WWDC26: Neue Abo-Modelle, KI-Frameworks und Xcode 27
An der diesjährigen «Worldwide Developers Conference» hat Apple zwei umfangreiche Neuerungspakete für Entwicklerinnen und Entwickler vorgestellt: Der App Store erhält erweiterte Marketing-, Such- und Abonnement-Funktionen – darunter erstmals Anbietende-übergreifende Abo-Bundles. Parallel dazu öffnet Apple mit neuen Intelligence-Frameworks und einem stark überarbeiteten Xcode 27 die hauseigenen KI-Modelle sowie das «Agentic Coding» für die App-Entwicklung.
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Wie Apple in einer Mitteilung zum App Store festhält, sollen über das laufende Jahr verteilt zahlreiche neue Funktionen erscheinen, mit denen sich Apps besser vermarkten und monetarisieren lassen. Zur Präsentation im App Store kommen «Creative Assets» – Bilder und Videos im Produktseiten-Header und in den Suchergebnissen – sowie eine zentrale «Asset Library» in App Store Connect zur Verwaltung von Bildmaterial und Vorschauvideos. Bei der Auffindbarkeit setzt Apple auf «Personalized Collections» und erklärende «App Notes»; beide starten diese Woche zunächst auf Englisch in den USA, weitere Sprachen und Regionen sollen folgen.
Den grössten Sprung machen die Abonnement-Funktionen. Erstmals können Entwicklerinnen und Entwickler über neue «App Store Bundles» auch App- und Anbietende-übergreifend kooperieren und mehrere Apps verschiedener Anbietenden zu einem günstigeren Paketpreis anbieten. Diese Strategie vergleicht TechCrunch mit dem Vorgehen von Streaming-Anbietern wie Apple TV und Peacock, die ihre Abos (in den USA) zur Kundenbindung bündeln. Ergänzend lassen sich «Suites» schnüren – Abo-Pakete, die nicht als Einzelkauf erhältlich sind. Hinzu kommen Gruppen- und Volumenkäufe – etwa über Apple Business Manager und Apple School Manager für den Unternehmens- und Bildungsbereich – sowie «Retention Messaging», mit dem Abonnentinnen und Abonnenten beim Kündigungsprozess gezielt angesprochen werden. Volumenkäufe sollen «diesen Herbst», Gruppenkäufe «diesen Winter» verfügbar sein, so Apple. Bei den Einreichungen lassen sich mehrere In-App-Käufe künftig in einer einzigen App-Review-Einreichung bündeln; zudem wird für Mac-Apps keine Intel-Unterstützung mehr vorausgesetzt, sodass Entwickelnde nur noch Binärdateien für Apple Silicon ausliefern müssen.
In einer zweiten Pressemitteilung stellt Apple die neuen Intelligence-Frameworks und Developer-Tools vor. Aufbauend auf dem letztjährigen «Foundation Models Framework» – nun eine einzelne native Swift-API mit Bildeingabe, Server-Modell-Unterstützung und eigenen Skills – erhalten Entwickelnde Zugriff auf die nächste Generation der Apple-Foundation-Modelle, die Apple in Zusammenarbeit mit Google und dessen «Gemini»-Modellen entwickelt hat. Wer im «App Store Small Business Program» registriert ist und insgesamt weniger als zwei Millionen erste Downloads hat, kann diese Modelle über Private Cloud Compute ohne Cloud-API-Kosten nutzen. Alternativ lassen sich auch Modelle anderer Provider einbinden – Apple nennt explizit Claude und Gemini. Mit dem neuen Framework «Core AI» können Entwickler zudem eigene, vollständige LLM lokal auf dem Gerät ausführen. Über das aktualisierte «App Intents Framework» halten Funktionen der neuen «Apple Intelligence»-Generation und der «Siri AI» Einzug – etwa das Verständnis für persönlichen Kontext und App-Aktionen.
Beim Entwickeln selbst macht Xcode 27 laut Apple den «nächsten grossen Schritt» beim «Agentic Coding»: Die neue Version bringt die Modelle und Agents von Anthropic, Google und OpenAI direkt in den Workflow, samt Konversationen mit Programmier-Agents, einem neuen «Device Hub» und der Anbindung externer Tools über das «Model Context Protocol» und das «Agent Client Protocol» – GitHub und Figma sind die ersten Partner. Apples Software-Engineering-Chef Craig Federighi bezeichnet Xcode gemäss MacRumors als den «besten Ort», um Apps mittels «Agentic Coding» zu erstellen. Xcode 27 läuft neu ausschliesslich auf Apple Silicon, ist 30 Prozent kleiner und schneller. Dazu kommen Verbesserungen bei der Implementierung von «Liquid Glass», bei SwiftUI und Swift 6.4 sowie neue Tools für Spiele wie das «Game Porting Toolkit 4», offizielle Unity-Plug-ins und «Reality Composer Pro 3».
Ebenfalls erwähnt Apple in der App-Store-Mitteilung die kommenden Kindersicherungs-Funktionen: Für die Neuerungen in iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 wird ab Juli dazu der Altersfreigabe-Fragebogen für App-Anbietende aktualisiert.
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