12 weitere News zu Apple TV+: «Mythic Quest», «Ted Lasso», «For All Mankind», «Tehran» S2, EU-Richtlinie, Aus für «Gawker»-Serie und noch mehr

Über die vergangenen Wochen sind neben den zahlreichen auf macprime bereits behandelten Geschichten im Netz noch weitere Berichte zu und über Apples Video-Streamingdienst «Apple TV+» publiziert worden. Eine Zusammenfassung.

Stefan Rechsteiner

Inhaltsverzeichnis

  1. COVID-19 sorgt erneut für Produktions-Stopps

  2. «Ted Lasso» inspiriert von Robin Williams, Mr. Miyagi und Obi-Wan Kenobi

  3. Problematisch für Apple: 30%-Regel für Streaming-Dienste in Europa

  4. Doch keine Serie über Gossip-Portal «Gawker» von Apple

  5. Michaela Conlin stösst zum Cast von «For All Mankind» S2

  6. «Dickinson»: Showrunner mit Einblicken in die Hit-Serie von Apple

  7. Zweite Staffel für «Tehran» in Planung

  8. Barack Obama mag Apples «Boys State»

  9. 3x «Wolfwalkers»: Making of, Dolby Atmos und Awards

COVID-19 sorgt erneut für Produktions-Stopps

Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat auch die Produktionen einiger Apple-TV-Plus-Projekte nicht ausgelassen, so gibt es Berichte über diverse Fälle am Set der zweiten Staffel von «Mythic Quest» und auch zu einem Produktions-Stopp aufgrund eines False-Positive-Falles am Set der zweiten Staffel von «The Morning Show».

«Ted Lasso» inspiriert von Robin Williams, Mr. Miyagi und Obi-Wan Kenobi

Die von Jason Sudeikis gespielte Titel-Figur in «Ted Lasso» basiert bekanntlich auf einer von «NBC Sports» eingeführten Figur, mit welcher der Sportsender 2013 die Übertragung von Premier-League-Spielen bewarb. Wie der Schauspieler in einem Interview mit Variety verriet, liess man sich für die Figur aus Apples Comedy-Serie von Robin Williams Mentor-Rollen in Filmen wie «Dead Poets Society», «Aladdin» oder «Good Will Hunting» inspirieren. Ebenfalls Inspiration für Ted Lasso waren der «Jedi»-Master Obi-Wan Kenobi und der Okinawan-Karate-Lehrer Mr. Miyagi aus «The Karate Kid».

Problematisch für Apple: 30%-Regel für Streaming-Dienste in Europa

Eigentlich nichts neues, aber über die vergangenen Wochen vor allem auch in den USA wieder etwas mehr in den Fokus gerückt ist die schon 2018 eingeführte Richtlinie der EU für audiovisuelle Medien, dass mindestens 30 Prozent ihrer Inhalte europäische Produktionen sein müssen. Während Branchen-Primus Netflix die Quote wahrscheinlich erreichen könnte, ist dies bei Apple TV+ eher weniger der Fall – fast schon unmöglich scheint es für Disney+. Wieder ins Gedächtnis vieler gerückt ist die EU-Richtlinie, weil die irische Medienministerin Catherine Martin sie Teil des nationalen Rechtes von Irland machen möchte. Erreichen Apple und andere Streaming-Dienstleister diese Quote nicht, wolle die irische Regierung die Dienste europaweit abstellen. Produktionen aus Grossbritannien – wo Apple TV+ einige Projekte angesiedelt hat – sollen übrigens trotz des Brexits weiter als europäisch gelten. Sinn und Zweck der Richtlinie der EU ist es, die Wettbewerbsbedingungen für europäische Content-Ersteller zu verbessern.

Doch keine Serie über Gossip-Portal «Gawker» von Apple

Im Juli hiess es noch, Apple sei in einer frühen Entwicklungs-Phase für eine Serie über das ehemalige News- und Gossip-Webportal «Gawker». Nun berichtet aber die New York Times, dass Apple das Projekt verworfen haben soll. Angeblich handelte die Serie von einem fiktionalen Unternehmen, welches stark an Gawker erinnert. Das Drehbuch für einige Episoden soll bereits verfasst gewesen sein, als CEO Tim Cook vom Projekt erfuhr und die Reissleine zog. NYT-Quellen zufolge soll Cook «überrascht» gewesen sein, dass Apple überhaupt eine solche Serie plane. Er soll daraufhin einem zuständigen Apple-Manager eine E-Mail zugeschickt haben, um seine «deutlich negative Meinung» gegenüber dem Projekt kundzutun. Das Projekt wurde unverzüglich gestoppt und soll nun auf dem Markt für Interessenten verfügbar sein.

Gawker war ein Blog, der sich auf Promi-Nachrichten zu Stars und Sternchen und die Medien-Industrie fokussierte – dazu aber auf unorthodoxe Taktiken setze. So veröffentlichte die Seite oft sensitives und teils auch geschütztes Material. Streitigkeiten gab es auch mehrmals mit Apple – so hat das Portal Cook 2008 als Homosexuell geoutet und das zugehörige Tech-Portal Gizmodo verstrickte sich 2010 in eine grösseres Chaos mit Apple, nachdem das Portal vorab in den Besitz eines «iPhone 4»-Prototyps kam und natürlich ausführlich darüber berichtete. Über die möglichen Gründe für die Einstellung der Serie sinniert auch Apple-Blogger John Gruber in einem ausführlichen Artikel.

Michaela Conlin stösst zum Cast von «For All Mankind» S2

Die 42-jährige amerikanische Schauspielerin Michaela Conlin wird in der zweiten Staffel von Apples SciFi-Serie «For All Mankind» eine wichtige Nebenrolle besetzen. Conlin verkörpert «Helena Webster», eine ehemalige Pilotin, die nun Astronautin ist, berichtet Deadline.

«Dickinson»: Showrunner mit Einblicken in die Hit-Serie von Apple

Vanity Fair hat einige interessante Details zur Apple-Serie «Dickinson» veröffentlicht. Dem Magazin zufolge wurde die Serie 2017 an einem Freitag gepitcht und bereits am darauf folgenden Montag für eine ganze Staffel in Auftrag gegeben. Weiter wurde mit Alena Smith eine Personalie als Showrunnerin für das Projekt beauftragt, die davor noch nie als Showrunnerin gearbeitet hatte. Auch Hauptfigur Hailee Seinfeld hatte vor «Dickinson» noch nie bei einer Fernseh-Serie mitgespielt. Die zweite Staffel von «Dickinson» wird am 8. Januar auf Apple TV+ veröffentlicht. An einer dritten Staffel wird bereits gearbeitet.

Zweite Staffel für «Tehran» in Planung

Eine zweite Staffel der Apple-TV-Plus-Serie «Tehran» sei in Planung, so Julien Leroux, CEO und Gründer von «Paper Entertainment», gegenüber Variety. Leroux zufolge habe das Projekt noch kein offizielles grünes Licht erhalten, aber «man arbeite daran». Als «Senior VP of Global Scripted Co-Productions» von Cineflix Media war Leroux für die Entdeckung und den weltweiten Verkauf der ersten Staffel von «Tehran» verantwortlich. Die Spionage-Thriller-Serie aus Israel lief im September auf Apple TV+ an und ist mittlerweile komplett auf Apples Video-Streamingdienst verfügbar. Die internationale Serie war der erste im Original nicht-englischsprachige Inhalt im Angebot von Apple TV+.

Barack Obama mag Apples «Boys State»

Auf Twitter veröffentlichte der ehemalige US-Präsident Barack Obama eine Liste seiner Lieblings-Filme und -Serien aus 2020 – mit dabei: Apples Polit-Doku «Boys State».

Obamas Lieblings-Filme und -Serien von 2020 (Twitter/@BarackObama)

3x «Wolfwalkers»: Making of, Dolby Atmos und Awards

Der vorletzte Woche auf Apple TV+ veröffentlichte Animations-Film «Wolfwalkers» stammt vom Studio Cartoon Saloon. Die beiden Regisseure Tomm Moore und Ross Stewart von Cartoon Saloon haben in einem Interview über die Entstehung des Filmes gesprochen.

In einem knapp einminütigen Video auf Twitter zeigt Dolby, wie Atmos den Film «aufwertet» und ihm «eine zusätzliche Klangdimension» hinzufügt.

Dolby Atmos bei Apples «Wolfwalkers» (Twitter/@Dolby)

Nach dem «Audience Award» als bestes erzählerisches Werk am AFI Fest und der Auszeichnung als «Bester Animationsfilm» bei den New York Film Critics Circle Awards hat Wolfwalkers auch bei den Los Angeles Film Critics Association Awards den Preis für den «Besten Animationsfilm» erhalten. Runner-Up war der an Weihnachten auf Disney+ erscheinende neue Pixar-Film «Soul».

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