MacBook Neo: Nur Kompromisse? Falscher Blickwinkel!
Wer sich das neue MacBook Neo anschaut und dabei denkt «Dem fehlt ja X!», «Das hat ja gar kein Y!» oder «Was!? Nur Z GB?» – dann ist etwas schon glasklar: das MacBook Neo ist nicht für dich gedacht. Wer das Neo mit dem MacBook Air oder gar dem MacBook Pro «von oben herab» vergleicht, wird beim Neo nur Kompromisse sehen. Dabei bietet das MacBook Neo für einen bisher undenkbaren Preis vieles.
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Das Neo ist aber nicht für Nutzende gedacht, die bisher ein MacBook Pro oder MacBook Air hatten, sondern für Neueinsteigende. Für Personen, die sich schon lange einen Mac kaufen wollten – es sich bisher aber nicht leisten konnten. Das MacBook Neo gibt all diesen Menschen einen ersten Eindruck davon, wie sich ein Computer im Apple-Ökosystem anfühlt. Womöglich gehört ein iPhone und/oder ein iPad bereits zum eigenen Besitz – jetzt soll endlich auch ein erster Mac-Computer her; genau hier setzt das MacBook Neo an.
Ein Preis um 500 bis 600 Franken für ein solches Gerät galt bisher nicht nur für Apple, sondern für die ganze Branche als undenkbar. Das MacBook Neo ist nicht einfach ein Günstig-Computer wie die anderen abgemagerten Klapprechner in diesem Preissegment, die meist in billigem Plastik gehalten und nicht selten mit einer Sparversion eines Betriebssystems ausgerüstet sind. Das MacBook Neo ist durchwegs ein Mac: vom Betriebssystem macOS ohne Einschränkungen, bis zum typisch Apple-erstklassig verarbeiteten Metall-Gehäuse aus Aluminium.
Natürlich musste Apple gewisse «Kompromisse» gegenüber bestehenden MacBook-Modellen eingehen, um beim Neo auf einen Kaufpreis von 580 Franken zu kommen (im Bildungs-Preis sogar nur 480 Franken): Es gibt etwa kein Force-Touch-Trackpad, im Neo steckt stattdessen ein klassisch mechanisches Trackpad; auch hat es keine 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera mit «Desk View», das Neo verfügt nur über eine normale 1080p-Kamera (= 2 MP); die Tastatur ist nicht hintergrundbeleuchtet; es gibt kein Thunderbolt, sondern «nur» USB-C mit USB 3 und USB 2; und es gibt beim Neo weder Mag-Safe noch Fast-Charging.
Diese und andere «Kompromisse» fallen aber nicht ins Gewicht, wenn man sich nicht vorher schon an diese Eigenschaften gewohnt hatte – weil man von einem MacBook Air oder von einem MacBook Pro her kommt. Wer aber noch nie ein Mac hatte, vermisst diese zusätzlichen Annehmlichkeiten der etablierten MacBook-Modelle nicht. Sie sind Zückerchen, die es beim Air und Pro gibt – mit entsprechendem Aufpreis.
Und auch der Chip dürfte von vielen unterschätzt werden. Zwar handelt es sich beim «A18 Pro» um einen anderthalbjährigen «iPhone-Chip» – seine Architektur entspricht aber jener der bis vor wenigen Monaten aktuellen «M4»-Generation. Dieser hochmoderne (quasi) «M4 lite» liefert insbesondere bei Single-Core-Operationen glanzvolle Resultate – er hängt hier sogar den «M3» ab. Die ebenfalls nicht schlechte, etwa zwischen «M1» und «M2» liegende Multi-Core-Leistung fällt vor allem bei intensiven Workloads wie Video-Bearbeitung, Rendering etc. ins Gewicht – aber für solche Arbeiten sind das Air und speziell das Pro ohnehin besser geeignet. Dass das neue MacBook Neo «nur» 8 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher hat, mag Air- und Pro-Nutzende – oder deren Specs Gewohnte – regelrecht erschrecken; für das, was der Neo gedacht ist – nämlich zum Surfen, für Office-Aufgaben oder für leichte Kreativ-Arbeiten – dürften die 8 GB aber ausreichen; nicht zuletzt zusammen mit dem exzellenten Swapping von macOS. Erste Reviews zum neuen Gerät dürften dies bestätigen.
Wer beim neuen MacBook Neo nur Kompromisse sieht, sollte es sich gar nicht erst überlegen, eines zu kaufen; beim MacBook Air oder MacBook Pro ist man da mit Sicherheit besser aufgehoben.
Wer im neuen MacBook Neo aber das sieht, was es ist, erhält für vergleichsweise wenig Geld viel: ein Gut-Genug-Mac für wohl 95 Prozent der alltäglichen Aufgaben der meisten da draussen (Lernende, Studierende, Familien, Gelegenheitsnutzende; oder als Zweitgerät); und eine exzellente Einstiegs-Droge für die Mac-Plattform für Neueinsteigende und «Switcher».
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