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Weitere Details zu Swisscom iO

19 Kommentare — Veröffentlicht am Dienstag, 25. Juni 2013, um 10:54 Uhr von Stefan Rechsteiner

Seit gestern ist die Katze aus dem Sack: Die Swisscom hat einen eigenen Messenger veröffentlicht. Mit «iO» lanciert die Swisscom aber nicht wie zuerst vermutet einfach einen «weiteren Messenger» im eh schon überbordenden IM-Markt. Der Telekomriese hat einiges mehr vor mit «iO» — die Plattform soll die Kommunikation revolutionieren.

iO ist als Gratis-Download für Smartphones mit Apples iOS und Googles Android in den entsprechenden App-Stores erhältlich. Für die Nutzung benötigt der Dienst nur die persönliche Mobiltelefonnummer und die Angabe eines Namens. Ein Mobil-Abo bei der Swisscom ist nicht erforderlich, der Dienst funktioniert in nahezu allen Mobilfunknetzen. iO erlaubt das Austauschen von Chat-Mitteilungen und Bildern — und das führen kostenloser Telefonate über das Internet.

Mit iO kann aber nicht nur mit anderen iO-Nutzern kostenlos übers Internet telefoniert werden, dank der Anbindung ans bestehende Telefonnetz können iO-Nutzer auch alle Festnetz- und Mobilfunknummern in der ganzen Schweiz und in vielen anderen Ländern erreichen. Hierfür gibt es ab 1. Juli zwei Optionen, die iO-Nutzer bei Bedarf hinzubuchen können. Die Option «Flat CH» ab 15 Schweizer Franken pro Monat ermöglicht unbegrenztes Telefonieren in alle Schweizer Netze. Mit einer speziellen Auslands-Flat Option für 25 Schweizer Franken monatlich ist zudem unbegrenztes Telefonieren nach Europa, Kanada und in die USA möglich.

Die «Flat CH»-Option steht allen «Natel infinity»-Kunden bereits ab sofort gratis zur Verfügung, die Auslands-Flat ist im Abo «infinity XL»-inkludiert. Die Optionen können auch von anderen Swisscom-Kunden gebucht werden, die «Flat CH» auch von Kunden anderer Mobilfunkanbieter. Profitieren sollen ausserdem diejenigen können, die gerne mit Sofortnachrichten kommunizieren: Nutzern ohne iO werden die Nachrichten weltweit kostenlos als SMS zugestellt.

Auslands-Flat für Swisscom iO

iO kann laut Swisscom auch im Ausland vollumfänglich genutzt werden. Damit werde das Telefonieren im Ausland «so günstig wie noch nie», wie die Swisscom schreibt. Befindet sich das Mobiltelefon in einem (kostenlosen) WLAN Netz, fallen keine weiteren Kosten an. Durch die Preissenkungen beim Swisscom-Datenroaming sollen Swisscom-Kunden auch ohne WLAN Netz «massiv günstiger» im Ausland telefonieren können. Die Swisscom nennt als Beispiel ein 50 MB Wochenpaket, bei der Nutzer «bereits ab 9 Rappen pro Minute» mit Kontakten in der Schweiz über die iO-App telefonieren können.

Die Swisscom bemüht sich auch, die Sicherheit des Dienstes zu erwähnen. Alle Daten, wie auch der Betrieb des Dienstes würden über «sichere Server in der Schweiz» laufen und unterliegen damit auch den Schweizer Datenschutzgesetzen. Zudem werden nur die für den Betrieb notwendigen Daten von Swisscom gespeichert, das persönliche Adressbuch wird beispielsweise nicht automatisch kopiert, wie das andere Apps tun.

Diesbezüglich nicht erwähnt wird in der Swisscom-Mitteilung jedoch der Umstand, dass in den Nutzungsbestimmungen der App folgender Satz steht: «Swisscom arbeitet im Hinblick auf die Auswertung des Nutzungsverhaltens mit ausländischen Firmen zusammen, weshalb Daten ins Ausland übermittel werden.» Die Swisscom stelle jedoch sicher, so wird geschrieben, dass diese Firmen dem Datenschutz und der Datensicherheit in gleicher Weise verpflichtet seien, wie die Swisscom selbst.

Weitere Funktionen wie Gruppenchat, Videotelefonie und eine App-Version für Tablets sollen bereits in Entwicklung sein und «folgen im Spätsommer», so Swisscom. iO übernehme im Falle mehrere Geräte die vollständige Synchronisierung, so dass zum Beispiel die Anruf- und Chatchronik auf allen Geräten immer verfügbar sein soll.

Weitere Informationen über «Swisscom iO» gibt es auf der Webseite zu iO.

Interview mit Urs Schaeppi, Leiter Swisscom Schweiz, zur iO-Lancierung

Kategorie: Schweiz
Tags: Mobilfunk, Mobilfunknetz, Mobiltelefonie, Swisscom, Swisscom iO

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19 Kommentare

Kommentar von Michi (#26876)

Kann es geben ja. Bei gutem Empfang oder WLAN habe ich jedoch gute bis sehr gute Erfahrungen gemacht mit Skype. An den meisten Standorte die deutlich bessere Verbindung möglich, besonder bei mir zuhause. An Standorte wie dem HB Zürich ist VoIP bestimmt die eher schlechtere Wahl.

Die Qualität der ‘normalen’ Telefonie ist auch sehr variabel und von vielen Dingen abhängig. Auch gibt es Standorte bei denen sehr schlechtes oder kein Mobilfunksignal zu empfangen ist (Keller, abgelegenes Ferienhaus etc.), jedoch bereits mit WLAN abgedeckt ist.

Beides hat seine Vor- und auch Nachteile.

Kommentar von birdy70 (#26879)

ich sehe echt keinen einzigen Grund io zu verwenden. Mir reicht Skype und iMessage bzw. Facetime. Alles via IP und möglich zu allen - und Skype für nicht iOS Kontakte ist preislich absolut OK. Geht auch alles via Desktop und auf allen Systemen ist der Stand identisch.
Aber das io nicht gut ankommt ist ja auch nichts neues - ausser Michi, der promote scheinbar für Swisscom!?

Kommentar von Michi (#26880)

@Marc: Nein, ich arbeite nicht bei der Swisscom. Die meisten wissen nur nicht was die App alles kann, resp. in kürze können wird. Teil der Funktionen kosten jedoch etwas, es sei den man hat ein NATEL infinity.

WhatsApp kann nur von EINEM Handy auf ein anderes Handy mit WhatsApp schreiben. iO kann auf JEDE beliebige Nummer schreiben. Du kannst Dein iO in Kürze auf mehreren Geräte installieren. So hast Du auf jedem Deiner Geräte den aktuellen Verlauf der Nachrichten verfügbar. Dazu gibt es viele Vorteile betreffend Datenschutz (Dein Adressbuch wird nicht auf einem Server gespeichert u.a.). Und das sind nun nur die Vorteile gegenüber WhatsApp. ;-)

Kommentar von anonymous9640 (#26881)

schauen wir in ein paar Monaten wie sich iO entwickelt. Meine Prognose: eine Handvoll nutzt iO aktiv, eine weitere Handvoll hat in zumindest installiert, könnte ja sein, dass man ihn mal braucht, und der grosse Rest hat noch nie von iO gehört oder iO schon wieder vergessen, weil WhatsApp alle Anforderungen erfüllt und die entsprechende Verbreitung hat.

Kommentar von Joel888 (#26893)

Die Sprachqualitaet ist wirklich schlimm. Habe im VoIP Bereich seit Jahren nicht mehr eine solch schlechte Qualitaet erlebt. Jedenfalls nicht von einem namhaften HQ-Premium Anbieter. Ist die Swisscom doch, oder? Am schlimmsten ist jedoch, die Swisscom iO Telefonate sind nicht verschluesselt und ganz einfach abhörbar. Selbst getestet! Da verspricht die Werbung zu Swisscom iO etwas anderes.

Jedenfalls ist iO nichts anderes als eine Viber-Copy, zum Glück ohne diesen unzumutbaren ContactSyncWanzenQuatsch von Viber (deswegen habe ich Viber nie produktiv installiert, sondern nur auf einem Testgerät mit einem einzigen Kontakt, und mit outbound Telefonie zu Swisscom Tarifen on Top.

Fazit: Die Swisscom verballert ihren Vorschuss an Vertrauen.

Qualität schlecht!
Zuverlässigkeit=NO!
Sicherheit=Telefonate laufen voellig unverschluesselt und sind prinzipiell für jedermann abhörbar.


Sehr schade.

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