«MacBook Neo»: Neues kostengünstiges Einstiegs-Notebook von Apple

Die vielen Gerüchte der letzten Monate haben sich bestätigt – ebenso Apples eigener Spoiler gestern Abend: Soeben hat der Mac-Hersteller ein neues Einstiegs-Notebook namens «MacBook Neo» vorgestellt.

Stefan Rechsteiner

Das neue kostengünstige MacBook Neo kommt in einem Gehäuse aus – typisch Apple – Aluminium daher; und ist in verschiedenen Farben verfügbar: «Silver (Silber)», «Blush»-Rosa, «Indigo»-Blau und «Citrus»-Gelb. Es ist damit der erste Mac seit Jahren, den es wieder in «richtigen» Farben gibt, nachdem in den vergangenen Jahren alle Mac entweder in einem Silber- oder Dunkelblau-/Schwarz-Ton, Gold oder sanften Weiss daher kamen.

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Das neue farbenfrohe MacBook Neo (Apple)

Betrieben wird das MacBook Neo mit einem «A18 Pro» – das ist der gleiche 3nm-Chip der «M4»-Architektur von 2024, der auch im iPhone 16 Pro und im iPhone 16 Pro Max steckt. Die CPU des «A18 Pro» zählt 6 Kerne (2 Performance- und 4 Efficiency-Cores), die GPU des im MacBook Neo verbauten A18 Pro zählt 5 Kerne (mit Unterstützung für hardwarebeschleunigtes Raytracing) und die NPU «Neural Engine» verfügt über 16 Kerne. Gemeinsamer Arbeitsspeicher («Unified Memory») hat der Chip 8 GB mit an Bord. Die Speicher-Bandbreite des Chips beträgt schnelle 60 GB/s. Ebenfalls Teil des Chips ist eine «Media Engine» mit Hardware-beschleunigtem H.264, HEVC, ProRes und ProRes RAW, einer Video-Decode- und -Encode-Engine, einer ProRes-Encode- und -Decode-Engine und AV1-Decoding. Apple schreibt dazu: «Mit der Power des A18 Pro kann das MacBook Neo tägliche Aufgaben schnell erledigen, vom Surfen im Internet und Streamen von Inhalten bis zu Fotobearbeitung, kreativen Hobbys oder der Nutzung von KI-Funktionen in verschiedenen Apps. Tatsächlich ist es bei alltäglichen Aufgaben wie dem Surfen im Internet bis zu 50 Prozent schneller und beim Ausführen von KI-Workloads direkt auf dem Gerät, etwa beim Anwenden fortschrittlicher Effekte auf Fotos, bis zu 3-mal schneller im Vergleich zum meistverkauften PC mit dem neuesten handelsüblichen Intel «Core Ultra 5»-Chip.»

Das «Liquid Retina»-Display des MacBook Neo misst 13 Zoll, unterstützt «bis zu 1 Milliarde Farben» im sRGB-Farbraum, zeigt HRD-Inhalte mit «Dolby Vision», HDR10+, HDR10 und HLG an, löst mit 2408 × 1506 Pixel auf (das sind 219 Pixel pro Zoll) und leuchtet mit bis zu 500 nits.

Als Erweiterungssteckplätze hat das neue Einstiegs-MacBook zwei USB-C- und einen 3.5-mm-Kopfhörer-Anschluss. Eines der beiden USB-C-Steckplätze (der hintere) ist «USB 3», also mit bis zu 10Gb/s, und unterstützt via DisplayPort 1.4 (bis HBR3) auch ein externes Display mit bis zu 4K-Auflösung mit 60 Hertz; während der vordere USB-C-Steckplatz «USB 2» ist (bis zu 480 Mb/s) aber wie der hintere auch zum Aufladen des Notebooks genutzt werden kann.

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Speicherplatz hat das MacBook Neo standardmässig 256 GB. Für einen Aufpreis von 100 Franken/Euro/US-Dollar gibt es eine SSD mit 512 GB – und zusätzlich verfügt die Tastatur dann auch über einen «Touch ID»-Fingerabdruck-Sensor zur Authentifizierung am Gerät und für Apple Pay.

Wie Apple informiert, hält der Akku des MacBook Neo mit einer Ladung bis zu 16 Stunden. «Das macht es zum perfekten Begleiter für Arbeit und Unterhaltung unterwegs – vom Klassenzimmer bis zum Café und allem dazwischen», so Apple.

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Die integrierte FaceTime-Kamera löst mit 1080p auf. Ebenfalls eingebaut sind zwei Mikrofone mit gerichtetem Beamforming, die Hintergrundgeräusche reduzieren und «die Stimme von Nutzer:innen isolieren» können. Als Sound-System sind «zwei seitlich abstrahlende» Lautsprecher mit Unterstützung für «Spatial Audio (3D-Sound)» und Dolby Atmos verbaut.

Funk-technisch verfügt das MacBook Neo über Wi-Fi 6E (802.11ax) und Bluetooth 6 – entsprechend ist nicht Apples neuer Netzwerk-Chip «N1» verbaut worden.

Das neue Notebook wiegt 1.23 Kilogram – ist also genau gleich leicht wie ein 13-Zoll MacBook Air; und es ist 1.27 Zentimeter dünn, was nur 1.4 Millimeter dicker ist als ebendieses Air.

Mit 20.64 × 29.75 Zentimeter hat es ziemlich genau die gleichen Masse wie ein «A4»-Blatt.

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Spannend ist auch der «Recyclinganteil» des MacBook Neo von insgesamt 60 Prozent – dem «höchsten in einem Apple Produkt», so der Mac-Hersteller. Das Gehäuse besteht aus zu 90 Prozent recyceltem Aluminium, die Batterie zu 100 Prozent recyceltem Kobalt. Weiter werde das Gehäuse mit einem «materialeffizienten Umformverfahren gefertigt, bei dem 50 Prozent weniger Aluminium verbraucht wird als bei herkömmlichen Zerspanungsmethoden», so Apple. Über die gesamte Lieferkette soll das MacBook Neo zudem «mit 45 Prozent erneuer­barem Strom gefertigt» werden. Weiter sei die Verpackung aus Papier zu 100 Prozent «faserbasiert und lässt sich leicht recyceln». In Europa im Lieferumfang nicht enthalten ist ein Netzteil – anders in den USA, wo ein 20-Watt-Netzteil beiliegt.

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Das neue MacBook Neo kostet 579 Franken resp. 699 Euro oder 599 US-Dollar. Für 679 Franken, 799 Euro oder 699 US-Dollar gibts die 512er-SSD und Touch ID. Die Garantie-Verlängerung AppleCare+ kann für einmalig 119 Franken resp. 149 Euro oder wo verfügbar 55 Euro oder 50 US-Dollar pro Jahr dazu gebucht werden.

Studierende einer Hochschule und Lehrkräfte, sowie Bildungsinstitutionen können das neue MacBook Neo ab 479 Franken resp. 599 Euro oder 499 US-Dollar beziehen.

Das neue Einstiegs-MacBook kann ab sofort bei Apple vorbestellt werden und ist ab kommendem Mittwoch, 11. März, im Handel erhältlich.

Wie das Intro-Video sowie auch die Webseite zum neuen MacBook Neo zeigen, scheint Apple das Gerät vor allem auch an «Switcher» zu richten – also an Personen, die von einem PC mit Windows oder Linux oder einem Chromebook kommen und sich erstmals einen Mac kaufen wollen:

«Hello, MacBook Neo» (Apple)
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