Nein, gerade eben nicht! Über Geschmack lässt sich eben genau NICHT streiten.
^^ Meine Worte
Es gibt ganz klar guten und schlechten Geschmack, gutes und schlechtes Design usw.
^^ Wiederspricht deiner ersten Aussage. Geschmäcker sind verschieden, die hätte selbst Einstein nicht unifizieren können, soviel steht fest. Dafür gibt es massenweise Beispiele. Ich beschränke mich in den folgednen Ausführungen auf ein spezifisches, die Musik.
Wenn guter und schlechter Geschmack so zweifelsfrei unterschieden werden kann wie von dir beschrieben, dann müsste dies äquivalent auch auf die Musik applizierbar sein, sprich, man könnte sagen, dass es gute und schlechte Musik gibt. In wahrheit gibt es aber lediglich Musik, denn deren Mass an “Hörgenuss” - oder eben das Gegenteil - wird vom einzelnen individuell bestimmt.
Léo Delibes’ Flower Duet (am besten von Maria Callas gesungen) aus der Oper Lakmé gefällt wahrscheinlich jedem, folglich müsste man von guten Geschmack sprechen.
Bei dem Song You Will Be Reincarnated As An Imperial Attack Spaceturtle (Part I) von Behold The Arctopus (Album: Arctopocalypse Now…Warmageddon Later), werden sich die Geister allerdings streiten. Dem Freejazzbegeisterten wird diese Musik wahre Freuden bereiten (vorausgesetzt die Metaleinflüsse bekommen ihm), dem Delibes-Hörer wiederum, das Gegenteil.
Und da haben wir den Schlamassel. Das Dilemma beginnt genau da, wo begonnen wird zu unterscheiden. Und zwar im subjektiven Sinne. Man kann nicht objektiv beurteilen wie schön oder grässlich etwas aussieht. Man könnte lediglich Leute (am besten viele, sehr viele, sehr unterschiedliche) befragen und die Wahrscheinlichkeit hochrechnen.
Gruss & Kuss
^^ same to you
Die Form deiner Seite gefällt mir trotzdem recht gut. Schön schlicht und einfach. Um sich zurechtzufinden muss nicht gesucht werden. Es muss nicht gesucht werden…sollte nicht dies die Pure essenz des Designs sein? Don’t make me think. Wenn das erreicht ist, passt das Design für meine Bedürfnisse.
Aber ich empfinde meinen zweiten Satz nicht als Widerspruch.
Dass du gerade Musik als Beispiel hernaziehst ist natürlich clever. Nirgendwo sonst ist das Spektrum so weit gefächert. Und fast jeder hört sich Musik an. Es betrifft also auch quasi jeden.
z.T. gebe ich dirh recht. Doch man kann z.B. ganz klar sagen: Musik von Callas ist qualitativ hochstehend und perfekt ausgeführt. Gefällt nicht jedem, ist aber objektiv betrachtet gut. Guter Geschmack muss nämlich nicht auch gleich jedem gefallen. Es geht dadbei nicht um einen Allgemeingeschmack wie bei den Betty Bossy Produkten, der jedem schmeckt, sondern um eine allgemeingültige Aussage, ob etwas objektiv betrachtet Stil hat.
Und schliesslich muss man irgendwo mal beginnen. Die Welt ist vollgestopft mit schlechtem Design, schlecht sitzenden Anzügen, hässlichen Auto, schrecklichen Gebäuden, überladenen Websites, furchtbaren Alltagsgegenständen usw.
Dagegen soll etwas getan werden.
Die Autoindustrie hat reagiert. Die Autos sehen heute viel besser aus als noch vor 15 Jahren. Apple hat das Aussehen von Computern neu definiert und tausende von Designern arbeiten daran, dass unsere Welt etwas geschmackvoller wird.
Es geht nicht darum den individuellen Geschmack zu begrenzen, sondern darum schlecht gemachtes abzustrafen. Und langsam klappt das. Kaum jemand kauft heute noch ein Auto bloss um von A nach B zu gelangen. Wenn’s geht soll es doch bitte auch hübsch aussehen. Warum einen häslichen MP3 Player kaufen, wenn man für das gleiche Geld einen iPod erhält usw.
In diese Richtung denke ich ::)
Doch so etwas, müsste man an einem langen Abend bei einem guten Glas Rotwein besprechen (..wobei man bedenken muss, dass ich Wein nicht mag). So eine Diskussion hier zu führen ist eher suboptimal.
So wie es aussieht liegen die Vorstellungen, was die Definition von Design angeht, nicht einmal so weit auseinander. Und in der Tat, sollte man besser von Angesicht zu Angesicht mit genügend Zeitreserven und ohne Rotwein darüber “philosophieren”.
Dann sehe ich unser kurzes Intermezzo vorläufig als beendet an. Wer weiss, vielleicht ergibt sich ja in ferner Zukunft die Gelegenheit für einen macprime-Philosophie Abend.
Noch anfügen möchte ich, dass die Vorstellung, was gutes, und was schlechtes Design ist, auch induviduell ist. Die Schweizer Botschaft als Beispiel finde ich (unter vorgehaltener Hand) grässlich. Das geht schöner. Geschmäcker sind verschieden, und m.E. fast zu 100% nicht in gut oder schlecht einzuteilen.
Ich denke am Ende haben wir eher in Richtung “Usability” tendiert. Sprich, das Design kann dem einen oder anderen gefallen, bzw. nicht gefallen, aber die Benutzbarkeit (doofes Wort) steht prinzipiell im Vordergrund. Und dies zieht sich so ziemlich durch die gesamte Technik-Welt.
Die Navigation innerhalb einer Webseite zum Beispiel. Da sieht man allerhand. Doch seit Leonardo Da Vinci die “Tabs” erfand - welche er damals benutzte um sich in bereits gelesenen Büchern zurechzufinden - haben diese sich recht gut durchgesetzt. Macprime.ch ist da ein gutes Beispiel für gutes Design. Oben unter dem Logo und der Werbung findet man die “Tabs”, die Schrift des aktiven “Tabs” ist fett. Zusätzlich ist zu unterst stets der Weg in Richtung Home zu finden.
Bei Technischen Geräten ist das Design von hoher Bedeutung, weil sich fast niemand mehr die Zeit nimmt, Benutzerhandbücher zu lesen. Alles muss so selbsterklärend sein wie möglich, einfach, verständlich, soll nicht zum denken anregen, dafür ist die Kunst da ::).
Von da her denke ich, dass die neue Botschaft der Schweiz im Amiland vor allem dem Zweck dienlich ist. Und der Zweck hat in diesem Fall viele Seiten. Was allemal unterstützenswert ist, ist, dass den Amis, welche langsam die rosarote Brille im Bezug auf die Umwelt und deren Schutz ablegen, mit diesem Minergie-Haus ein gutes Beispiel gegeben wird, wie man auf das, was einem am Leben erhält, etwas Rücksicht nehmen kann.
Aber so früh am Morgen ist meine Urteilsfähigkeit noch ein wenig eingeschränkt.
Ich denke am Ende haben wir eher in Richtung “Usability” tendiert. Sprich, das Design kann dem einen oder anderen gefallen, bzw. nicht gefallen, aber die Benutzbarkeit (doofes Wort) steht prinzipiell im Vordergrund…
Ja, und nein…
Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass es durchaus schlechtes und gutes Design gibt. Das aber nicht der Durchschnittsgeschmack entscheidend ist und auch nicht der, des Einzelnen, sondern ein grundsätzliches objektives Grundverständis.
Unverständlicher kann ich mich wohl nicht ausdrücken :-/
Also anders: Martin gefällt die Schweizer Botschaft nicht - Egal! Denn das spielt keine Rolle. Objektiv Betrachtet ist es ein schönes und perfekt durchdachtes Gebäude, das viele ästhetische Grundnormen in sich vereint. Das St. Jakob Fussballstadion in Basel hingegen ist ein Murks, und wurde durch allerlei Kompromisse verschandelt. Vielleicht gefällt es den Fans trotzdem. Seine Hässlichkeit ist aber unverkennbar.
Es gibt also m.E. im Stillen ganz klare Richtilinien von gutem und schlechtem Design.
Wer definiert denn deine Objektivität? Die Botschaft mag ja wirklich “perfekt” (das Flachdach alleine ist ja schon zum Scheitern verurteilt) durchtacht sein, ist IMHO aber keinesfalls schön! Von aussen Betrachtet sieh es aus, als ob dieses Gebäude als Kriegsbunker dienen soll, nichts zum hingucken ausser in grau gefasste Ecken und Kanten. Im zweiten Weltkrieg wurden Bunker nach diesem Schema gebaut.
Zweite Salve:
Ästhetische Grundnormen kann man leider lediglich der Natur entnehmen, denn daraus entstanden sie letztenendes. Eckige Menschen gibt es zwar nicht, aber wer würde schon einen eckigen Partner einem wohlgeformten, den ästhtetischen Grundnormen der Natur entsprungenen vorziehen?
Dritte (und für mich entscheidende) Salve:
Schönheit sowie Hässlichkeit entsteht nicht dadurch dass etwas schön oder hässlich aussieht, sondern dadurch, wie es der einzelne, das Individuum subjektiv empfindet.
Wenn ich mich recht besinne ist Ästhetik ja mittlerweile Gegenstand empirischer Forschungsarbeiten geworden, deren bisherige Quintessenz nichts anderes ist, als die Erkenntnis, dass Ästhetik im Gehirn entsteht.
Aber um nicht zu viel rumzuballern muss ich auch sagen, dass Design im Groben und Ganzen schon Richtlinien zu folgen hat. Und diese Richtlinien bestehen und entstanden aus Logik und Gewohnheit. Dies beginnt bei der Klospülung und zieht sich durch das ganze Leben. Designer könnten ja auf die Idee kommen, bei einem Auto Gas- und Bremspedal zu vertauschen oder ähnliches, das hätte aber wenig mit schön und hässlich zu tun, sonder mit der bereits angesprochenen Benutzbarkeit. Es wäre aber in der Tat hässlich, plötzlich nach links einlenken zu müssen, um eine Rechtskurve zu fahren. Design ist für mich einfach etwas, was man auch mit geschlossenen Augen erfahren kann (mit einigen Ausnahmen).
Ich denke am Ende haben wir eher in Richtung “Usability” tendiert. Sprich, das Design kann dem einen oder anderen gefallen, bzw. nicht gefallen, aber die Benutzbarkeit (doofes Wort) steht prinzipiell im Vordergrund. Und dies zieht sich so ziemlich durch die gesamte Technik-Welt.
Die Navigation innerhalb einer Webseite zum Beispiel. Da sieht man allerhand. Doch seit Leonardo Da Vinci die “Tabs” erfand - welche er damals benutzte um sich in bereits gelesenen Büchern zurechzufinden - haben diese sich recht gut durchgesetzt. Macprime.ch ist da ein gutes Beispiel für gutes Design. Oben unter dem Logo und der Werbung findet man die “Tabs”, die Schrift des aktiven “Tabs” ist fett. Zusätzlich ist zu unterst stets der Weg in Richtung Home zu finden.
Bei Technischen Geräten ist das Design von hoher Bedeutung, weil sich fast niemand mehr die Zeit nimmt, Benutzerhandbücher zu lesen. Alles muss so selbsterklärend sein wie möglich, einfach, verständlich, soll nicht zum denken anregen, dafür ist die Kunst da ::).
Von da her denke ich, dass die neue Botschaft der Schweiz im Amiland vor allem dem Zweck dienlich ist. Und der Zweck hat in diesem Fall viele Seiten. Was allemal unterstützenswert ist, ist, dass den Amis, welche langsam die rosarote Brille im Bezug auf die Umwelt und deren Schutz ablegen, mit diesem Minergie-Haus ein gutes Beispiel gegeben wird, wie man auf das, was einem am Leben erhält, etwas Rücksicht nehmen kann.
Aber so früh am Morgen ist meine Urteilsfähigkeit noch ein wenig eingeschränkt.
Ok, so habe ich das jetzt auch noch nicht angeschaut, klingt einleuchtend. Gut, man muss ev. definieren, welches «Design» wir meinen. Rein, das optische Aussehen, oder das «Design» im Sinne von z.B. «Hardwaredesign». Ich habe mich eigentlich nur auf das optische Bezogen, und da sind hirnstroem und ich wohl einer Meinung was die CH-Botschaft angeht. Von der Usabily und so bin ich überzeugt, wird selbige perfekt sein! Keine Frage! Aber hässlich finde ich sie trotzdem.
Ich würde auch eher sagen, dass ob Hässlich oder Schön eine Frage des einzelnen ist, und nicht von festgelegten Richtlinien!
Ich muss wohl eingestehen, dass mein ästhetisches Grundverständnis subjetktiv geprägt ist und sich nicht mit eurem deckt.
Auch wenn ich mich nun auf dünnes Eis begeben, behaupte ich mal, dass Geschmack, Stil & Ästhetik weniger mit Demokratie zu tun haben, als ihr denkt. Die Mehrheit aller Menschen zieht sich nämlich noch zu schlecht an, fährt zu hässliche Autos, wohnt zu furchtbar und legt kaum Wert auf Äusserlichkeiten, als dass es so sein könnte.
Im GQ musste ich nun lesen, das Leute meines Schlages Luxoretiker genannt werden, die für eine gut aussende Milchpackung durch die halbe Stadt fahren, obwohl sie gar kein Milch trinken - aber im Kühlschrank siehts dann einfach besser aus. - Ich bin da ähnlich.
Wahrscheinlich spielt es auch eine Rolle, wie zentral und wie wichtig einem diese Dinge sind. Bei mir sollte nämlich jede Verpackung, jedes Produkt, na einfach alles gut gestylt sein. Apple erledigt diesen Job mit Bravour. Der Ort wo man einen Mac kauft, die Verpackung und schliesslich das Produkt selber sind perfekt.
Wenn nun jeder ein positives Grundverständnis von Ästhetik hätte, so wie ihr das behauptet, müsste der Marktanteil von Apple signifikant höhrer liegen. ;) Tut er aber nicht. Ergo: Den meisten Leuten ist es “wurscht” wie ihr PC aussieht, er ist ja zum arbeiten da. - Kann ich nicht nachvollziehen! Entweder ist man konsequent oder nicht. Man kann nicht von sich behaupten, man verstünde was von Ästhetik und dann auf einem überladenen Tisch auf einem Dell rumdrücken.
Und es soll jetzt keiner kommen und behaupten, das ganze sei eine Geldfrage. Das war mal so! Heute kann man sich bei Interio für wenig Geld stilvoll einrichten, ein Mac ist nicht teurer als ein Dell und bei Zara gibt es gute Mode für wenig Bares.
Um subversiv zu sein, muss man nunmal subjektiv sein!!
So seh ich das ::)
Gruss & Kuss
Pure
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