Hard- und Software, die Lizenzgebühren und die Entwicklung des Stores. Ob iTunes nach all diesen Kostenblöcken tatsächlich einen Gewinn generiert, ist nicht bekannt. Der Trend zu hochpreisigen Medieninhalten sorgt allerdings dafür, dass auch Apple mehr verdient.

Eine Trendwende beim Wachstum von iTunes ist nicht absehbar. Das grösste Kapital sind die 435 Millionen iTunes-Accounts, welche zum Grossteil mit einer Kreditkarte verbunden sind. Damit wird es für die Kunden sehr einfach, Inhalte in iTunes zu erwerben. Ausserdem wächst die verkaufte Menge an Apple-Geräten ständig, was zudem zu einem immer grösseren Kundenkreis führt.

Kategorie: iTunes
Tags: App Store, Apple, Bloomberg, Entwicklung, iOS, iPhone, iTunes, iTunes Store, Medien, New York Times, Sony Music, Times, USA, Warner Brothers, Zeitung

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