Deutsche Sparkassen startet Apple Pay mit EC-Karte «Girocard»

Kunden der deutschen «Sparkasse» können seit heute auch mit der an ein Girokonto der Bank gebundenen «Girocard», früher «EC-Karte», Apples Bezahldienst «Apple Pay» nutzen. Die Bank kündigte die Girocard-Kompatibilität vor einigen Wochen für noch diesen Sommer an. Im Einsatz der Girocard mit Apple Pay gibt es jedoch ein paar gewichtige Einschränkungen.

Wie es in den aktualisierten Nutzungshinweisen der Sparkassen-Finanzgruppe und auch auf der neuen Hilfe-Seite heisst, kann Apple Pay mit der Girocard nicht für Online-Einkäufe genutzt werden. Einzig an NFC-Terminals im Einzelhandel vor Ort könne die Girocard mit Apple Pay für Zahlungen genutzt werden. Weiter ist die Verwendung der Girocard für Apple-Pay-Zahlungen im Ausland «in der Regel» nicht möglich.

Girocard ist ein rein deutsches Verfahren, welches ausserhalb Deutschlands nicht unterstützt wird. Technisch ähnelt die Girocard den internationalen Debitkarten-Systemen «Maestro» und «V Pay», die beide in der Schweiz weit verbreitet sind. Ähnlich der Situation in Deutschland sind auch in der Schweiz solche Karten weiter verbreitet als klassische Kredit- und Debitkarten von Mastercard, Visa und Co. Während «Maestro»-Karten von Schweizer Banken als solche vertrieben werden, bieten Schweizer Banken «V PAY»-Karten meist unter eigener Marke an – dazu gehört die «PostCard» der PostFinance oder die Bankkarten der WIR Bank. Bisher sind keine Maestro- und auch keine V-Pay-Karten der Schweiz mit Apple Pay kompatibel. Die kommende Apple-Pay-Unterstützung für Girocard in Deutschland könnte aber darauf hinweisen, dass ähnliches auch für Maestro- und V-Pay-Karten nicht länger unmöglich ist.

Von Stefan Rechsteiner
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