Apple bezieht Schweizer-Kartendaten neu auch direkt von swisstopo

Wie für viele andere Regionen der Welt bezog Apple die Geodaten für die Schweiz in der eigenen «Karten»-App bisher hauptsächlich durch den Navi-Hersteller TomTom. Dieser wiederum baut für seinen Datensatz unter anderem auf die Geodaten des Bundesamt für Landestopografie, «swisstopo».

Wie aus dem kürzlich aktualisierten Quellen-Verzeichnis von Apples Karten-App hervorgeht, bezieht Apple für die Schweiz neu Kartendaten auch direkt vom hiesigen Bundesamt.

Kam es bisher zu Änderungen im swisstopo-Datensatz, musste zuerst TomTom diese Änderungen von swisstopo übernehmen und dann in einem zweiten Schritt auch Apple die Änderungen von TomTom in die Karten-App einfliessen lassen. Mit dem direkten Bezug der swisstopo-Daten könnten so künftig Änderungen in den Geodaten des Bundesamtes schneller ihren Weg in die Karten-App finden.

Das Bundesamt bietet eine Vielzahl an Geodaten für die ganze Schweiz an – darunter auch hochauflösende Luftbilder. Seit letztem Jahr erfasst swisstopo die Schweiz auch mithilfe Airbone-LiDAR als digitale Oberflächenmodelle. Die Geodaten von swisstopo sind seit Anfang März kostenlos zur freien Nutzung verfügbar – womöglich ist dies mit ein Grund, warum Apple die Karten-Daten neu auch direkt von swisstopo bezieht.

Für die Schweiz greift Apple für die Karten-App des Weiteren auch auf die Unternehmenseinträge von localsearch (frühere Swisscom Directories) und für die ÖPNV-Angaben auf die Daten des öffentlichen Nahverkehrs der Schweizerischen Bundesbahnen SBB zurück.

Von Stefan Rechsteiner
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