Erneut Urteil gegen Apple in Grossbritannien

Bereits letzte Woche entschied ein britisches Gericht, dass Samsung mit dem «Galaxy Tab» Apples iPad nicht kopiert habe. Dies wurde damit begründet, dass das iPad «viel cooler sei als das Galaxy Tab» und es somit auch keine Kopie sein könne. Nun soll der zuständige Richter einen weiteren Richterspruch gefällt haben, der für Apple noch ungemütlicher ist: Apple muss die vorgebrachte Behauptung, dass Samsung das iPad kopiert habe, öffentlich korrigieren.

Diese Richtigstellung muss gemäss dem Richter während 6 Monaten auf der Homepage von Apple aufgeschaltet bleiben. Des Weiteren muss Apple seine Aussagen, dass Samsung das Design kopiert habe, auch in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften mit Hilfe von Inseraten widerrufen. Zu den genannten Printmedien gehören die Financial Times, Guardian Mobile, der Daily Mail sowie T3. Wie viel Apple für diese Anzeigen bezahlen muss, wurde nicht kommuniziert.

Während der Verhandlung meinte der Anwalt von Apple, dass keine Firma gerne Werbung für den Konkurrenten bezahle. Einen aktuellen Kommentar zum Urteil gab es jedoch nicht.
Samsung warnte in einer Stellungnahme davor, dass wenn Apple sich entscheiden würde, mehr Rechtstreitigkeiten auf der Basis von Designpatenten zu führen, dies die Innovationskraft der gesamten Industrie hemmen würde.

Von Patrick Bieri
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