DMA der EU: Italien mit Untersuchung gegen Apple wegen iCloud-Backup

Die italienische Wettbewerbsbehörde «Autorità Garante della Concorrenza e del Mercato», kurz «AGCM», teilte am Dienstag mit, sie habe eine Voruntersuchung gegen Apple eingeleitet. Geprüft werden soll, ob das Unternehmen die im Europäischen Gesetz über digitale Märkte («DMA») festgelegten Interoperabilitäts-Verpflichtungen einhält – in diesem Falle bezüglich gleichberechtigtem Zugang für Drittanbietende zu Funktionen, die Apple über iCloud anbietet.

Die Behörde habe Beweise dafür, dass andere Cloud-Anbietende «möglicherweise nicht auf Augenhöhe mit Apples iCloud stehen» – dies, weil sie offenbar nicht den gleichen Zugang zu Funktionen hätten wie Apples eigener Dienst. Konkret spricht die Behörde von der vollständigen Sicherung der Geräte-Daten – also von der Backup-Funktion von iOS und iPadOS auf iCloud.

Gemäss dem DMA können nationale Regulierungsbehörden eigene Voruntersuchungen durchführen – es ist dies nun die erste ihrer Art, die von der AGCM eingeleitet wurde. Die Ergebnisse der Voruntersuchung will die Behörde der Europäischen Kommission übergeben, «um diese in ihrer Rolle als alleinige DMA-Vollzugsbehörde zu unterstützen».

Von Stefan Rechsteiner
Veröffentlicht am

Gönner-Abo

Ab CHF 5.– im Monat

👉🏼 Wir benötigen deine Unterstützung! Unterstütze macprime mit einem freiwilligen Gönner-Abo und mache die Zukunft unseres unabhängigen Apple-Mediums aus der Schweiz mit möglich.

macprime unterstützen

Zugehörige Themen

Kommentare

Anmelden um neue Kommentare zu verfassen

Allegra Leser! Nur angemeldete Nutzer können bei diesem Inhalt Kommentare hinterlassen. Jetzt kostenlos registrieren oder mit bestehendem Benutzerprofil anmelden.