Apples Ausgaben für Produktion steigen auf Höchststand

Apples Ausgaben für den Kauf von Komponenten und die Herstellung von Produkten sind im vergangenen Quartal stark angestiegen: Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab Apple zwischen April und Juni 2014 18.5 Prozent mehr Geld für die Produktion aus. Aufgrund dieser Entwicklung spekulieren erste Analysten über die baldige Veröffentlichung einer intelligenten Uhr von Apple. Apple hat es geschafft, trotz den höheren Ausgaben den Bargeldbestand um 12 Prozent zu erhöhen.

Patrick Bieri

Im dritten Fiskalquartal 2014 hat Apple 15.4 Milliarden US-Dollar für den Kauf von Komponenten und die Herstellung von Produkten ausgegeben, wie der Analyst Amit Daryanani in einer Studie festhält. Damit erhöhte Apple die entsprechenden Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 18.5 Prozent.

Mehr Geld für Forschung und Werbung

Im dritten Fiskalquartal 2014 hat Apple gemäss Daryanani 5.6 Milliarden US-Dollar aufgewendet, um Werbung zu schalten, an neuen Produkten zu forschen und um neue Produktionsmittel zu beschaffen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die Ausgaben in diesen Bereichen somit um das Dreifache.

Gegenüber 2013 erhöhten sich die Forschungsausgaben im dritten Fiskalquartal 2014 um 425 Millionen US-Dollar auf 1.6 Milliarden US-Dollar. Apples Forschungsausgaben waren noch nie so hoch wie im letzten Quartal.

Bereitet sich Apple auf die Lancierung der iWatch vor?

Aufgrund der stark gestiegenen Ausgaben für den Kauf von Maschinen spekuliert der Analyst über die Veröffentlichung einer neuen Produkt-Kategorie. Seiner Meinung nach können die stark gestiegenen Ausgaben nicht nur auf die bevorstehende Lancierung der nächsten iPhone-Generation zurückgeführt werden.

Gemäss Amit Daryanani könnte Apple bereits in diesem Herbst eine intelligente Uhr auf den Markt bringen. Bereits seit längerem gibt es Spekulationen um eine intelligente Uhr von Apple, die iWatch genannt werden könnte.

In den vergangenen Wochen gab es allerdings immer wieder Hinweise auf eine verzögerte Einführung der iWatch. Angeblich haben Apples Zulieferer Probleme bei der Herstellung der spekulierten Smartwatch.

Ausgaben und Bargeldreserven steigen

Trotz der Erhöhung der Ausgaben wachsen Apples Bargeldbestände weiter an. Im Vergleich zum Vorjahr stieg Apples Bargeldbestand um 12 Prozent. Aktuell verfügt Apple über Bargeldreserven im Umfang von gigantischen 164.5 Milliarden US-Dollar.

Von diesen 164.5 Milliarden US-Dollar befinden sich 137.7 Milliarden US-Dollar ausserhalb der USA. Mit dieser Geldpolitik verhindert Apple die US-Besteuerung derjenigen Gewinne, die in den Ländern ausserhalb der USA generiert worden sind. Vor dem US-Senat mussten sich vergangenes Jahr Apples CEO Tim Cook und der damalige CFO Peter Oppenheimer dem Vorwurf aussetzen, sie verschieben willkürlich Gewinne ins Ausland.