Apple streicht Serie «Bastards»

Die auf der israelischen Produktion «Nevelot» basierende Serien-Adaption «Bastards» braucht ein neues Zuhause – Apple hat sich einem Bericht zufolge vom Projekt verabschiedet.

Stefan Rechsteiner

Die Serie handelt von zwei ehemaligen Militär-Freunden und Vietnam-Veteranen, die sich nicht mit den Ideologien der Millennials identifizieren können. Sie sind im Glauben, dass die Jungen von heute die Opfer ihrer Generation nicht verstehen und verüben deshalb Mordanschläge gegen Jugendliche.

Geplant waren für die Serie acht Episoden. Der bekannte Schauspieler Richard Gere hätte Gerüchten zufolge einen der beiden Hauptrollen spielen sollen. Es war ausserdem geplant, dass sich «Homeland»-Erschaffer Howard Gordon zusammen mit dem «Las and Order: SVU»-Showrunner Warren Leight für die US-Adaption verantwortlich zeigen. Wie der Hollywood Reporter schreibt, hätten die beiden zusammen zwei Drehbücher geschrieben, seien dann aber von Apple kritisiert worden über die Tonalität der Selbstjustiz der Serie. Gemäss den Quellen des Branchenmagazins wollte sich Gordon nicht auf die Freundschaft zwischen den beiden Vietnam-Veteranen konzentrieren, wie es von Apple gewünscht war, sondern auf die dunkleren Aspekte der Geschichte – wozu sich auch Leight verschrieb. Apple und die beiden Verantwortlichen kamen in der Folge nicht auf einen gemeinsamen Nenner, weshalb Apple sich nun vom Projekt getrennt und eine «beträchtliche» Vertragsstrafe bezahlt haben soll.

Es ist aktuell unklar, ob das dunkle Drama ein neues Zuhause finden wird. Mit im Bieterkampf um die Rechte waren vergangenes Jahr neben Apple auch Showtime, FX und Amazon.

«Bastards» war eines von über 30 Projekten, welches Apple für seinen in diesem Herbst in den USA startenden Video-Streamingdienst «Apple TV+» geplant hat.