Apple beantwortet Fragen zu MobileMe und iCloud

Apple hat ein FAQ über die Transition von MobileMe zu iCloud veröffentlicht. In diesem FAQ gibt es erstmals schwarz auf weiss von Apple einige Antworten auf bisher noch offene Fragen rund um den Service-Wechsel. So wird es auch unter iCloud noch die bekannten Web-Apps bzw. Web-Zugriffe auf Mail, Kontakte, Kalender und «Find my iPhone» geben — auch bleiben die Dienste für den Bookmark-/Lesezeichen-Sync und «Back to My Mac» bestehen. Nicht mehr verfügbar sein werden jedoch — wie hier auf macprime.ch bereits mehrmals berichtet — die Anbindung und das Hosting von iWeb-Webseiten, die «Gallery» und die iDisk. Für iWeb-Webseiten müssen die Benutzer also bis spätestens am 30. Juni 2012 einen anderen Webhoster finden. Gleiches gilt für die in der «Gallery» veröffentlichten Bilder, diese bleiben zwar — wie auch die iWeb-Webseiten — bis am 30. Juni 2012 online (auch wenn man davor zu iCloud wechselt), diesen Dienst wird es aber mit iCloud nicht mehr geben und deshalb verschwinden auch diese ab Mitte nächstem Jahr aus dem Internet. Auch die iDisk und deren Daten erfahren das gleiche Schicksal.

Ebenfalls nicht Teil von iCloud wird die Synchronisation von Dashboard Widgets, Schlüsselbund-Daten, Dock-Elementen und den System-Einstellungen — auch dieser Service wird es in iCloud nicht mehr geben, und zwar sobald man auf iCloud umsteigt (also nicht wie z.B. iWeb Publishing, Gallery und iDisk, die so oder so noch bis am 30. Juni 2012 bestehen bleiben).

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

26 Kommentare

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Kommentar von pse

Jeder über das Internet erreichbare Speicherdienst ist grundsätzlich ein Sicherheits-Risiko, egal ob er jetzt iDisk, Dropbox, SugarSync oder Synology RAID heisst. Gerade bei Synology bist Du darauf angewiesen, dass Du die Konfig nicht versemmelst, der Hersteller bei allfälligen Lücken schnell einen Patch liefert und Du auch schnell in der Lage bist, diesen einzuspielen (Ferien?). Schlussendlich muss jeder seine persönliche Abschätzung machen (meine Buchhaltung und ähnliche Dinge lege ich zB definitiv nicht auf irgendeinen Cloud-Speicher).

Kommentar von schn0rkel

@pse: grundsätzlich richtig. Nur vergisst Du etwas:

JEDER Cloud Storage Provider ist darauf angewiesen, dass er die Konfiguration nicht versemmelt, der Hersteller (die bauen die RAIDs auch nicht selber) die Lücken schnell schliesst etc. etc. Bei Apple, Dropbox & Co. stehen auch nur eingekaufte Storage-Lösungen rum, die genauso sicher oder unsicher sind, wie Deine Synology zu Hause.

Dazu kommen aber noch ganz andere Sicherheitsprobleme:

  1. der Faktor Mensch: die Mitarbeiter haben Zugriff auf Deine Daten, der Staat hat auf Wunsch Zugriff auf Deine Daten etc. etc.
  2. grosse Firmen sind viel eher Ziel von Angriffen.

Eine (gut konfigurierte) RAID Lösung zu Hause, die hinter einer Firewall steht ist mit aller Garantie um Welten sicherer als irgendwelche Cloud-Storage Dienste, auf welche weiss Gott wer alles Zugriff hat und die ein Spielplatz für die gesamte weltweite Hackerszene darstellen.

Kommentar von latti

@schn0rkel: Danke für deine Ausführungen. Es war leider so, dass während meiner Lehrzeit in meinem Lehrbetrieb ein böses Feuer ausbrauch wegen einem laufenden Gerät. Klar es war kein Synology dafür Verantwortlich und die Wahrscheinlichkeit ist sehr klein. Trotzdem bleibe ich hier bei meiner Strategie.

Was ich hätte erwähnen müssen, ich bin glücklicher Besitzer eines Synology, welches ich als Movieserver verwende. Synology hat ein sehr komfortables Interface und biete auch sehr gute Unterstützung beim Einrichten. Braucht tatsächlich sehr wenig Strom und bleibt schön kühl.

Kommentar von latti

Schlussendlich bezieht sich die ganze Diskussion sowieso einfach auf den Intervall Sicherheit und Komfort. Jeder muss für sich selber entscheiden, wo er sich dort, und mit welchem aufwand, einordnet. Wir, die wir hier diskutieren sind uns dessen bewusst. Wichtig wäre wohl, dass die breite Masse diesen in die Überlegungen miteinbezieht. Vorallem bei kommenden Diensten wie iCloud. Leider sagt mir allein mein Facebook News Feed, dass wir da noch sehr weit davon entfernt sind.

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