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Tony Fadell und sein Ex-Apple-Team werden Googles Hardware-Designer

1 Kommentar — Veröffentlicht am Samstag, 01. Februar 2014, um 10:24 Uhr von Patrick Bieri

Ein ungenannter Insider aus dem Umfeld von Google will mehr über die künftige Rolle von Tony Fadell und seinem Team bei Google erfahren haben. Dabei erscheint auch die Übernahme des Unternehmens durch Google in einem anderen Licht. Fadell und sein Team stiessen im Zuge der Übernahme von Nest durch Google zum Suchmaschinengiganten.

Google plant dem Gerücht zufolge keine Verschmelzung des Nest-Teams mit der Entwicklungsabteilung von Google. Das Team soll vielmehr innerhalb der Hardware-Division von Google in der bisherigen Zusammensetzung weiterbestehen. Die Equipe wird sich auch in Zukunft auf die Entwicklung der Hardware konzentrieren. Die Entwicklungsarbeit soll sich dabei nicht auf die Weiterentwicklung der Nest Termostat- und des Rauchmelder-Produkte beschränken. Google wünscht sich angeblich, dass Fadell und seine Mitarbeiter künftig an Produkten arbeiten werden, die besser zu Google passen. Um welche Produkte es sich dabei handeln könnte, ist allerdings völlig unklar. Ob Google auch nach dem Verkauf von Motorola an der Entwicklung von Tablets und Smartphones interessiert ist, ist unklar.

Angeblich ist Google bereit, dem Nest-Team alle Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die für die Entwicklung neuer Produkte verlangt werden. Somit scheint das Unternehmen auch nach dem Verkauf von Motorola noch immer gewillt zu sein, in die Entwicklung von Hardware zu investieren.

Fadells Team als Grund für Nest-Kauf

Obwohl Nest mit der Entwicklung ihrer innovativen Termostaten und des Rauchmelders Bekanntheit erlangt hat, waren diese Produkte angeblich nicht der Hauptgrund für die Akquisition. Vielmehr wollte sich Google das Wissen des Entwicklungs-Teams sichern. Tony Fadell schaffte es nach der Gründung von Next, einige seiner ehemaligen Apple-Kollegen zum Wechsel zu Nest zu bewegen.

Wenn das Knowhow der wahre Grund für Googles Kauf von Nest gewesen sein sollte, dann hatten die meisten Kommentatoren die falsche Erklärung für die Akquisition. Kurz nach dem Kauf gingen die Analysten und Kommentatoren davon aus, dass Google insbesondere an den Daten von Nest interessiert war. Mit seinen Thermostaten und Rauchmeldern verfügt Nest über individuelle Daten aus dem Wohnzimmer der Nutzer. Damit zusammenhängende Datenschutzbedenken wurden von Google zu keinem Zeitpunkt dementiert. Dieser Umstand nährte die Spekulationen um den potentiellen Wert der Nest-Daten zusätzlich.

Mit Fadell wechselt einer der besten Entwickler zu Google

Nests Gründer Tony Fadell arbeitete vor der Gründung von Next bei Apple. Er war dabei an der Entwicklung des iPods beteiligt. Aufgrund der Mitarbeit an diesem Projekt gilt er auch als «Vater des iPods». Später war er auch an der Gründung des iPhone-Teams beteiligt.
Fadell versteht es gemäss Branchen-Beobachtern wie kaum ein Zweiter, Hardware und Software miteinander zu verbinden.

Motorola-Patente und Nest-Team als Bedrohung für Apple?

Obwohl noch völlig unklar ist, an welchen Produkten die ehemaligen Nest-Entwickler arbeiten werden, wäre die Entwicklung von Smartphones die naheliegendste Variante. Die Kombination der Motorola-Patente, die Google beim Verkauf von Motorola an Lenovo behalten hat, in Kombination mit dem Wissen der Nest-Entwicklern, könnte zur Entwicklung von Produkten führen, die Apples Marktstellung gefährden könnten.

Allerdings könnte sich Google durch die Entwicklung von Zubehör-Artikeln viel besser positionieren. Weil diese Geräte meist mit verschiedenen Betriebssystemen kompatibel sind, kann eine grössere Zahl von Kunden angesprochen werden.

Kategorie: Entwicklung
Tags: Apple, Entwickler, Entwicklung, Google, Hardware, Ingenieur, iPhone, iPod, Nest, Software, Tablet, Tony Fadell, USA

1 Kommentar

Kommentar von anonymous9640 (#27766)

Google wird sicher keine Smartphones entwickeln, sonst hätten sie wohl kaum eine gut funktionierende Smartphone-Schmiede (Motorola) verkauft. Sie werden eher mehr in Richtung wearable Technology entwickeln. Klar sie haben das Projekt Ara behalten, aber da wird es so schnell kein neues Smartphone für den Massenmarkt geben.
Natürlich hoffe ich, dass ich mich da täusche :-).

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