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Passwort vergessen?

PRISM: Ändern Datenaffären rund um NSA und Co deine Internet-Gewohnheiten?

7 Kommentare — Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Juli 2013, um 13:12 Uhr von Stefan Rechsteiner

«Die NSA liesst mit» und «Der gläserne Bürger»: Die Datensammlung und Überwachung der digitalen Kommunikation durch den US-Nachrichtendienst NSA sorgt seit Wochen für viel Aufsehen und grosse Empörung. Neu ist das Thema indes nicht. Datenschutzrechtler warnen seit Jahren. Entsprechend ist das Bekanntwerden von PRISM und ähnlichen Überwachungssystemen für viele nicht ganz überraschend. Die Geschichte katapultiert die Thematik aber in die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit.
Abermillionen Menschen nutzen täglich die Internet-Dienste von Apple, Dropbox, Facebook, Google, Microsoft, Skype, Twitter, Yahoo, YouTube und Konsorten. Auf viele dieser Daten soll der US-Nachrichtendienst Zugriff haben, «mitlesen» können.

In Zeiten scheinbar bald inexistenter Privatsphäre möchten wir in unserer aktuellen Umfrage deshalb von euch erfahren, ob die jüngsten Enthüllungen an euren Internet-Gewohnheiten etwas ändern. Nutzt ihr deshalb einige Dienste nicht mehr? Oder seit ihr vorsichtiger was ihr wo postet, veröffentlicht oder über welche Kanäle ihr mit wem über was kommuniziert? Zieht ihr euch gänzlich aus einigen Internet-Diensten zurück?
Gerne erfahren wir in den Kommentaren zu dieser Umfrage mehr über eure Wahl.

Die Resultate der letzten Umfrage finden sich im Artikel: «Umfrageergebnis: 78 Prozent gefällt das neue iOS-7-Design»

Kategorie: Studien
Tags: Überwachung, Apple, Datenaffäre, Datenschutz, Digital, Dropbox, Facebook, Google, Internet, Kommunikation, Microsoft, NSA, PRISM, Privatsphäre, Privatsphäre Internet, Skype, Twitter, USA, Yahoo, YouTube

Umfrage: PRISM: Ändern Datenaffären rund um NSA und Co deine Internet-Gewohnheiten?

Resultate auf die Umfrage «PRISM: Ändern Datenaffären rund um NSA und Co deine Internet-Gewohnheiten?»
Prozent Antwort Stimmen
47.02% Ja, ich ändere meine Internet-Aktivitäten (Details per Kommentar)
347 Stimmen
12.60% Ich verzichtete bereits vor der PRISM-Affäre wo möglich auf solche Dienste (Details per Kommentar)
93 Stimmen
40.38% Nein, ich nutze das Internet wie gehabt
298 Stimmen
738 Stimmen insgesammt
Resultate auf die Umfrage «PRISM: Ändern Datenaffären rund um NSA und Co deine Internet-Gewohnheiten?»

7 Kommentare

Kommentar von magoo (#26928)

Mein Plan:
- in Zukunft wo möglich nur noch Cloud Dienste mit Servern in Europa verwenden (oder diese so weit wie möglich vermeiden)
- nur lokale Backups (nichts geht in die Cloud)
- Passwörter Verwaltung verbessern (1Password o.ä verwenden)
- emails Verschlüsseln (das ist leider schwieriger, da man sich mit den anderen zuerst darüber einigen muss)
- Social Networks nein Danke (oder zumindest keine persönlichen Informationen darin kundgeben)

Kommentar von anonymous9640 (#26931)

ich ändere gar nichts, Dropbox werde ich weiter wie bisher benutzen mit einem TrueCrypt Container und da Dropbox intelligent ist, synchronisiert es auch nicht jedes mal den ganzen Container sondern nur die Änderungen.
Emails wird normal weiter benutzt, verschlüsseln ist hier einfach nicht wirklich praktikabel.
Google+ werde ich auch weiterhin benutzen, gebe aber auch nur minimal Informationen preis und schaue gut auf Privatsphäre Einstellungen.
Nur weil irgendwelche Geheimdienste/Nachrichtendienste alles lesen, ziehe ich mich nicht komplett aus dem Netz zurück. Schliesslich liest das Zeug von nicht auffälligen Personen auch keine Person, sondern nur irgendein Computeralgorithmus, was es natürlich nicht besser macht, aber man kann die Sache auch unnötig aufbauschen. Die Bürger wurden schon im Mittelalter bespitzelt und auch bevor es Internet gab, wurden schon umfangreiche Personenprofile erstellt.

Kommentar von Topppp (#26939)

Ich habe mein Verhalten wesentlich verändert. Leider habe ich in den vergangenen Jahren insbesondere Apple zu fest vertraut. Das war ein grosser Fehler, welcher ich gemacht habe. Ich werde vermehrt auf Schweizer Produkte und Firmen setzten, da diese dem (sehr) guten Schweizer Datenschutz unterstehen.

Folgendes habe ich bis jetzt geändert:
- Ich habe mir ein E-Mail-Zertifiakt zugegelgt und kann meine Mails nun verschlüsselt versenden (SMIME). Meine wichtigsten Kontakte haben nun ebenfalls Zertifikate.
- Ich habe meine Daten in iCloud manuell gelöscht und iCloud deaktiviert. Ich synchronisierte iPhone und Computer nun wieder wie früher über das Kabel. Das ist ein kleiner Rückschritt, welcher ich aber für meine Datensicherheit gerne hinnehme. Es liegen nun keine Daten von mir mehr auf einer Cloud.
- Ich verwende LittleSnich, um zu sehen, wer was von und zu meinem Computer sendet.
- alle meine HD’s sind verschlüsselt und wichtige Dokumente mehrfach
- ich verwende iMessage und WhatsApp wenn möglich nicht mehr. Ich habe mir einen neuen Messanger geladen, welcher eine End-to-End-Verschlüsselung verwendet. Die App stammt von einer Schweizer Firma (100% in Schweizer Besitz), welche nur Schweizer Server besitzt. Meine wichtigsten Kontakte sind ebenfalls umgestiegen.
- Ich verwende den Safari-Browser nicht mehr. Ich surfe mit dem sicheren TOR-Browser, mit diesem kann niemand meine Surfgewohnheiten herausfinden.

Einzig etwas habe ich noch nicht gefunden. Ein Video-Chat-Programm, welches End-to-End-Verschlüsselung verwendet. Ich hoffe, das kommt bald von einer Schweizer Firma auf den Markt oder jemand kann mir hier weiterhelfen?

Kommentar von anonymous9640 (#26940)

alle sagen jetzt, dass sie mehr auf Schweizer Dienste setzten, leider bringt das nicht wirklich viel, wenn die Nachrichtendienste direkt an den Knotenpunkten/Leitungen des Internets mithören. Und wer ernsthaft glaubt, dass der Schweizer Geheimdienst oder die Nachbar Geheimdienste nicht mithören würden, ist ganz schön naiv.

Kommentar von Anne (#26948)

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht! Ich nutze das Internet wie gehabt und stelle nur die Informationen öffentlich, die ich auch vertreten kann. Ich habe nichts zu verbergen. Jeder Teilnehmer hat es doch selbst in der Hand! Wer sich heute noch anonym wähnt, kann in Wirklichkeit schon längst beobachtet werden.
Schade, dass viele Profile/Teilnehmer hinter der Maske der Anonymität verschwinden. Ich denke, wer sich dabei einer Tarnkappe bedient, fällt im Fortschritt des digitalen Zeitalters weit zurück.
In unserer demokratischen, freizügigen Gesellschaft gibt es kaum Risiken, seine Meinungen zu vertreten. Ich habe keine Probleme damit, “ausgespäht” zu werden.

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