iOS 27.3 Beta: RCS bei Swisscom aufgetaucht
Mit der ersten Beta zu iOS 27.3 soll RCS auf dem iPhone erstmals auch in der Schweiz, konkret im Netz von Swisscom, funktionieren – inklusive Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Offiziell bestätigen will der Mobilfunk-Riese den baldigen Start indes nicht: Einführung und Zeitplan lägen bei den Herstellern. Von Salt und Sunrise gibt es derweil keine Neuigkeiten.
Wie macprime-Leser «Markk» am Dienstagabend in einem Kommentar zum vor zwei Jahren erschienenen Hintergrundbericht «Fehlendes RCS beim iPhone in der Schweiz: It’s complicated» schreibt, ist RCS in der jüngst von Apple verteilten ersten Beta zu iOS 27.3 inklusive Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) «auch bei Swisscom aktiviert». Auch eine Sammel-Webseite zum Thema führt die RCS-Unterstützung bei Swisscom neu als «in Beta», wie Kollege Michael Burch vom «iPhone-Blog.ch» aufgefallen ist.
Auf Anfrage von macprime bestätigt Swisscom die baldige Verfügbarkeit von RCS auf dem iPhone indes nicht. Der Mobilfunk-Riese gibt sich ähnlich zurückhaltend wie schon vor zwei Jahren, als wir die Schweizer Netzanbieter zum hiesigen Stand von RCS auf dem iPhone befragten: Das Unternehmen arbeite mit Apple und Google «an der Einführung von RCS interworking», heisst es. Und weiter: «Die finale Einführung und der Zeitplan sind von der Freigabe der Gerätehersteller und ihrem Rolloutplan abhängig und können von Swisscom nicht direkt beeinflusst werden.» Für weitere Details verweist Swisscom erneut an die Geräte- resp. Betriebssystem-Hersteller. RCS interworking werde, analog zu anderen Ländern, ein Service des Netzbetreibers sein, der von Google erbracht werde.
Seitens Salt und Sunrise war bis zum Publikationszeitpunkt keine Stellungnahme erhältlich. Damit bleibt unser Hintergrundbericht von 2024 schmerzlich aktuell.
Solange die Netzbetreiber nicht mitziehen, laufen Chats zwischen iPhone und Android-Geräten hierzulande weiterhin über das betagte SMS-Protokoll – und damit als reiner Text: Den MMS-Dienst, über den sich früher zumindest stark komprimierte Medieninhalte verschicken liessen, haben die Schweizer Provider zwischen 2022 und 2024 eingestellt. Wer mehr will, ist für plattformübergreifende Kommunikation auf Messenger-Dienste von Dritten wie WhatsApp, Telegram oder Threema angewiesen. RCS schliesst diese Lücke direkt in der «Messages (Nachrichten)»-App: mit umfangreichen Medieninhalten, Lese- und Zustellbestätigungen, Tipp-Indikator («…») und Gruppen-Chats – auch zwischen iPhone und Android. Apple unterstützt die «Rich Communication Services», den von der Mobilfunk-Branche standardisierten SMS-Nachfolger, nach langem Zögern seit 2024 und iOS 18. Freigeschaltet wird die Funktion aber erst, wenn der jeweilige Mobilfunk-Anbieter sie unterstützt – und das ist in der Schweiz bislang bei keinem Provider der Fall.
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