Apple erhöht Preise bei mehreren Diensten

Apple hat innerhalb weniger Tage an mehreren Preisschrauben gedreht: Teurer werden verschiedene Online-Services wie Apple Music, das Bundle «Apple One», AppleCare+ für Mac und iPad, und auch iCloud+ in ausgewählten Ländern; in Japan kosten zudem sämtliche aktuelle iPhone-Modelle mehr. Es sind die jüngsten Aufschläge nach der Anhebung eines Grossteils der Hardware-Preise im vergangenen Monat.

Stefan Rechsteiner

Nach der Anhebung der Preise für Mac, iPad, Apple TV, HomePod und Apple Vision Pro im Juni hat Apple in den vergangenen Tagen in einigen Ländern bei mehreren Diensten weitere Preiserhöhungen vorgenommen.

Apple Music und Apple One teurer – ersteres auch in der Schweiz

Erstmals seit Herbst 2022 hat Apple die Preise für Apple Music angehoben – und diesmal ist auch die Schweiz betroffen. Das Einzel-Abo kostet neu 14.90 statt wie bisher 13.90 Franken, das Studierenden-Abo 8.90 statt 7.50 Franken und das Familien-Abo für bis zu sechs Mitglieder 24.90 statt 21.90 Franken. In den USA steigt der Einzelpreis um einen US-Dollar auf 11.99 US-Dollar, jener für Studierende auf 6.99 US-Dollar und das Familien-Abo kostet neu drei US-Dollar mehr (von 16.99 auf 19.99 US-Dollar). Im Euro-Raum gab es ebenfalls einen Aufschlag um einen Euro auf 11.99 Euro respektive 6.99 Euro und beim Familien-Abo von 16.99 auf 19.99 Euro. Apple begründet die Anpassung demnach mit gestiegenen Lizenzkosten. Die letzte Preiserhöhung für Apple Music datiert vom Oktober 2022.

Mit Apple Music verteuern sich in einigen Märkten auch zwei der drei Apple-One-Stufen: In den USA etwa legen das Familien- und das Premier-Bundle um je zwei US-Dollar zu (neu 27.95 resp. 39.95 US-Dollar), das Einzel-Bundle bleibt unverändert. Neue Abonnentinnen und Abonnenten zahlen die höheren Preise sofort; Bestehende werden vorab informiert und nach Zustimmung zum nächsten Abrechnungszeitraum umgestellt. In der Schweiz und in Deutschland wurden die «Apple One»-Preise nicht angepasst.

AppleCare+ für Mac und iPad teurer

In den USA hat Apple auch die Preise von AppleCare+ für Mac und iPad erhöht – die Monats-Abos um 50 US-Cent, die Jahres-Abos um fünf US-Dollar. Die neuen Preise gelten demnach nur für Neuabschlüsse; wer bereits ein Abo hat, zahlt vorerst weiter den bisherigen Preis. Die Preise für die iPhone-Absicherung sollen vorerst stabil bleiben. Unverändert bleibt zudem das im Juli 2025 gestartete, bislang nur in den USA erhältliche Kombi-Abo «AppleCare One», das ab 19.99 US-Dollar pro Monat bis zu drei Geräte abdeckt – womit es im Vergleich zu einzelnen AppleCare-Plus-Abos relativ günstiger wird.

iCloud+ in acht Ländern, iPhone in Japan

Beim Cloud-Dienst iCloud+ hat Apple die Preise gemäss Vergleichen der Apple-Support-Seite in acht Ländern erhöht: in Ägypten, Indonesien, Japan, Neuseeland, Nigeria, auf den Philippinen, in der Türkei und in Vietnam. Die Aufschläge sollen je nach Markt zwischen 17 und 30 Prozent liegen – in Japan etwa steigt der 50-GB-Tarif von 150 auf 180 Yen. Die Schweiz, die USA und Grossbritannien sind nicht betroffen; als Grund gilt eine periodische Anpassung an Wechselkurs-Verschiebungen.

Zusätzlich hat Apple die iPhone-Preise in Japan erhöht. Betroffen sind das iPhone 16, iPhone 17e, iPhone 17, iPhone Air, iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max – also alle Modelle des aktuellen Sortiments; die Aufschläge betragen zwischen 8 und gut 11 Prozent. Das iPhone Air etwa kostet neu 177’800 statt 159’800 Yen. Überall sonst bleiben die iPhone-Preise unverändert. Der Aufschlag dürfte mit der Abwertung des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar zusammenhängen – anders als bei den Mac- und iPad-Preisen, die Apple mit der anhaltenden Speicherknappheit begründet hatte.

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