Bericht: Ternus will Apple schneller und schlanker machen

Knapp einen Monat nach seinem Amtsantritt als Nachfolger von Tim Cook will der neue Apple-CEO John Ternus den Konzern offenbar umkrempeln: Wie der Apple-Gerüchte-Koch Mark Gurman von «Bloomberg» berichtet, soll Apple künftig schneller entwickeln und neue Geräte häufiger lancieren – übers ganze Jahr verteilt statt vorwiegend im gewohnten Frühlings- und Herbst-Rhythmus. Intern habe Ternus demnach zudem signalisiert, Apple müsse im KI-Zeitalter «experimenteller» werden. Weiter sollen Stellen im mittleren Management wegfallen – es soll künftig weniger Ebenen zwischen den Entwicklungsteams und der Konzernleitung geben. Schon als Hardware-Chef habe Ternus dafür plädiert, weniger Personal einzustellen und mit weniger Mitarbeitenden mehr zu erreichen. Ausserdem soll mehr Umsatz mit bestehenden Produkten generiert werden und auch neue Dienste seien angedacht.

Erste Schritte seien bereits erfolgt: In den vergangenen zwei Wochen habe Apple in der Hardware-Entwicklung mehreren «Engineering Program Managers» gekündigt, darunter rund einem halben Dutzend auf Stufe «Director». Die Betroffenen hätten demnach wenige Wochen Zeit, intern eine neue Stelle zu finden – andernfalls drohe später im Jahr die Entlassung. Bereits im August hatte Apple über 200 Stellen gestrichen – gemäss Berichten in den Bereichen Siri, Apple Vision Pro und KI. Für 2027 sollen zudem geplante Budget-Erhöhungen und Marketing-Ausgaben reduziert sowie Personalbestände eingefroren werden; Mitarbeitende rechnen laut dem Bericht mit weiteren Entlassungen bis Anfang nächsten Jahres. Einen Plan, rund 5000 Stellen im «AppleCare»-Kundendienst durch KI-Agenten zu ersetzen, soll Apple indes im Sommer verworfen haben. Gurman fügt seinem Bericht die Einschätzung an, dass der Umbau der langjährigen Abläufe anspruchsvoll sei und womöglich auch Jahre dauern könne.

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

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