Gönner-Abo

Ab CHF 5.– im Monat

👉🏼 Wir benötigen deine Unterstützung! Unterstütze macprime mit einem freiwilligen Gönner-Abo und mache die Zukunft unseres unabhängigen Apple-Mediums aus der Schweiz mit möglich.

macprime unterstĂĽtzen

Apple will in Indien 🇮🇳 weiter wachsen

Während der Umsatz von Apple im vierten Kalenderquartal 2022 im Jahresvergleich weltweit um fünf Prozent geschrumpft ist, soll der Absatz in Indien im gleichen Zeitraum neue Höchstmarken erreicht haben.

Dieses Potenzial will Apple nun offenbar weiter nutzen. Wie Bloomberg berichtet, soll das einwohnermässig zweitgrösste Land der Welt zur eigenen Verkaufsregion innerhalb des Konzerns hochgestuft werden. Der Zeitpunkt für diesen Schritt sei auch deshalb günstig, da Apples bisheriger Verkaufsleiter für die umfangreiche Region Indien, Naher Osten, Mittelmeerraum, Osteuropa und Afrika – Hugues Asseman – kürzlich in Rente ging. Sein bisheriger Untergebener und bereits seit 2019 für den lokalen Markt in Indien zuständige Ashish Chowdhary soll die neue Verkaufsregion Indien leiten. Er unterstehe direkt Michael Fenger, Apples «Head of Product Sales», so der Bericht weiter.

Im Januar erschienene Stelleninserate von Apple lassen darauf schliessen, dass der Mac-Hersteller bald auch eigene Läden in Indien eröffnen wird. Entsprechendes hat Apple-CEO Tim Cook kürzlich auch angekündigt. Als erste Standorte für die neuen «Apple Stores» werden Mumbai und Neu-Delhi gehandelt. Erst seit 2020 ist Apple mit einem Online-Store für den indischen Markt präsent.

Die Verkaufsoffensive in Indien geht Hand in Hand mit dem Ausbau der Produktionsstätten im Land. Zwar wurde kürzlich bekannt, dass Apple in einigen Fabriken in Indien noch mit Qualitätsproblemen zu kämpfen hat, doch die Absicht, zukünftig nicht mehr so stark von China als Fabrikationsstandort abhängig sein zu wollen, ist offensichtlich. Im Süden Indiens hat Apple erfolgreich für neue Arbeitsgesetze lobbyiert, welche generell längere Arbeitsschichten sowie Nachtarbeit für Frauen erlauben. Diese Anpassungen seien notwendig, um eine effiziente Grossproduktion aufzuziehen. Apples Ziel sei es, den Anteil der in Indien produzierten iPhone-Modelle von aktuell gut 5 auf 25 Prozent zu steigern, liess der indische Handelsminister Piyush Goyal im Januar verlauten und bestätigte damit frühere Aussagen von Analysten. Nebst dem iPhone werden in Indien auch bereits Komponenten für AirPods produziert.

Von Manuel Reinhard
Veröffentlicht am